Sie klingeln und versprechen viel für wenig Geld. Sie reinigen den Vorplatz, die Fassade oder die Terrasse. Sie streichen, sie sanieren, sie packen an, alles zu einem Preis, der kaum zu glauben ist. Wer zusagt, bekommt oft schlechte Arbeit und eine Rechnung, die jedes Maß sprengt. Die Arbeiterkammer Vorarlberg warnt vor diesen „fahrenden Handwerkern“. Sie ziehen von Tür zu Tür oder werben mit Flyern in Briefkästen und Zeitungen. Besonders im Visier haben sie ältere Menschen.

Die Anbieter reinigen Vorplatz, Fassade oder Terrasse und zeigen Vorher-Nachher-Fotos als Beweis ihres Könnens. Sie versuchen, Vertrauen mit einer Firmenadresse in Vorarlberg oder mit dem Landeswappen auf ihren Prospekten zu wecken. Nach Einschätzung des AK Konsumentenschutzes besitzen sie sehr wahrscheinlich keine Gewerbeberechtigung in Österreich.
„Das Wappen und die Adresse sollen Heimatnähe vortäuschen“, sagt Burtscher. „Mit Qualität aus Vorarlberg hat das nichts zu tun. Auch ein Flyer im Briefkasten oder eine Anzeige in der Zeitung sagt nichts über die Seriosität des Anbieters.“
Die AK rät, Angebote entschlossen abzulehnen und weder An- noch Vorauszahlungen zu leisten. „Lassen Sie sich nicht drängen“, sagt Burtscher. „Haben die Leute schon zu arbeiten begonnen, um Druck aufzubauen, rufen Sie die Polizei. Wer nach der Gewerbeberechtigung fragt, erlebt meist, wie schnell die ‚Handwerker‘ verschwinden: schneller, als sie gekommen sind.“
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