Skoda Superb CombiTDI Green tec – Testbericht

„Combi“ der gehobenen Mittelklasse mit 5 Türen und 5 Plätzen.

Möchte man ein Auto, welches serienmäßig einen Regenschirm in der linken Fondtür hat und dahinter fast 16 Zentimeter Beinfreiheit, dann hat man es leicht bei der Auswahl.

Skoda Superb Combi_2014

Ein Rolls Royce Ghost ab gut 304.000,-Euro. Zu teuer? Entwarnung, der „Rolls“ ist nicht die einzige Auswahl. Skoda erfüllt ja auch die Ansprüche an Regenschirm und Platzangebot, im Falle des Testwagens Superb Combi Elegance TDI Green tec preislich hübsch „darunter“. Wie üblich kommen wir zum „Finanziellen“ aber erst beim Testfinale.

 Das Facelift

Im Zuge des Facelifts wurde nicht nur die Heckpartie der Limousine verschönert, auch der Combi – bei Skoda traditionell mit „C“ geschrieben – bekam die „Cooperate-identity“-Frontpartie, neue Farben und neue Designs bei den Leichtmetallrädern.
Geblieben ist freilich das überdurchschnittlich üppige Platzangebot. 2.761 mm! Diese nüchterne Zahl steht für das Radstand-Maß, verbunden damit ist eine Beinfreiheit, die in der populären Fahrzeugklasse einmalig ist und auch von so mancher Luxusklasse-Limousine nicht geboten wird. Als Fondpassagiere sitzt man wie in einer Lounge, die Rücksitze sind selbstverständlich serienmäßig beheizbar und wer das Logieren vollends bequem genießen möchte, bekommt – trefflich benannt – Fußstützen „Lounge Step“ mit Teppich bezogen. Diese hatte unser Testwagen nicht, aber um extrem günstige e 45,- die regulären Teppich-Fußmatten.

Sonst auch noch neun weitere Extras

Es ist ja kein Geheimnis, dass der Skoda Superb auf einer älteren VW Passat-Plattform basiert, was auf keinen Fall als Nachteil zu bewerten ist. Nach wie vor ist die nicht mehr taufrische Konstruktion gut für einen ordentlichen Fahrkomfort. Bei der Multimedia-Ausstattung und dem spärlichen Angebot an Assistenzsystemen wurde auch im Zuge der Modellpflege nichts geändert, hier wird der Nachfolger alle noch offenen Hausaufgaben sicherlich erledigen.
Top-Thema in jedem Testbericht ist der Motor. Sorry, dass wir jetzt keine Mega-Story bringen, denn die Rede ist vom bekannten Allrounder im Konzern, dem 2.0 TDI mit 103 kW/140 PS und einem Drehmoment von 320 Nm ab 1.750 – 2.500 U/min. Gut 1,6 Tonnen hat der Vier-Zylinder-Diesel zu bewegen und er hält die Fuhre flott in Schwung. Kommt es darauf an, erreicht man „den Hunderter“ schon nach 10,1 s, als „Tempo maximal“ gibt das Werk 211 km/h an.

