Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Veranstalterclubs MSC-Enzian hätte der Saisonauftakt zur Slalom-ÖM in Teesdorf am Ostermontag eigentlich ein ungetrübter Feiertag werden sollen, dass dem nicht ganz so war hatte vor allem zwei Gründe. Zum einen verstarb wenige Tage vor dem Rennen Obmann Harry Tomek und zum zweiten machten der ein oder andere Feindkontakt, vor allem aber der immer wieder böige Wind der Zeitnehmung ziemlich zu schaffen, was die Veranstaltung ordentlich in die Länge zog. Dass sich trotz weiterer Verzögerungen durch Ausfälle alles noch einigermaßen in Grenzen hielt, ist dem unermüdlichen Einsatz der Vereinsmitglieder und der Routine von Rennleiter Christina Rosner zu verdanken. Die Unterbrechungen zehrten zwar an den Nerven aller beteiligten, sportlich war es aber auf alle Fälle wieder ein Highlight. Für die „standfesten“ Zuschauer vor Ort bestens kommentiert durch Sprecher Adi Atcy Janacek, und für alle anderen auch 2026 wieder in spektakulären Bildern festgehalten von Partner Michael Rehak und seiner Agentur „Rehak Photography“.

Gruppe-Street Vizemeister Martin Gradwohl war zum Auftakt in der Klasse LG1 der Gruppe „Street“ nicht zu schlagen und gewann vor Vorjahressieger Thomas Hauska. Nur 397 Tausendstel dahinter holte sich Wolfgang Krapfenbauer den dritten Platz vor Florian Hahn und Christian Wukits. Sieger Jochen Perhofer knallte in der Klasse LG2 drei Bestzeiten mit nur 89 Tausendstel Differenz auf die Bahn und verwies damit Thomas Kraxner auf Platz zwei. Mit weniger als einer! Sekunde Abstand folgten Reinhard Walkner, Sebastian Haas und Mario Zimmerman auf den Plätzen drei, vier und fünf in der mit 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am stärksten besetzten Klasse. Wolfgang Luttenberger konnte sich im Duell um den Sieg in der Klasse LG3 um winzige 105 Tausendstel gegen ein stark fahrenden Fabian Kaufmann durchsetzen. Erich Hammerler holte sich beim ÖM-Comeback einen beachtlichen dritten Rang vor Philipp Michael Neubauer und Gerhard Steigenberger. Markus Kienzl zeigte sich zum Saisonstart ebenfalls gut in Form und stand in der Klasse LG4 auf dem obersten Podest. Die Ränge zwei und drei gingen an Steve Kainz und Karl Heinz Schauperl, der noch 125 Tausendstel Vorsprung auf Markus Praschnig über die Linie retten konnte und Fünfter wurde Mario Grabovsky. Markus Huber feierte bei der Heimveranstaltung einen weiteren Sieg in der Klasse LG5. Routinier Helmut Kienzl zeigte, dass er noch immer zu den schnellsten zählt und holte sich 232 Tausendstel vor Manuel Schiedauf bzw. 429 Tausendstel vor Daniel Temper Platz zwei. Die Überraschung des Tages war aber der Start des 9-fachen Staatsmeisters Robert Aichlseder, der nach seinem gesundheitsbedingten Rücktritt wieder einmal dabei sein konnte und auf Anhieb wieder unter die Top-Fünf fuhr! Norbert Dokulil hieß der erste Sieger in der Klasse LG1 der Gruppe Sport. Die Plätze zwei und drei gingen mit Martin Eilmer und Sadat Zairi nach Steyr in Oberösterreich. Platz vier gehörte Julian Gratzer und Simon Gugelsberger komplettierte die Top-Five. In der Klasse LG2 setzte sich Michael Auer dank einer starken Zeit in Lauf Nummer drei gegen seinen sterischen Landsmann Lukas Haas durch. Daniel Walter und Niki Hawa belegten die weiteren Plätze. Christian Schotte hingegen ließ in der Klasse LG3 von Anfang an nichts anbrennen und holte sich den Sieg vor Daniel Buxbaum und Franz Müller. Jürgen Kollmann musste leider einen Hutfehler in die Wertung mitnehmen, konnte aber trotzdem Rang vier vor Rainer Schmidt behaupten. Herbert