Luca Waldherr vom Rennfieber eingeholt

Sieben Monate nach seinem letzten Einsatz steht der Niederösterreicher bei der ET König Rallye im Murtal wieder am Start. Dank Manfred Stohl sitzen er und Copilotin Claudia Maier in einem Citroen C3 Rally2.

Sieben Monate hat es Luca Waldherr ausgehalten. Sieben Monate durchs Eintauchen in die Arbeit in der neu gegründeten Firma die eigene Sucht unterdrückt. Letztendlich vergeblich, denn nun kam der Rückfall in die Realität eines jeden Rennfahrers. Sieben Monate nach seiner letzten Rallye im Land der 1000 Hügel 2025 sitzt Luca Waldherr wieder dort, wo er eigentlich hingehört – im Cockpit eines Rallye-Boliden der modernsten Art.
Luca Waldherr und seine bewährte Copilotin Claudia Maier stehen bei der ET König Rallye am kommenden Freitag und Samstag in Judenburg mit einem Citroen C3 Rally2 am Start. „Ich habe ursprünglich mit einem Opel Corsa Rally4 genannt“, sagt der Niederösterreicher. Dass er nun einen Allradler in der Topklasse steuert, verdankt er Manfred Stohls Aufmerksamkeit und dessen Spontanität. „Als Manfred im Internet gesehen hat, dass ich in der zweirad-getriebenen Kategorie genannt habe, hat er mich sofort angerufen und gemeint, ob ich nicht die Chance wahrnehmen möchte, in der stärksten Klasse mitzufighten und hat mir den Citroen C3 Rally2 recht günstig angeboten. Da konnte ich nicht nein sagen und muss mich bei Stohl Racing in aller Form bedanken. Zum Glück konnte ich das ursprünglich angegebene Fahrzeug knapp vor Nennschluss noch ändern.“
Die Vorfreude auf den Einsatz im Murtal ist beim Vize-Staatsmeister des Jahres 2024 jedenfalls enorm. „Dass ich wieder in einem Rally2-Auto sitzen kann, kommt ein wenig unverhofft, freut mich aber umso mehr, weil das nicht selbstverständlich ist. Geplant hatte ich das eigentlich nicht, weil meine Konzentration heuer mehr auf der Firma und bei meinen Kunden liegt.“


Dass es nun aber im Hause Waldherr dank Stohl Racing zum doch überraschenden Ausbruch des Rennfiebers gekommen ist, macht umso mehr Lust, weil dieses ohne jeglichen Druck ausgeheilt werden kann. Luca Waldherr: „Nachdem ich so lange keine Rallye gefahren bin, habe ich für den Lauf in Judenburg keinerlei Erwartungen. Das mit dem Rally2-Boliden ist so plötzlich gekommen, dass ich wahrscheinlich gar keinen Test mehr absolvieren kann. Es wird sich nur der Shakedown unmittelbar vor der Rallye ausgehen.“
Dankbar ist Luca Waldherr freilich nicht nur Manfred Stohl, „sondern auch meinen Sponsoren, die mir schon viele Jahre die Treue halten und hinter mir stehen. Ich hoffe, dass ich ihnen so knapp vor meiner heuer von mir veranstalteten Heimrallye im Wechselgebiet schon im Murtal ein wenig Freude bereiten kann.“

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