AK Planspiel steigert Begeisterung für Demokratie

Messbarer Lerneffekt bei Vorarlberger Schüler:innen – AK Vorarlberg baut Angebot wegen hoher Nachfrage auf 28 Spiele aus

Wie bringt man Jugendlichen den Wert der Demokratie nahe, ohne dass es zum trockenen Sachunterricht wird? Immer mehr Vorarlberger Schulen nutzen das interaktive „Planspiel Demokratie“ der AK für ihren Unterricht – mit messbarem Erfolg. Eine Befragung unter Schüler:innen zeigt: Nach dem Workshop stieg die Überzeugung von der parlamentarischen Demokratie als bester Regierungsform von 27 auf 40 Prozent an. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage baut die AK das kostenlose Angebot für das Schuljahr 2026/27 von bisher 17 auf 28 Spiele aus. Die Termine sind ab sofort buchbar.Im „Planspiel Demokratie“ schlüpfen die Schüler:innen in die Rolle der Bürger:innen des fiktiven Staates „Akanien“. Ihre Aufgabe: auf den Trümmern eines zerstörten Staates gemeinsam eine faire Demokratie aufzubauen. Dafür werden sie in verschiedene gesellschaftliche Gruppen eingeteilt – jeweils mit eigenem Hintergrund und eigenen Interessen. Ein gutes Leben für alle erreichen sie aber nur, wenn sie zusammenarbeiten. Im Spiel erleben die Schüler:innen hautnah, wie demokratische Entscheidungsprozesse funktionieren – und wie herausfordernd es sein kann, Grundprinzipien wie Meinungsfreiheit, Mitbestimmung, Gewaltentrennung, Pressefreiheit sowie freie und geheime Wahlen durchzusetzen. Partizipation, Engagement und Diskussion stehen dabei im Mittelpunkt.

Große Begeisterung und hoher Lerneffekt
Im vergangenen Schuljahr 2025/26 hat die AK Vorarlberg die Teilnehmer:innen im Anschluss an das Planspiel befragt. Die Rückmeldungen – sowohl von Schüler:innen als auch von Lehrpersonen – fielen durchweg positiv aus. Gelobt wurde vor allem die pädagogische und inhaltliche Qualität des Angebots.
89 Prozent der befragten Schüler:innen gefiel das Planspiel gut oder sehr gut, alle gaben an, etwas über Demokratie gelernt zu haben. Auch die Einstellung zur parlamentarischen Demokratie verschob sich messbar: Hielten sie vorher 27 Prozent für die beste Regierungsform, waren es hinterher 40 Prozent.

AK Expertin Elena Kielwein: „Bedeutender Beitrag zur Demokratiebildung“
„Die Befragung zeigt, dass sich die positive Einstellung gegenüber der parlamentarischen Demokratie im Durchschnitt merklich intensiviert und die Schüler:innen demokratische Prozesse besser verstehen können“, fasst AK Bildungsexpertin Elena Kielwein zusammen. Nach dem Planspiel bewerten mehr Schüler:innen die parlamentarische Demokratie als „beste Regierungsform“ (40 Prozent gegenüber 27 Prozent). „Die AK leistet somit einen bedeutenden Beitrag zur Demokratiebildung. Das Planspiel fördert zudem das Bewusstsein für soziale Ungleichheit und ist eine Ermutigung zur aktiven Teilhabe an unserer Gesellschaft.“

AK Präsident Bernhard Heinzle: „Jungen Vorarlberger:innen Demokratie näherbringen“
„Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – sie lebt vom Mitmachen“, betont AK Präsident Bernhard Heinzle. „Als Sozialpartner tragen wir Verantwortung für unser demokratisches System. Mit dem Planspiel schaffen wir für junge Menschen die Möglichkeit, um demokratische Prozesse nicht nur theoretisch zu büffeln, sondern einen Tag lang selbst zu gestalten. Dass dieses Angebot an den Schulen so gut ankommt, freut uns riesig.“

Kostenloses Angebot – Jetzt anmelden
Das „Planspiel Demokratie“ ist eine Kooperation zwischen der AK Vorarlberg und der AK Tirol, welche das Projekt konzipiert hat und auch die Workshopleiter:innen stellt. Es richtet sich an Schulklassen von der 8. bis zur 13. Schulstufe und dauert fünf Stunden inklusive Pausen. Für die teilnehmenden Schulen ist das Angebot kostenlos. Die Anmeldung für die Planspiele im Schuljahr 2026/27 ist ab sofort auf der AK Website möglich.

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