Lebenszyklusbetrachtung statt nur CO₂-Messung
Die Ergebnisse der derzeit umfassendsten Studie der Technischen Universität München (TUM) im Automobil-Bereich belegen substanzielle Fehlsteuerungen in der Regulatorik der EU-Klimapolitik. Rein batterieelektrische Fahrzeuge reduzieren die CO₂-Emissionen im Vergleich zu Verbrennern im Durchschnitt nur um 41 Prozent. Für die EU-Kommission gelten sie hingegen zu 100 Prozent als klimaneutral. Die EU misst nur CO₂-Emissionen über Abgase. Fossiler Kohlenstoff, der in der Produktion eines Autos und über den Betriebsstrom freigesetzt wird oder beim Recycling nicht zurückgewonnen wird, wird nicht erfasst. Die Spannbreite der Abweichungen von den CO₂-Emissionen von Verbrennerfahrzeugen reicht dabei von einer Reduktion von 89 Prozent bis hin sogar zu einer Mehrbelastung von 21 Prozent.

Nach einer berücksichtigten Studie (Tang et al., 2023) würde der Pkw-Sektor beim von der EU angestrebten Tempo des Hochlaufs der Elektromobilität bis 2030 nur rund 80 Millionen Tonnen CO₂-Reduktion liefern – benötigt wären jedoch etwa 188 Millionen Tonnen, um die selbst gesteckten Ziele zu erfüllen.
Das ist nicht gegen die E-Autos gerichtet aber Verbrenner werden 2030 voraussichtlich noch 78 Prozent der Fahrzeugflotte ausmachen. Wer CO₂ vermindern will, muss sich auch um die Fahrzeuge kümmern, die bereits existieren, daher wird kein Weg an einer Technologieoffenheit vorbeiführen und E-Fuel oder noch besser der von der Obrist-Group forcierte A-Fuel oder Wasserstoff gebraucht. Die Produktion im Sonnengürtel der Welt kann kostengünstig erfolgen und die vorhandene Tankstelleninfrastruktur benützt werden. Gebrauchtfahrzeuge, auch außerhalb Europas, lassen sich relativ einfach und auch kostengünstig umrüsten. Von den Möglichkeiten in der Landwirtschaft, Schifffahrt oder gar beim Militär gar nicht erst zu sprechen.
Das Klima interessiert sich nicht dafür, mit welcher Technik CO₂ vermieden wird, daher wir an der Technologieoffenheit kein Weg vorbeiführen und es ist höchste Zeit endlich die Freigabe zum Einsatz dieser CO₂-neutralen Treibstoff zu beschließen.
Wissen Sie was Plogging ist?
Als Kind von den Eltern oder in der Schule – aber auch noch als Jugendlicher wurde man dazu erzogen keine Papierchen, Kaugummis oder Abfall auf den Boden zu werfen. Und wenn etwas auf dem Boden lag, es aufzuheben und zu entsorgen. Nun das ist aus der Mode gekommen. Einerseits weil es vielen Eltern wurscht ist, andererseits weil zahlreiche Jugendliche ihr Erwachsenwerden im Müll erleben wollen, den sie achtlos zu Boden oder aus dem Autofenster werfen.
Aber da beginnt sich nun Plogging zu etablieren. Ursprünglich aus Skandinavien stammend setzt sich der Name aus dem schwedischen „plock upp“ (aufheben) und dem englischen „Jogging” (englisch für Laufen) zusammen. Über soziale Medien verbreitete sich Plogging seit 2016 sehr schnell weltweit. Klar kennen wir die organisierten Flurreinigungsaktionen von Gemeinden, Schulen und Vereinen.
Plogging kann jedoch jederzeit und individuell vorgenommen werden. Dazu braucht es keine spezielle Ausrüstung. Ein kleiner Beutel oder Sack und eventuell Handschuhe und schon ist man gerüstet beim Spaziergang Abfälle aufzuheben und im Papierkorb, Sammelstelle oder Mülltonne zu entsorgen.
Plogging – das Sammeln von Abfällen beim Gehen oder Wandern, leider auch immer mehr in den Bergen, wird zur sinnvollen Nebenbeschäftigung beim Relaxen …
Ein Hoch dem Erfinder Erik Ahlström.
Schon wieder: City-Maut
Unter dem Deckmantel den Ausweichverkehr durch Bregenz zu reduzieren kommt von SPÖ und Erstaunlicherweise auch von der ÖVP die Forderung nach einer City-Maut. Klar, eine Verkehrsentlastung fällt bei den zahlreichen vom Verkehr geplagten Anwohnern in Bregenz auf fruchtbaren Boden. Es ist aber nur eine verdeckte weitere Belastung der Autofahrer und eine willkommene zusätzliche Einnahmequelle für die Stadt Bregenz.
