Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit ist die umfassende Generalerneuerung des traditionsreichen Vermuntwerks in Partenen erfolgreich abgeschlossen. Rund 95 Millionen Euro hat die illwerke vkw in die Modernisierung des Wasserkraftwerks investiert. Mit hochmoderner Maschinentechnik, einer gesteigerten Stromproduktion und umfassend erneuerter Infrastruktur ist das Kraftwerk für die kommenden Generationen gerüstet. Am 17. Oktober 2026 wird das Vermuntwerk im Rahmen eines Tags der offenen Tür auch offiziell wiedereröffnet. 
Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1930 prägt das Vermuntwerk die Geschichte der erneuerbaren Energieerzeugung in Vorarlberg. Bei seiner Eröffnung war es das leistungsstärkste Kraftwerk Österreichs und übernahm bereits 1931 die Aufgaben der Frequenzhaltung für das damalige internationale Höchstspannungsnetz im Verbund mit Wärmekraftwerken in Deutschland. Fast ein Jahrhundert später hat die illwerke vkw das traditionsreiche Kraftwerk umfassend modernisiert und damit die Voraussetzungen für einen langfristig sicheren und effizienten Betrieb geschaffen.
„Mit der Generalerneuerung des Vermuntwerks investieren wir nicht nur in moderne Kraftwerkstechnik, sondern auch in die Zukunft der erneuerbaren Energieversorgung. Wir erhalten ein bedeutendes Stück Vorarlberger Industriegeschichte und entwickeln es gleichzeitig für die Anforderungen der kommenden Generationen weiter“, betont illwerke vkw Vorstandsmitglied Gerd Wegeler.
Technologische Pionierrolle wird fortgesetzt
Im Mittelpunkt der Generalerneuerung stand der vollständige Austausch der fünf bestehenden Maschinensätze. An ihre Stelle treten zwei hochmoderne sechsdüsige horizontale Peltonmaschinen – eine weltweit nur selten realisierte Bauweise. Damit knüpft die illwerke vkw an die technologische Vorreiterrolle an, die das Unternehmen seit Jahrzehnten in der Wasserkraft einnimmt.
Neben der Erneuerung der Maschinen wurde die gesamte Kraftwerkstechnik einschließlich der Freiluftschaltanlage modernisiert. Auch das Krafthaus selbst erhielt eine umfassende Sanierung. Gebäudehülle und Heizung wurden auf den neuesten Stand gebracht. Künftig wird die Abwärme der Turbinen für die Beheizung des Gebäudes genutzt.
Die Modernisierung bringt deutliche Verbesserungen: Durch den höheren Wirkungsgrad steigt die jährliche Stromproduktion von bisher rund 270 auf etwa 286 Gigawattstunden. Gleichzeitig wird die Betriebssicherheit erhöht und damit die langfristige Verfügbarkeit des Kraftwerks gestärkt.
Anspruchsvolle Arbeiten im laufenden Kraftwerksumfeld
Die Generalerneuerung stellte das Projektteam auch vor besondere technische und logistische Herausforderungen. Neben der Demontage der historischen Maschinen mussten zahlreiche Arbeiten an bestehenden Anlagen und Infrastrukturen koordiniert werden. Besondere Aufmerksamkeit erforderte die Entleerung des Vermuntsees. Da sich unter dem Speicher Vermunt ein Obervermuntwerk II befindet, mussten die Arbeiten so geplant werden, dass keine unkontrollierten Schlammbewegungen entstehen. Ein eigens entwickeltes Sedimentmanagement stellte sicher, dass Ablagerungen möglichst kontrolliert über die Ill abgegeben werden konnten. Auch die Arbeiten an der Freiluftschaltanlage, am Speicher Vermunt und an den Außenanlagen waren Teil des umfassenden Modernisierungsprogramms. „Die Generalerneuerung in dieser kurzen Zeit umzusetzen, war eine Höchstleistung aller Beteiligten. Besonders beeindruckend war das Zusammenspiel der unterschiedlichen Gewerke und Fachbereiche. Das Ergebnis zeigt, wie viel technisches Know-how und Erfahrung in unserem Unternehmen und bei unseren Partnern vorhanden sind“, erklärt Projektleiter Philip Bittner.
95 Millionen Euro für eine nachhaltige Energiezukunft
Mit der Investition von rund 95 Millionen Euro setzt illwerke vkw ein klares Zeichen für die langfristige Nutzung und Weiterentwicklung bestehender Wasserkraftanlagen. Die Generalerneuerung verbindet den Erhalt wertvoller Infrastruktur mit modernster Technik und einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Wasserressourcen. Für die illwerke vkw ist das Projekt ein weiterer wichtiger Schritt, um die heimische Wasserkraft als tragende Säule der erneuerbaren Energieversorgung zu stärken und bestehende Anlagen für kommende Generationen zu erhalten.
Tag der offenen Tür: Einblicke in das modernisierte Vermuntwerk
Am Samstag, 17. Oktober 2026, öffnet das Vermuntwerk von 10 bis 16 Uhr seine Türen für die interessierte Bevölkerung. Besucherinnen und Besucher erhalten dabei spannende Einblicke in die Geschichte des Kraftwerks, die umfangreichen Modernisierungsarbeiten und die neue Maschinentechnik. Der Tag der offenen Tür bildet zugleich den offiziellen Abschluss der Generalerneuerung und bietet die Gelegenheit, das traditionsreiche Kraftwerk in seiner modernisierten Form kennenzulernen.
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