NASCAR Euro Series in Most: Viel Pech für Patrick Schober

Vor fast 45.000 zufriedenen Fans präsentierte sich bei sonnigem Spätsommerwetter in Most die spannende und bunte NASCAR Euro Series. Der österreichische Spitzenfahrer Patrick Schober kam natürlich mit hohem Erwartungen nach Nordböhmen. Er wurde aber von viel Pech eingebremst…

Samstag: Griechischer Sieg und Schobers Blindflug auf Platz fünf
Die Qualifikation der NASCAR-Open-Klasse endete gemäß den Erwartungen des Publikums: Der Schnellste war der Einheimische Martin  Doubek. Der Pilot des Teams Hendriks setzte sich nur mit 76 Tausendstelsekunden Vorsprung vor dem gut gelaunten Griechen (!) Thomas Karsonis (PK Carsport) durch. Der Dritte, Bruno Mulders (Beekemolen), lag nur um weitere 62 Tausendstelsekunden zurück. Schober war zwar guter sechster, mit diesem Ergebnis allerdings unzufrieden: „Das Auto lag absolut top und ich war noch vier Kurven vorm Ende meiner letzten Runde  schnellster. Ich wollte aber die „Pole“ zu sehr und verbremste mich leicht unter dem Werbebogen oben.“
Als größte Persönlichkeit im Paddock, fuhr der frühere F1-Pilot Michael Bleekemolen, die 16. Zeit. Die unbestrittene „Hauptattraktion“ des Fahrerlagers, die Deutsche „Happinessa“ (alias Vanessa Neumann), hatte Pech und die anwesende Armee ihrer männlichen Fans erlebte keinen schnellen Versuch der Nordschleifen-Spezialistin: Das Auto des Teams Bremotion hatte Elektrikprobleme…
Am Samstag sahen die Fans ein sehr turbulentes Rennen. Bereits die erste Durchfahrt der ersten Schikane endete in einem allgemeinen Gerangel, wobei nur wenige Fahrzeuge auf dem Asphalt blieben. Als Rauch und Staub sich legten, führte Jordan O’Brien vor Mulders, da Doubek ins Kies musste  und Krasonis in die Auslaufzone auswich. Es wurde neutralisiert und nach dem Neustart rückte der Italiener Claudio Cappelli auf den dritten Platz vor, während sich Doubek von Platz 6 nach vorne kämpfte. Schober hielt sich konstant in den top10. Vor allem des Tscheche Doubek zeigte einen strammen Zug nach vorne – allerdings nur bis zu dem Moment, als ihn Cappelli in der Schikane von hinten anrempelte.
Zunächst durfte sich daher O’Brien über den Sieg freuen, er wurde aber nachträglich für einen zu frühen Neustart bestraft und so ging die volle Punktzahl an den schnellen Krasonis. Patrick Schober wurde „nur“ Fünfter, was er einem Blindflug der Schlussphase verdanke: „ Ein Gegner vor ihm hat sehr viel Öl verloren. Meine verschmutzte Windschutzscheibe und die tief stehende Sonne machten es leider unmöglich, dass ich wirklich attackieren könnte…“ Der erfahrene Mid-Siebziger Bleekemolen belegte den 12. Platz, nur Happinessa erlebte keinen „Happy-Saturday“: Ihr Team konnte den Elektrik-Defekt nicht beheben und ihr Wagen fuhr am Start nicht los…

Sonntag: Zweiter Sieg für Hellas, Schrott bei Schober
Am Sonntag hatte Doubek einen guten Start und führte vor O’Brien. Nach einer der Kollision zwischen Schober und Marzi wurde jedoch neutralisiert. „Ich setzte gerade zum Überholen an, als am Wagen des Gegners ein Reifen explodierte. Er ist mir in die Seite gefahren. Mein Auspuff und Aufhängung haben´s nicht überstanden…“ , kommentierte ein niedergeschlagener Schober seinen Sonntags-Nuller.
Beim Restart war der Grieche Krasonis irgendwie wacher, als Lokalmatador Doubek. Es folgte ein spektakulärer Vierkampf um die Spitze. Zu Krasonis, Doubek und O’Brien gesellte sich nämlich Cappelli! Für den Amerikaner endete dieser Kampf mit einem ramponierten Auto und Platz 5, während Krasonis seinen zweiten Sieg des Wochenendes mit einer Sekunde Vorsprung vor Doubek feierte. Der Teilnehmer der GP USA 1978 (ATS) Michael Bleekemolen wiederholte den 12. Platz vom Samstag, und Playmate Happinessa bewies, dass sie nicht nur zum Autogrammschreiben nach Most gekommen ist: Sie schob sich zeitweise auf den 16. Platz vor, den sie am Ende jedoch wieder verlor: „Ich habe mich kurz vor Schluss vor der Schikane verschalten, was einen Dreher zur Folge hatte…“
Schober liegt in der Gesamttabelle auf Rang 4 und hat auf den Leader einen Rückstand von nur 22 Punkte. Der Titelgewinn ist für den 21jährigen also immer noch in Griffweite.

Ergebnis Sonntag:
1. Thomas Krasonis, PK Carsport
2.  Martin Doubek, Hendriks
3. Claudio Cappelli, Alex Caffi
4. Thomas Dombrowski, PK Carsport
5. Jordan O´Brien, CC
6. Bruno Mulders, Bleekemolen

Text und Foto: Roman Klemm

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