Sommer konnte mit seinem neuen Arbeitsgerät LG4-Sieger Markus Rötzer bis auf 16 Hundertstel auf die Pelle rücken, hatte seinerseits aber auch nur 787 Tausendstel Vorsprung auf den drittplatzierten Manfred Stangl. Tochter Ines sicherte sich Platz vier vor Markus Huber, der seinen neuen Seat einem ersten Funktionstest unter Rennbedingungen unterzog. Die drei Erstplatzierten der Klasse LG5 wechselten in jedem Durchgang die Reihung und lagen am Ende innerhalb von 1,37 Sekunden, wobei Philipp Preisinger vor Harry Zwerschina und Steve Kainz das bessere Ende für sich hatte. In der leistungsstärksten Klasse LG6 sorgte diesmal das Duell Verbrenner gegen Elektroantrieb für Spannung, wobei sich letztlich Dietmar Schwab und Thomas Krisch gegen die bärenstarke e-Fraktion Georg Rixinger und Werner Hinterkehrer durchsetzen konnten. In der Sammelklasse der Gruppe Sport holte Wolfgang Erwin Huber einen Sieg für den Veranstalterverein vor Michael Weingartmann und Wolfram Benigni. Mario Weingartmann vor Markus Dettenbeck lautete die weitere Reihung.

Gerhard Nell ließ das Potential seines neuen Triebwerks gleich zum Saisonstart ordentlich aufblitzen, musste aber Martin Dall aufgrund eines Hutfehlers den Sieg in der Klasse „Race“ bis 1400ccm überlassen. Mit ebenfalls einem Hutfehler in der Wertung landete Franz Dall auf dem verbliebenen Podestplatz. In der Klasse bis 1600ccm gingen Sieger David Madlmayr schon im Training beinahe die Gegner aus als sowohl Raphael Eder als auch Philipp Raab nach Defekten aufgeben mussten. Verblieben ist nur Christain Zuschnig, der einen durchwachsenen Tag erlebte und am Ende froh war als Zweiter überhaupt in die Wertung zu kommen. Auch Christian Irlinger musste nach dem Training die Segel streichen und konnte damit nicht in den Kampf um den Sieg in der Klasse bis 2000ccm eingreifen. Platz eins und zwei gehörten nach drei Durchgängen Georg Schlader und Andreas Ortner vor Thomas Sprosec im weiter verbesserten Honda Civic. Michael Schellhorn wurde vierter, Neueinsteiger Martin Gumhold steigerte sich von Lauf zu Lauf und klassierte sich als Fünfter. Mario Mayr musste sich zwar im Fernduell um den Divisionssieg mit Wolfgang Leitner um neun Zehntel beugen, am vollen Erfolg in der Klasse über 2000ccm 2WD gab es keinen Zweifel. Der amtierende Histo-Champion Helmut Pötzelsberger holte sich beim Debut in der Kategorie Race Platz zwei vor Peter Bindberger. Mit einer eindrucksvollen Leistung und den mit Abstand weitesten Sprüngen über den berühmten Hügel holte sich Wolfgang Leitner dem Gesamtsieg natürlich auch den Klassensieg bei den Autos über 2000ccm 4WD vor Alexander und Wolfgang Masin. Erwin Flicker konnte Christian Mayr auf Platz zwei in der Sammelklasse der Division Race verweisen und sich auch in der Tageswertung in die Top-Vier schieben! Die Plätze drei und vier gingen an Markus Mauracher und Alfons Nothdurfter in ihren Fiesta Protos und fünfter wurde Frank Errath.
Marina Zimmermann holte sich die erste Damenwertung des Jahres 2026 und verwies Sabine Reinthaler und Ines Sommer auf die Ränge zwei und drei. Vierte wurde Birgit Löschnig und Platz fünf ging an Sandra Maier.
Runde zwei der Slalom-ÖM 2026 wird am 02.Mai im PS-Racing-Center Greinbach ausgetragen, wo dann auch der Saisonstart für den „Walter Penker Pokal“ für historische Formel Ford erfolgen wird und damit erstmals nach mehr als drei Jahrzehnten wieder Einsitzer-Fahrzeuge um einen offiziellen AMF-Titel im Slalomsport fahren werden.
Weiter Infos unter: www.slalom-oem.at
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