Mit Investitionen von rund zwei Millionen Euro verbessert der Automobilzulieferer Hoeckle aus Langenegg (Vorarlberg) seine Produktivität. Neue Maschinen zur Endkontrolle von Kurbelwellen und Pleuelstangen und eine Feinmesstechnik-Anlage automatisieren wichtige Arbeitsschritte und sichern die hohe Qualität. Mit den topmodernen Technologien will Hoeckle seine Rolle als Präzisionshersteller festigen und neue Marktsegmente im Mobilitätssektor erschließen. Die langfristige Strategie wird durch die neue Eigentümerstruktur unterstrichen.

Hoeckle ist Spezialist für Kurbelwellen und Pleuelstangen. Das Unternehmen fertigt seit 2000 in Langenegg hochwertige Komponenten für Automobilhersteller. Rund 175 Mitarbeitende erwirtschaften in diesem Jahr einen Umsatz von rund 33 Millionen Euro. Mit den neuen Maschinen, Automatisierung und digitalen Lösungen steigert Hoeckle erneut Effizienz und Produktivität. Das Unternehmen investiert dazu heuer rund zwei Millionen Euro. Weitere Investitionen sind bereits geplant.
Schon im Einsatz ist die neue Anlage für die Endkontrolle von Kurbelwellen. Die speziell für Hoeckle konzipierte Anlage des österreichischen Maschinenbauspezialisten Alpine Metal Tech kombiniert drei Arbeitsschritte: messen, montieren und beschriften. Die Endkontrolle von Pleuelstangen wird in den kommenden Monaten ebenfalls automatisiert. Eine Messtechnikmaschine ermöglicht künftig die taktile Erfassung von Rauheiten, Welligkeit und Konturen im Mikrometer-Bereich. Damit stärkt Hoeckle die interne Qualitätssicherung. Neue Software-Lösungen für Instandhaltung, Konstruktion und Produktion runden die Modernisierung ab.
Bekenntnis der Eigentümer zum Unternehmen
Seit Jahresbeginn ist Hoeckle im Besitz von Alpen Automotive Investors. Hinter dem Konsortium stehen dieselben Eigentümer wie hinter der tschechischen Jet Investment Gruppe, die Hoeckle 2017 übernahm. „Der Schritt ist ein Bekenntnis unserer Eigentümer zum Unternehmen und zum Standort. Das bestärkt unsere Mission und gibt uns Sicherheit“, betont Hoeckle-Geschäftsführer Benjamin Maahs: „Wir wollen unsere Position als Premium-Partner unserer Kunden festigen und gleichzeitig neue Geschäftsfelder abseits der traditionellen Verbrennermotoren erschließen.“
Kosten stabilisiert
Mit den Prozessverbesserungen und einer Reduktion der Nachtschichten konnte Hoeckle in den vergangenen zwei Jahren die Kosten stabilisieren und seine Wettbewerbsfähigkeit sichern. „Unsere Maßnahmen zeigen Wirkung. Trotz der herausfordernden Marktbedingungen konnten wir die Profitabilität bei stabilem Umsatz aufrechterhalten“, erklärt Maahs. Neben der Automatisierung setzt der Geschäftsführer den Fokus auf die Fachkräfte des Unternehmens. Auch die eigene Ausbildung gewinnt an Bedeutung. Künftig will Hoeckle jedes Jahr zwei bis drei Lehrlinge aufnehmen.
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