Audi startet Produktion des A2 e-tron

Der Audi A2 e-tron ist in Österreich ab sofort zu Preisen ab 36.600 Euro erhältlich. Gleichzeitig zum Verkaufsauftakt ist auch der Startschuss für die Fertigung des A2 e-tron in Ingolstadt gefallen. Mit der Produktion des A2 e-tron zeigt Audi, wie das Unternehmen selbst effizienter wird: Die Entwicklungszeit wurde um 21 Monate verkürzt, Variantenvielfalt und Komplexität deutlich reduziert sowie der Automatisierungsgrad erhöht. Bestehende Betriebsmittel und Fertigungsanlagen werden dabei weiter genutzt.

Verkaufsstart für den effizientesten Audi aller Zeiten
Nur drei Tage nach seiner Weltpremiere in Paris startet der Audi A2 e-tron offiziell in den Verkauf. Seit 10. September ist er bestellbar und wird in Österreich zu Preisen ab 36.600 Euro für die Variante mit 125 kW und 52 kWh fassender Batterie angeboten. Die 140 kW-Variante mit 61-kWh-ist ab 40.700 Euro erhältlich. In der Ausführung mit 170 kW und einer 84-kWh-großen Batterie kostet der A2 e-tron 46.500 Euro. Das Topmodell A2 e-tron 240 kW ist für 50.900 Euro erhältlich.
Der Audi A2 e-tron stellt die Effizienz ganz in den Mittelpunkt. Mit 12,8 kWh nach WLTP verbraucht er mit Effizienzpaket so wenig wie kein Serienmodell der Marke zuvor. Im Innenraum verbindet das Fahrzeug darüber hinaus Variabilität mit neuen digitalen Services und ist ganz bewusst auf die Bedürfnisse europäischer Kundinnen und Kunden zugeschnitten. Entwickelt in Deutschland und gefertigt in Ingolstadt, zeigt der A2 e-tron damit auch, wie Audi selbst effizienter wird.

21 Monate kürzere Entwicklungszeit
Audi hat seinen Produktentstehungsprozess (PEP) beim A2 e-tron deutlich verkürzt. Von der Entwicklung bis zur Serienreife sind 21 Monate weniger vergangen als bei bisherigen Fahrzeugprojekten. Erfahrungen aus früheren Fahrzeugprojekten sowie gestraffte Prozesse reduzieren den Abstimmungsaufwand und ermöglichen eine frühere Fahrzeugreife in der Vorserienproduktion.

Effizientere Produktion durch geringere Komplexität
Audi hat die Komplexität beim A2 e-tron deutlich reduziert. Das Modell vereint einen hohen Kundenutzen mit deutlich weniger produktionsrelevanten Teilenummern. Dadurch sinkt auch die Zahl logistischer Supermärkte deutlich. Das verringert den Flächenbedarf in der Logistik und vereinfacht die Materialversorgung innerhalb des Werks.
Erstmals wendet Audi in Ingolstadt das Produktionsprinzip der sogenannten Perlenkette an, das bereits erfolgreich im Werk Neckarsulm im Einsatz ist. Die Reihenfolge der Kundenaufträge wird dabei sechs Tage vor dem Start der Montage festgelegt und über alle Gewerke hinweg abgearbeitet. Eine solche Fabriksteuerung hat mehrere entscheidende Vorteile: Unter anderem wird Komplexität im Prozess verringert, weil durch eine feste Reihenfolge Teile direkt in der richtigen Sequenz beim Lieferanten produziert und im Zielbehälter verpackt werden können. Darüber hinaus steigert Audi die Wirtschaftlichkeit des Produktionsprozesses, da Lager- und Sequenzierflächen entfallen.

Flexibel und ressourcenschonend
Audi fertigt die Karosserien des A2 e-tron gemeinsam mit denen des Audi A3. Möglich macht dies das flexible Layout der Anlagen. Mehr als 1.200 Fertigungskomponenten, darunter Roboter-Schweißzangen und rund 250 Roboter, die bereits in der Fertigung anderer Audi Modelle zum Einsatz gekommen sind, werden wieder- oder weiterverwendet.

A2 e-tron sichert Zukunftskompetenzen
Neben der technologischen Innovation ist der erfolgreiche Produktionsanlauf des A2 e-tron Ergebnis eines gezielten und frühzeitigen Aufbaus von Kompetenzen in der Belegschaft. Mit einem mehrstufigen Konzept aus praxisnahen Schulungen und virtuellen Qualifizierungen hat Audi die Beschäftigten auf die Anforderungen der Fertigung des vollelektrischen Modells vorbereitet. Dieses kombiniert klassische Praxis-Bausteine in der Montagelinie mit digitalen Qualifizierungskonzepten wie dem virtuellen Montage-Training am Bildschirm.
Mit der Qualifizierung für den A2 e-tron stärkt Audi die Elektromobilitätskompetenz am Standort Ingolstadt und verankert zukunftsrelevantes Know-how nachhaltig im Werk. Die kontinuierliche Qualifizierung der Mitarbeitenden ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Hochlauf neuer Technologien und die Weiterentwicklung der Produktion.

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