Die neue Ausgabe enthält zahlreiche Themengebieten wie z.B. Auto, Motorsport, Hoteltest’s, Szeneberichte, Termine usw. ist für jeden etwas interessantes dabei.

MFT 237 Inhalt

Editorial Nr 237

und sie bewegt sich doch. Die EU. Und Deutschland. Zumindest was eFuel anbelangt. Ob das mit dem Engpass bei Strom in diesem Winter zusammenhängt oder doch eine bessere Weitsicht eingetreten ist, bleibt uns verschlossen.
Natürlich haben auch die Kritiker recht, die behaupten, wir brauchen den Strom anderweitig. Wohin aber mit dem Strom, wenn nachts die Windräder laufen und Strom nicht mehr in die Leitungen eingespeist werden kann?
Tja, dann… Aber das ist nicht der einzige Weg, der möglich ist. Die Firma Obrist aus Lustenau hat da weitreichendere Pläne, nämlich den Sonnengürtel um den Äquator. Der ist weltweit, das heißt viele Länder kommen in Frage, Strom zu erzeugen und damit eFuel oder aFuel herzustellen.
Damit ist auch eine Anhebung der Lebensqualität z. B. in den Ländern Afrikas verbunden. Denn die Produktion von eFuel bringt Arbeitsplätze und Wertschöpfung in diesen Regionen. Ob dann Öl oder eFuel nach Europa transportiert wird, spielt keine Rolle, denn fast alle Transportmöglichkeiten können benutzt werden.
Ob das eine Rolle für den Klimaschutz spielt? Ja, ganz eindeutig. Denn wir werden die Verbrennungsmotoren noch lange brauchen, gerade z. B. wieder in Afrika. Aber auch die Vielzahl von gebrauchten Fahrzeugen in Europa kann damit relativ einfach und schnell auf „Umweltfreundlichkeit” umgestellt werden. Und darauf kommt
s an …
Bei uns löst man das Problem mit der CO2-Steuer. Immer fest nehmen, den Idioten wird schon klar werden, wer was zu sagen hat. Individuelle Mobilität ist unerwünscht! Danke, Frau Minister, für die zusätzliche Steuer.
Nicht nur Mitbürger, die jetzt schon kaum über die Runden kommen, werden sich’s bis zur Wahl merken,
hofft Ihre

MIRIAM SCHEIBLAUER
Leitung der Redaktion
MOTOR Freizeit & Trends

 

Editorial Nr 236

Liebe Leser,

im Kampf gegen den Klimawandel setzt Österreich, aber auch die EU nicht auf Technologieoffenheit. Wenn aber Politiker und Staaten entscheiden, welche Technologien sich in zehn oder zwanzig Jahren durchsetzen werden, dann wird das nichts.
Entscheidend wird sein, sich nicht nur vom russischen Erdgas zu lösen, sondern sich nicht wieder in Abhängigkeit zu begeben. China ist momentan der lachende Dritte und wenn nicht bald europäische Unternehmen ihre technologischen Fähigkeiten ausspielen können, wird es auch dabei bleiben.
Man betreibt großartiges Lobbying und streitet sich, anstatt an unserer Zukunft zu arbeiten. Das betrifft nicht nur europäische Angelegenheiten, auch bei uns wird wegen einer Wachtel alles totdiskutiert, von der Bahn-Unterflurtrasse in Bregenz will ich gar nicht erst anfangen.
Wir sehen es ja beim Corona-Management. Sicherlich ein schwieriges Thema, aber so viel Wirrwarr, wie die Politik dabei geschaffen hat, zeigt, dass Hausverstand nicht selbstredend ist. Keine Visionen und immer weniger zukunftsträchtige Investitionen. Dabei sollte die Lebensqualität der Menschen im Mittelpunkt stehen.
Gleichzeitig verstehe ich, dass sich immer weniger qualifizierte Personen der Politik widmen wollen: Unter Dauerbeobachtung, jede Mail und Whatsapp wird auf den Prüfstand gestellt, Krankenstände oder Urlaube und private Entscheidungen werden nicht nur in den sozialen Medien in Frage gestellt. Die Folge kann man seit Jahren beobachten: sinkende Wahlbeteiligungen, die in populistische Wahlerfolge münden. Dieser Trend ist international und hat enorm viel sozialen Sprengstoff.
Wir brauchen wieder Politiker mit Zukunftsvisionen, die agieren, statt nur kurzfristig reagieren,

meint Ihre
MIRIAM SCHEIBLAUER
Leitung der Redaktion
MOTOR Freizeit & Trends

 

Editorial Nr 235

Liebe Leser,

jetzt braucht Österreich vor allem Unternehmer und Politiker, die stabil auf Kurs bleiben. Nun gut, Letztere gab es weniger, dafür Firmen, die sicher und beständig durch die volatile Zeit navigieren. Diese Beständigkeit vermittelt ArbeitnehmerInnen Sicherheit und Zuversicht.
Für die Politik gilt das weniger: Mit der Novelle der StVO richtet Ministerin Gewessler, – die in der Energiepolitik gerne Unausgegorenes ankündigt – ohne Rücksicht auf die Verkehrssicherheit ein Schlaraffenland für ihre Hardcore-Klientel Radfahrer ein. Mit zahlreichen Bestimmungen schafft sie beste Voraussetzungen, die 2021 bereits erreichten Rekordwerte an Radverkehrsunfällen nochmals in die Höhe zu treiben. Aber das ist nicht alles.  Neben der unglaublichen Inflation, deren Ursache logischerweise auf die enorm gestiegenen Energiekosten und den Ukraine-Krieg geschoben wird, brütet Brüssel einen weiteren Vorschlag zur Entmündigung der Bürger aus: Das EU-Parlament hat ein Ende des Verbrennungsmotors ab 2035 beschlossen. Damit wir gleich Klarheit schaffen, ich bin kein Klimaverweigerer, kein Radfahrer- und kein Elektrofahrzeug-Gegner. Der Hausverstand sagt aber, dass mit Elektroautos alleine ein klimaneutrales Ergebnis nicht zu schaffen ist.
Das Thema e-fuels muss weiter verfolgt werden, denn sie müssen eine entscheidende Rolle beim Betrieb des Fahrzeug-Bestandes spielen. Schließlich bleiben Verbrennungsmotoren, die bis spätestens 2035 in Betrieb gehen, noch bis zu zwei Jahrzehnte im Einsatz. Ein Verbot dieser Fahrzeuge muss verhindert werden, außer es stimmt die hinter der Hand kolportierte Richtline: „Wir wollen keinen umweltfreundlichen Verkehr – wir wollen überhaupt keinen Verkehr mehr.”
Vorbei ist es dann mit der Mobilität für alle!
Weit haben wirs gebracht…,

meint Ihre
MIRIAM SCHEIBLAUER
Leitung der Redaktion
MOTOR Freizeit & Trends