Neue und alte Champions im Stockcar Racing Cup!

In Natschbach-Loipersbach kürten sich beim heutigen Schlusstag Bernd Herndlhofer (F2), Manuel Ungersböck (Saloon Cars), Rene Messner (80er Klasse) und Nico Kügler (Jugend) zu den Meistern 2026, Stefan Holzer (Heckklasse) stand schon vor dem Finale als neuerlicher Titelverteidiger fest.

Unter dem Motto „Auf zum letzten Gefecht“ ging heute in Natschbach-Loipersbach der fünfte und finale Renntag im Stockcar Racing Cup Austria 2026 über die Bühne. Über 800 begeisterte Besucher und mit 56 Teilnehmern ein wiederum riesiges Starterfeld waren dabei der unwiderlegbare Beweis für das enorme Wachstum dieser kurzweiligen Sandbahn-Action, die seit 14 Jahren besteht und seit schon 11 Jahren von Gerald und Nina Koloc und einem treuen Team im Rundherum kongenial organisiert wird. Gerade der Chef persönlich freilich fehlte heute als Crew-Mitglied. Weil Gerald Koloc noch an den ziemlich heftigen Folgen eines von ihm unverschuldeten Verkehrsunfalls leidet, wurde er perfekt von seinem Sohn Florian Koloc und Mario Zimmermann als umsichtiges Rennleiter-Duo vertreten.

Formel 2
Die Heerschar der Ford-F2-Piloten umfasste 18 Mann. Und diese lieferten sich, aufgeteilt in zwei Vorlaufgruppen turbulente Fights. Während Titelverteidiger Bernd Herndlhofer als klarer Favorit in den Renntag startete, waren die Augen der Fans unter vielen anderen auf den Holländer Sjoerd Kranenburg gerichtet. Der niederländische Stockcar-Champion 2019, der auch im Jahr 2023 in Natschbach-Loipersbach war, legte schon im Training beeindruckende Zeiten auf die Bahn und ließ solche auch in den gewerteten Läufen folgen.
Bernd Herndlhofer, der schon in den letzten beiden Jahren die F2-Gesamtwertung gewann, dominierte erwartungsgemäß die Vorläufe der Gruppe 1, ließ nur einmal Matthias Rumpler den Vortritt. Der schnelle Sjoerd Kranenburg hatte nicht weniger überraschend die Gruppe 2 voll im Griff, womit auch Herdlhofers einzigen zumindest noch theoretischen Titelkonkurrenten Franz Rumpler aus Grafenbach Punkte wegnahm. – Das A-Finale stand dann ganz im Zeichen von Sjoerd Kranenburg, der mit einer fantastischen Vorstellung das gesamte Feld mit sämtlichen heimischen Kapazundern hinter sich ließ. – Das Grande Finale, das der neue alte Meister Bernd Herndlhofer unbedingt gewinnen wollte, musste nach Kollisionen zwei Mal unterbrochen werden, ehe es dann abgebrochen wurde und nicht Herndlhofer, sondern so wie schon 2023 wieder der „fliegende Holländer“ Sjoerd Kranenburg als Sieger dastand.

Salooncars
Wesentlich dramatischer ging es bei den Salooncars zu. Hier waren 11 Autos am Start und hatten neben dem führenden Scheiblingkirchner Manuel Ungersböck (359 Punkte) mit Burkhard Köppel aus Ligist (-8 Zähler), Diana Schmoll aus Ternitz (-50), Peter Strass aus Drassmarkt (-57) und Christian Neuwirth aus Wulkaprodersdorf (-80) noch theoretische Titelchancen.
Manuel Ungersböck, der letztes Jahr noch in der Jugendklasse fuhr, untermauerte seine Titelträume vorerst mit einem zweiten Vorlaufplatz, ehe dann aber Hektik rund um ihn, genauer gesagt um seinen Opel Astra ausbrach. Wegen einer gerissenen Halbachs musste der Favorit den zweiten Vorlauf gänzlich auslassen und um einen weiteren Start bangen. Seine Mechaniker reparierten unter Hochdruck, und es ging es weiter. Jedoch hatte der Steirer Burkhard Köppel die Chance genützt und bis zum Beginn der Finalläufe seinen 8-Punkte-Rückstand auf nur noch drei Zähler verkürzt. – Mit einem Sieg im Finale setzte Manuel Ungersböck jedoch ein kräftiges Lebenszeichen, baute seinen Vorsprung vor dem abschließenden Gande Finale auf 14 Punkte aus. – Im Grande Finale ließen sich die beiden Titelkontrahenten nicht aus den Augen. Gewonnen hat Peter Strass vor Roman Führinger.
Burkhard Köppel holte Platz drei, Manuel Ungersböck fuhr sehr intelligent immer in Köppels Schatten und so auch zum Saloon-Titel 2026!

