Spatenstich in Dornbirn: Umspannwerks-Erneuerung für höchste Versorgungszuverlässigkeit

Das Umspannwerk Dornbirn Süd versorgt rund 20.000 Haushalte und Betriebe in Vorarlbergs größter Stadt mit Strom. Die Vorarlberger Energienetze GmbH (vorarlberg netz) feierte den offiziellen Spatenstich für die Kompletterneuerung der bedeutenden Anlage.

Eine leistungsstarke Netzinfrastruktur gehört zu den Grundvoraussetzungen für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung und für die erneuerbare Energiezukunft. „Mit der Kompletterneuerung des Umspannwerks Dornbirn Süd setzen wir einen wichtigen Baustein für Vorarlbergs Stromnetz der Zukunft. Im Zuge des Projekts erhöhen wir die Leistungsfähigkeit des Umspannwerks und bereiten eine Einspeisung auf der 20-Kilovolt-Ebene vor – damit sind wir für den weiterhin steigenden Strombedarf gut gerüstet“, betonte vorarlberg netz-Geschäftsführer Tobias Haring. Das Unternehmen investiert rund 23 Millionen Euro in die Erneuerung, deren Abschluss für Ende 2027 avisiert wird.

Erneuerung bei laufendem Betrieb
Martin Dür, Leiter im Team Schaltanlagen und Transformatoren, stellte das Projekt vor, in dessen Zuge das Umspannwerk Dornbirn Süd als Indoor-Anlage neu errichtet wird. „Sämtliche Arbeiten finden bei laufendem Betrieb der Bestandsanlage statt. Damit bleibt die Dornbirner Stromversorgung während der gesamten Bauphase gesichert“, hielt Dür fest.
Im neuen Betriebsgebäude werden unter anderem drei Transformatoren mit einer Gesamtleistung von 145 Megavoltampere – bzw. 200.000 PS –, eine 145-Kilovolt-Hochspannungsschaltanlage und eine 10(20)-Kilovolt-Mittelspannungsschaltanlage ihren Platz finden. Darüber hinaus sind Räumlichkeiten für Schutz- und Leittechnik, Telekommunikation und Ortsnetzverteilung vorgesehen. Auf dem Dach des Gebäudes wird eine Photovoltaik-Anlage jährlich rund 70.000 Kilowattstunden sauberen Strom produzieren.

Erhöhte Netzstabilität
Neben der Umspannwerks-Erneuerung setzt vorarlberg netz aktuell ein weiteres Großprojekt für eine zukunftsfähige Infrastruktur in der Region um. Derzeit laufen in Dornbirn die Arbeiten für einen unterirdischen 110-Kilovolt-Doppelkabelkollektor, der in den kommenden Jahren die Umspannwerke Dornbirn Süd, Werben und Hohenems verbinden wird. „Damit wird die Hauptschlagader der Dornbirner Stromversorgung erneuert und eine zusätzliche Anbindung auf der Hochspannungsebene geschaffen, die für noch mehr Netzstabilität sorgt“, erläuterte Haring.
vorarlberg netz belegt sowohl im nationalen als auch im internationalen Vergleich Spitzenpositionen bei der Versorgungszuverlässigkeit. Im Jahr 2024 betrug die durchschnittliche jährliche Unterbrechungsdauer nur rund 2,9 Minuten. Um auch in Zukunft höchste Zuverlässigkeit in der Energieversorgung sicherzustellen, setzt das Unternehmen neben dem konventionellen Netzausbau auch auf sogenannte Smart-Grid-Ansätze, die es ermöglichen, die vorhandenen Netzkapazitäten noch besser zu nutzen.

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