Luca Waldherr bestreitet die OBM Land der 1000 Hügel Rallye

Schwierige Ausgangslage beim Pflichtstart vor der Haustür

Es ist ein Start den Luca Waldherr gar nicht so unbedingt wollte, doch mit dieser Meinung stand der 32-jährige Zöberner ziemlich alleine da. „Als ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis erwähnt habe, dass ich bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye diesmal nicht mitfahren werde, bin ich gefragt worden, ob ich verrückt bin“, sagt Waldherr, der heuer als Organisator des sechsten Staatsmeisterschaftslaufs am kommenden Wochenende in Krumbach am Wechsel fungiert. Und das neben seiner Tätigkeit als Teamchef von Waldherr Motorsport nunmehr doch auch als Fahrer. Denn wer lässt den Vorwurf, verrückt zu sein, schon reaktionslos im Raum stehen?Luca Waldherr: „Nach Abwägung aller Für und Wider bin ich dann doch zur Überzeugung gelangt, dass ich meinen Fans und meinen Sponsoren gegenüber eigentlich verpflichtet bin, hier praktisch direkt vor meiner Haustür sportlich mitzufighten.“ Weshalb nicht nur der Citroen C3 Rally2 von Stohl Racing startklar gemacht wird, sondern auch Luca Waldherrs Copilotin Claudia Maier erfreut in ihren Rennoverall hüpft. „Eine Teilnahme von uns am Saisonfinale ist jedoch nur möglich“, ist es Waldherr wichtig zu erklären, „weil die Mannschaft rund um unseren Organisationsleiter Christian Luif großartige Arbeit leistet. Die Strapazen, die so eine Rallye-Vorbereitung mit sich bringt, sind sehr hoch. Aber unsere vielen freiwilligen Mithelfer sind mit viel Enthusiasmus für die OBM Rallye dabei.“
Um Luca Waldherrs schon in Mitleidenschaft geratene Akkus wieder in voll aufgeladenen Rennmodus zu bringen, kam ein vorgestern zu Ende gegangener Familienurlaub im italienischen Caorle gerade recht. „Es war sehr erholsam und daher sehr wichtig für meine persönliche Vorbereitung auf die Rallye. Wenngleich dadurch für einen Testlauf bislang keine Zeit war.“ Dieser wird jedoch nötig sein und wohl auch diese Woche nachgeholt, ist das Vizestaatsmeister-Duo Waldherr/Maier heuer doch nur ein einziges Mal, und zwar bei der ET König Rallye Mitte Juni im steirischen Murtal, zusammen im Rennauto gesessen – dort jedoch raste man als Dritter aufs Podest. Dies wäre auch für das Heimspiel im Wechselland ein Wunschresultat. Luca Waldherr: „Das wird aber bei der besonders speziellen Ausgangslage schwierig. Dass mit Hermann Neubauer, Michael Lengauer und Simon Wagner gleich drei herausragende Piloten im letzten ORM-Lauf des Jahres noch um den Titel kämpfen, ist einerseits für alle Fans und den österreichischen Rallyesport ein höchst erfreulicher Glücksfall. Andererseits wird dadurch die Möglichkeit auf einen Stockerlplatz noch schwieriger, als sie eh schon ist.“
Kurz gesagt: Für einen Platz unter den Top drei müsste schon einer der drei Titelkandidaten ausrutschen. „Aber dann“, so Luca Waldherr, „will ich der erste sein, der zur Stelle ist.“

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