80er-Klasse
In der neu eingeführten 80er-Klasse, wo nur Fahrzeuge bis maximal 80 PS zugelassen sind, wurde heuer zum ersten Mal ein Meister gekürt. Auch hier können noch fünf Racer mit der Krone spekulieren. Der Ternitzer Rene Messner war als Führender mit 380 Punkten das Jagdobjekt Nr. 1. Seine Jäger waren Roland Anslinger aus Breitenau mit 30 Punkten Rückstand, Felix Vollnhofer aus Neunkirchen (-47), Martin Heinrich aus Breitenau (-48) und Sven Fuchs aus Ternitz mit 50 Punkten weniger.
In den Vorläufen ließ Martin Heinrich zwar zwei Mal die Muskeln spielen, jedoch hatte er jedes Mal Rene Messner direkt hinter ihm, wodurch Heinrich nur wenige Punkte gutmachen konnte. Und als sich Mesner dann im dritten Vorlauf durchsetzte, bog er damit endgültig und wohl auch verdient in die Spur Richtung Meistertitel 2026 ein! – Im Finale knöpfte Martin Heinrich als Zweiter hinter Sieger Hannes Kleinrath aus Wiesmath dem Dritten Rene Messner zwar noch einmal drei Punkte ab, dies trübte dessen Meisterstimmung jedoch nicht mehr wirklich. – Im Grande Finale setzte Rene Messner mit einer kontrollierten Darbietung einen Punkt hinter seine „Mission Titel 2026“. Dazu genügte ihm ein dritter Platz hinter Hannes Kleinrath und Martin Heinrich.

Heckklasse
Alles gelaufen war bereits in der Kategorie der Fahrzeuge mit Heckantrieb. Stefan Holzer aus Oberwart war seinen Konkurrenten so wie schon 2022, 2023, 2024 und 2025 auch heuer zu schnell und durfte schon nach dem vierten Renntag am 12. September seine vierte Titelverteidigung feiern.
Heute bestätigte der Burgenländer einmal mehr seine Klasse und gewann in überlegener Manier alle Läufe, die es zu gewinnen gab.

Jugendklasse
In der Jugendklasse wiederum brachte der 16-jährige Nico Kügler aus Diepolz einen Vorsprung von 37 Punkten auf den 14-jährigen Vorjahrs-Champion Jamie Holzer aus Oberwart in den finalen Renntag mit. Die ebenfalls 14-jährige Steirerin Cora Kraßnigg (-50) sowie die 16-jährige Yasmin Pospichal aus Bad Vöslau (-53) hatten zumindest Außenseiterchancen.
Nico Kügler ließ in den Vorläufen der Gruppe 1 nix anbrennen, Jamie Holzer zumindest im zweiten Vorlauf der Gruppe 2 jedoch Federn. Da war nämlich der 16-jährige Steirer David Roth aus St. Bartholomä schneller als der Burgenländer. – Das Finale holte sich dann Jamie Holzer vor Nico Kügler. Den Meistertitel 2026 ließ sich der Zweitplatzierte aber nicht mehr nehmen!
In der Jugend-Gruppe 3 durften ohne Wertung die Neulinge Nico Riegler (12 Jahre) aus Loipersbach, Luca Windbacher (16 Jahre) aus Hirtenberg, Tina Sophie Anslinger (13 Jahre) aus Breitenau und Valentina Lang (12 Jahre) aus Ternitz so quasi als Vorbereitung aufs nächste Jahr ihre Runden drehen.

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