Das Problem sind nicht die Autos sondern die fehlende Autobahnanbindung an die Schweiz. Wer von Deutschland in die Schweiz will hat zwar Alternativen durch den Pfändertunnel bis Hohenems, aber irgendwann muss der Fahrer abfahren und sich einen Weg über Bundes- und Landesstraßen bis zum Anschluss an die Schweizer Autobahn suchen. Also warum nicht gleich den kürzesten Weg durch Bregenz?
Die Landesregierung und vor allem Landesstatthalter Christof Bitschi sind gegen eine City-Maut und forcieren den Ausbau von Straßenverbindungen, die schon lange überfällig sind. Damit wären wir schon bei Feldkirch wo endlich der Stadttunnel zur Verkehrsentlastung gebaut wird. Feldkirch wäre übrigens auch ein Kandidat für eine City-Maut und Bludenz ebenfalls. Wunderbar, fallen wir wieder ins Mittelalter zurück, wo jede Grafschaft und jedes Gebiet Zölle einhob. Allerdings gab es damals nicht diese enorme Steuerbelastung unter der die heutigen Autofahrer eh schon leiden. Verkehrsprobleme löst man nicht wenn man Autofahrern die nächste Belastungswelle präsentiert.
Übrigens wie es Geschäfte und Firmen geht, die vom Verkehr abgeschnitten werden kann jetzt in Rankweil studiert werden, wo durch den Bau eines Kreisverkehrs eine Durchfahrtssperre der Landesstraße (L50/51) verhängt wurde: 30 bis 40 Prozent Umsatzeinbruch bei den betroffenen Geschäften.
Aber das stört die Grünen, Neos und leider mittlerweile auch die Bregenzer ÖVP nicht …
Das „Pickerl“ bekommt ein Update – und damit auch einige neue Spielregeln. Ab 19. Mai 2027 gilt eine neue Regelung für die §57a-Begutachtung. Die Intervalle werden auf 4-2-2-2-1 Jahre umgestellt. Beschlossen wurde das Ganze im Rahmen der 42. Novelle des Kraftfahrgesetzes.
Ob diese neuen Vorführzeiträume nun sinnvoll sind oder nicht, darüber lässt sich natürlich diskutieren. Fakt ist aber: Moderne Fahrzeuge, insbesondere Hybride und E-Autos, kommen mit längeren Wartungsintervallen aus. Da liegt eine Anpassung der Begutachtungsintervalle nahe.
Eine Änderung sorgt allerdings für mehr Aufmerksamkeit: Die bisherige Überziehungsfrist – die sogenannte Nachfrist – fällt weg. Dafür kann die §57a-Begutachtung bereits vier Monate vor dem eigentlichen Termin durchgeführt werden. Wer also rechtzeitig plant, hat damit eigentlich kein Problem. Wer den Termin allerdings übersieht, könnte künftig schneller Bekanntschaft mit einem Strafmandat machen.
Auch für die Werkstätten gibt es eine kleine Erleichterung: Die bisherige Aufbewahrungspflicht für die zweite Ausfertigung des Gutachtens entfällt.
Und dann wäre da noch die ZBD – die Zentrale Begutachtungsplakettendatenbank. Klingt kompliziert, soll aber mehr digitale Übersicht schaffen. ZBD-Leiter Markus Singer empfiehlt deshalb den neuen digitalen Service inklusive Erinnerungsfunktion am Smartphone.
Damit dürfte das Pickerl künftig nicht nur am Auto kleben, sondern rechtzeitig auch am Handy auftauchen. Ein kleiner Schritt Richtung digitales Autofahrerleben – sofern man die Erinnerung nicht einfach wegwischt.
An dieser Stelle werde ich nun regelmäßig meine Ansichten, Einsichten oder Überlegungen veröffentlichen. Ich weiß, dass wird viel Zustimmung erreichen, aber auch zahlreiche Leser, die diesem Weltbild widersprechen. Und es wird nicht inhaltlich diskutiert – es wird angegriffen werden. Früher hat man zugehört und nachgedacht. Heute wird sofort eingeordnet in richtig oder falsch, in Freund oder Feind. Und genau daran erkennt man das eigentliche Problem heutzutage: Wenn es passt, ist es Wahrheit. Wenn es nicht passt, ist es angeblich Propaganda. Genau dies macht die Suppe aber würzig.
Wir werden aber auch Gewinnspiele veranstalten – ohne großen Aufwand lassen sich dabei tolle Preise gewinnen. Einfach Newsletter abonnieren und schon können Sie gewinnen.
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