Platzangebot & die Extras

Nur so zur Info, denn die wirklich griffigen Zahlen kommen noch – 633 und 1.865. Ja, richtig, das Kofferraumvolumen. Wer einen hervorragend geräumigen Kombi in der „leistbaren“ Klasse sucht, kommt am Skoda Superb Combi nicht vorbei. Als Extra hatte unser Testwagen den variablen und ausschiebbaren Ladeboden, eine feine Sache und zum Aufpreis von 210,- Euro eine Empfehlung wert. Parksensoren vorne und hinten werden um 330,- Euro geliefert und machen das Parken mit dem „Raumschiff“ etwas leichter, dennoch ist es nicht immer leicht, passende Lücken für ein Auto mit fast fünf Meter Länge zu finden. Ja, samt Anhängekupplung sind es exakt 4.932 mm, dieses Extra war auch am Testwagen dran, abnehmbar und mit 605,- Euro annehmbar eingepreist. Was bekommt man um 20,- Euro? Nicht viel? Skoda hat dazu eine andere Meinung und offeriert glatt ein Multifunktionslenkrad im Superb! Kein Druckfehler, kein Schmäh!
In Kombination mit der Freisprecheinrichtung mit Bluetooth um 260,- Euro kommt das praktische Lenkrad an Bord und ob des Angebots an Elektronik auf kleinstem Raum freut man sich, dass man damit auch „noch Lenken“ kann.
„KESSY“ muss ganz einfach erklärt werden, denn der – kesse – Name steht für schlüsselloses Schließ- und Startsystem und wird mit e 415,- berechnet. Ein Feature für Technik-Freaks. Metalliclackierungen sind die Evergreens jeder Aufpreisliste, denn bei den Uni-Lackierungen hat man auch beim Skoda Superb nur eine sehr übersichtliche Auswahl – alaska-weiß und pacific-blau. Dafür aber neun Metalliclacke, zum noch angemessenen Aufpreis von  530,- Euro.
Unser Testwagen strahlte brillant-silber-metallic.

Der Preis

Wie versprochen gibt’s jetzt ein paar Notizen zum Preis. Skoda rückt den oberklassig anmutenden Superb Combi als 2.0 TDI Green tec Elegance schon ab 34.510,- Euro raus, Regenschirm inklusive. Etwas Spaß muss sein, deshalb dieses Rechenexempel. (Fast) neun Skodas gäbe es zum Preis
eines Rolls-Royce Ghost in Basic-Ausstattung, Regenschirm ebenfalls dabei. Etwas ernsthafter sieht der Vergleich auf bürgerlichem Niveau aus: Opel Insignia, Ford Mondeo, Hyundai i40 sind die preislichen Konkurrenten, doch auch so mancher Interessent eines Audi A6 Avant, BMW 5er-touring oder Mercedes-Benz E-Klasse-T-Modells könnte den Skoda Superb plötzlich auf seiner Shopping-List beim nächsten Autokauf haben.
Das Preis-/Leistungs-Verhältnis ist einfach Spitze, die Produktqualität übrigens auch.

Technische Daten

Motor

4-Zylinder-Turbodiesel Common-Rail, 16 Ventile, DPF. 1.968 ccm, 103 kW/140 PS bei 4.200 U/min, 320 Nm ab 1.750-2.500 U/min.

Kraftübertragung

Frontantrieb, 6-Gang-Schaltgetriebe.

Fahrwerk

Vorderachse mit McPherson-Federbeinen mit Dreiecksquerlenkern, Einzelradaufhängung, Mehrlenker-Hinterachse. ESP. Scheibenbremsen, rundum belüftet, mit ABS. Servolenkung. Reifen 225/45 R 17.

Maße/Gewicht

Länge 4.932 mm, Breite 1.817 mm, Höhe 1.529 mm, Radstand 2.761 mm. Leergewicht 1.554 kg, Zuladung 638 kg. Kofferraumvolumen 633 bis 1.865 l. Tankinhalt 60 l. Wendekreis 11,7 m.

Fahrleistung:

Spitze 211 km/h, 0 auf 100 km/h in 10,1 s.

Verbrauch

ø-Norm: 4,6 l/100 km Diesel.

ø-Test: 6,5 l/100 km Diesel.

CO2-Emission: 121 g/km.

Ausstattung

ABS, Airbags, Alufelgen, Xenon, Klima, Lederlenkrad, Tempomat, Sitzheizung, LED-Lampe herausnehmbar, Heckklappe mit 2 Spots-Innenleuchten, Regenschirm in Fondtür-Ablagefach …

KFZ-Steuer

43,45 Euro monatlich bei jährl. Zahlung.

Preis

Skoda Superb Combi Elegance TDI Green tec ab 34.510,-Euro. Testwagenpreis e 37.115,- inkl. Extras, 5 % NoVA und MwSt.

 

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