Der Große Preis von Mexiko hatte zwei große Gewinner und einige Verlierer. Max Verstappen gewann das Rennen und Kimi Antonelli wurde mit einer fehlerfreien Leistung Weltmeister. Auf der anderen Seite hat Ferrari einen relativ sicheren Triumph verspielt und Teams wie Cadillac und Aston Martin haben ihre technische Unfähigkeit, auf so hohem Niveau zu konkurrieren, nur erneut bestätigt.
Qualifikation:
Am Samstag überraschte der fast 42-jährige Oldie Lewis Hamilton. Der ehemalige Champion holte für Ferrari die erste Pole-Position der Saison. George Russell im schnelleren der beiden Mercedes war nur 9 Tausendstelsekunden langsamer. In Hundertstelsekunden-Abständen reihten sich dahinter Charles Leclerc im zweiten Scuderia-Auto, der mürrische Max Verstappen (Red Bull) und Kimi Antonelli, den vielleicht seine Grippe zusammen mit der Last der Favoritenrolle etwas ausgebremst hat, ein.
Das Haas-Team hat in Mexiko seine fast zweijährige Zusammenarbeit mit dem immer blassen Franco-Spanier Esteban Ocon vorzeitig beendet, und so kam der relativ unbekannte Japaner Ryo Hirakawa zu einem unerwarteten Debüt. Der 32-jährige Werksfahrer von Toyota konnte mit seiner 19. Zeit immerhin Strolls Aston Martin und beide konkurrenzunfähige Cadillacs schlagen…
Rennen:
Die Situation von Antonelli vor dem Start entsprach der eines Elfmeterschützen vor einem leeren Tor: Um sich vorzeitig den Titel zu sichern, musste er schlechtenfalls als 9. ins Ziel kommen – „a g´mahte Wies´n“…
Den langen Anlauf in die erste Kurve meisterte Hamilton am besten, bereits in der 4. Kurve griff ihn jedoch sein „Kollege“ Leclerc sehr aggressiv an. Ihre Autos kollidierten, sie kamen kurz von der Strecke ab – und die Scuderia hat damit einen relativ leichten Sieg weggeworfen. Hamilton tröstete nur wenig, dass Leclerc für diese Aktion eine 5-Sekunden-Strafe erhielt. Auf dem Asphalt führte jetzt Leclerc vor Verstappen, Hamilton und dem unscheinbaren, aber zuverlässigen Antonelli. Den ausverkauften Tribünen bot der Liberty-F1-Zirkus dann einen eher langweiligen Gänsemarsch, bei dem jeder Fahrer sein eigenes, von der Strategie bestimmtes „Zeitfahren“ absolvierte.
Als Leclerc später seine Strafe „absaß“, hat ihn Verstappen überholt. Eine weitere langweilige Prozession „würzte“ nur Bottas’ Unfall: Beim Cadillac des Finnen brach unter Bremsbelastung einfach die ganze Vorderaufhängung! Wer will sich 2026 noch über die früheren Idealisten von Life, Andrea Moda oder Connew lustig machen? Millionenverschlingende Organisationen wie Cadillac und Aston Martin sind ähnlich peinlich! Beide grünen Astons zogen sich zu Beginn des Rennens freiwillig zurück.
Der debütierende Hirakawa verbrachte das Rennen unter „Seinesgleichen“ wie Albon und Sainz am Ende des Feldes, was heutzutage mit Punkten belohnt wird.
Nach dem Neustart holte Verstappen sich seinen 3. Saisonsieg. Dahinter überholte Antonelli Leclerc und sicherte sich mit dem dritten Platz souverän den Weltmeistertitel 2026.

Ergebnis, Mexico-City:
1. Max Verstappen, Red Bull
2. Lewis Hamilton, Ferrari
3. Kimi Antonelli, Mercedes
4. Charles Leclerc, Ferrari
5. Lando Norris, McLaren
6. George Russell, Mercedes
7. Liam Lawson, Racing Bulls
8. Gabriel Bortoletto, Audi
9. Isack Hadjar, Red Bull
10. Ryo Hirakawa, Haas
Gesamtstand F1-WM:
1. Kimi Antonelli 380 P.
2. Max Verstappen 261 P.
3. Lewis Hamilton 259 P.
4. George Russell 250 P.
5. Charles Leclerc 245 P.
Text und Foto: Roman Klemm
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