Jan Mohr bei der Euromoto Runde 2 in Brünn

Am vergangenen Wochenende fand das zweite Event der Euromoto Superbike Meisterschaft im tschechischen Brünn statt. Nach einem schweren Start am Sachsenring vor drei Wochen war Jan Mohr hoch motiviert in Brünn einen Schritt nach vorne zu machen.

Am Freitag konnten Jan bei Sonnenschein und Hitze gut performen. Am Ende des Tages belegte er Rang 8, jedoch fehlten ihm auf der längsten Strecke im Kalender lediglich 0.5 Sekunden auf die Bestzeit. Da sich seit dieser Saison nur noch die ersten 6 direkt für das 2. Qualifying vorqualifizieren (früher waren es die ersten 10), musste Jan Mohr am Samstag durch das erste Qualifying, wo wiederum die ersten drei in das 2. Qualifying kamen.
Nach einem weiteren guten Schritt am Samstagmorgen, wobei er insgesamt die sechstbeste Zeit fuhr, war er zuversichtlich, dass er ein gutes Quali haben würde. Exakt 10 Minuten vor dieser entscheidenden Session zog eine einzige Wolke über Brünn und es begann kurz zu regnen. Nun war die Strecke feucht, begann aber schon wieder abzutrocknen. Da das Qualifying nur über 15 Minuten geht fuhr Jan sofort als erster Fahrer mit Regenreifen raus, um die Bedingungen einschätzen zu können. Es war sehr rutschig und seiner Meinung nach noch nicht für Trockenreifen geeignet. Doch dann trocknete es sehr schnell auf und ein paar Fahrer hatten abgewartet und fuhren anschließend mit dem Trocken-Setup raus. Die Session war zu diesem Zeitpunkt schon fast beendet und Mohr konnte nicht mehr in die Box fahren, um die Reifen zu wechseln. Er landete auf Rang 7 in Qualifying 1 und somit war der Samstag für ihn beendet.
Dies bedeutete Startplatz 13 für die Rennen (7. In Q1 + die ersten 6 vom Freitag, die schon vorqualifiziert waren) Jan und die ganze Crew waren extrem frustriert und verärgert. Ihnen war klar, dass wir den Speed für eine gute Startposition hatten, und nun wurde es zum Glücksspiel, das sie leider verloren haben. Da das gesamte Feld so eng zusammen war wussten sie, dass ihm diese Startposition das Leben am Sonntag sehr schwer machen wird.
Und genau so war es auch. In beiden Rennen konnte Jan ab Rennhalbzeit genau die Rundenzeiten von den 3. oder 4. Platzierten fahren, aber leider verlor er zu viel Zeit zu Beginn, als er die Positionen gutmachen musste. Am Ende des Tages fuhr Jan Mohr einen 10. und einen 9. Rang ein.
„Ich bin zufrieden mit den Rennen an sich, da ich wirklich alles mir Mögliche getan habe, um irgendwie nach vorne zu kommen und die Lücke zuzufahren, aber der bittere Nachgeschmack vom Samstag bleibt auch nach dem Wochenende noch zurück. Wir werden hart arbeiten, um beim nächsten Rennen noch schneller zu sein und unsere Chancen besser zu nutzen“, resümiert Jan Mohr das Wochenende.

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