Andreas Kuchelbacher, derzeit einziger Österreicher in der NASCAR Euro Series, beendete das Rennen im italienischen Vallelunga auf dem siebenten Platz. Trotz eines schwierigen Rennverlaufs konnte der Großhöfleiner wichtige Punkte für die Europameisterschaft sammeln und reist als Gesamtfünfter zum großen Saisonfinale nach Zolder in Belgien.
Dabei sah es für Kuchelbacher über weite Strecken des Rennens sogar nach einem Spitzenresultat aus. Der Burgenländer lag lange Zeit auf dem hervorragenden zweiten Platz und konnte sich im Spitzenfeld behaupten. Zwei durch Unfälle ausgelöste Full-Course-Yellow-Phasen (FCY) brachten jedoch Unruhe in den Rennverlauf. Nach den Neutralisierungen fand Kuchelbacher nicht mehr zu seinem ursprünglichen Rhythmus zurück. Das Rennen wurde schließlich vorzeitig abgebrochen, wodurch für ihn am Ende Rang sieben zu Buche stand.
„Mein Team Speedhouse Racing hat einen Top-Job gemacht, das Auto war perfekt. Durch eigene Fehler und nach den Full-Course-Yellow-Phasen habe ich meinen Rhythmus nicht mehr gefunden. Das war letztlich die Ursache dafür, dass es nur zu Platz sieben gereicht hat“, analysiert Kuchelbacher selbstkritisch. Den Rennsieg sicherte sich Kuchelbachers Speedhouse-Racing-Teamkollege, der Portugiese Yann Cristovao.
Wichtige Punkte im Kampf um die EM-Plätze
Trotz Platz sieben verlief das Wochenende mit Blick auf die Meisterschaft nicht ohne positive Aspekte. Da der vor dem Rennen auf Rang drei der Gesamtwertung liegende Brite Parry Jacob als Letzter gewertet wurde, konnte Kuchelbacher wertvolle Punkte gutmachen.
Vor dem großen Finale im belgischen Zolder liegt der Österreicher nun auf Rang fünf der Europameisterschaft. Auf den vierten Gesamtrang fehlen lediglich drei Punkte, auf Platz drei beträgt der Rückstand zwölf Punkte. Damit bleibt vor dem Saisonfinale noch vieles möglich – zumal in Zolder doppelte Punkte vergeben werden. Der Kampf um einen Spitzenplatz in der Europameisterschaft ist für Kuchelbacher somit weiterhin völlig offen.
Zolder als gutes Pflaster für Kuchelbacher
Dass die Entscheidung ausgerechnet in Zolder fällt, dürfte beim Großhöfleiner zusätzliche Motivation wecken. Mit der belgischen Rennstrecke verbindet Kuchelbacher einige seiner größten motorsportlichen Erfolge. Bereits 2017 konnte er in Zolder die Meisterschaft für sich entscheiden. In den Jahren 2018 und 2019 erreichte er jeweils den dritten Gesamtrang, ebenso 2024. Die traditionsreiche Strecke ist für den Österreicher damit ein Ort, an den er mit zahlreichen positiven Erinnerungen zurückkehrt. Mit nur drei Punkten Rückstand auf Rang vier und zwölf Punkten auf Platz drei sowie der doppelten Punktevergabe beim Finale ist die Ausgangslage spannend. Für Andreas Kuchelbacher ist im Saisonfinale in Zolder noch alles möglich.
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