Lokalmatador Reini Taus geht am 24. Mai in Gasen als Favorit an den Start. Weit über 100 Starter nehmen es mit dem Cup-Leader auf, darunter auch Herbert Perwein nach seinem Übersbach-Crash.

Ein echtes Juwel im Rennkalender markiert bereits die Saisonhalbzeit im Herzog Motorsport Bergrallye-Cup und Bergrallye-Pokal der AMF. Die 2,3 Kilometer lange Bergrallyestrecke mit Start in der Ortschaft Gasen und Ziel am Straßegg zählt zu den beliebtesten Rennen des Bergjahres. Mit bereits 110 Nennungen (ohne Regularities) eine Woche vor dem Nennschluss ist auch in diesem Jahr wieder mit großem Andrang im Almenland zu rechnen.
Entsprechend anspruchsvoll gestaltet sich auch die Fahrerlagerplanung im Vorfeld: „Es wird eng und knuffig“, lacht Veranstalter Stefan Wiedenhofer. Das Fahrerlager, das durch den gesamten Ortskern verläuft, sei bereits erweitert worden, damit auch wirklich alle Teilnehmer Platz finden. „Wir sind im Zentrum natürlich beschränkt, haben aber schon im Vorfeld Ausweichmöglichkeiten reserviert.“

Viele Fahrer reisen bereits am Freitag an und bleiben bis Montag. „Denen gefällt’s so gut in der Oststeiermark, dass sie das Rennen gleich mit einem Kurzurlaub verbinden.“ Kein Wunder also, dass auch Tourismusverband und Gemeinde die Veranstaltung unterstützen. „Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich Bürgermeister Erwin Gruber, der die Bergrallye schon lange unterstützt. Die Region steht klar hinter der Veranstaltung“, betont Wiedenhofer. Erstmals war die Strecke 2017 im Kalender, nach einer COVID-Pause kam es 2023 zum großen Comeback. In diesem Jahr übernimmt das Wiedenhofer Rallye Team wie schon von 2017 bis 2019 die Veranstalterrolle, nachdem zuletzt der Pailix Motorsportclub verantwortlich war.
Aufgrund der hohen Teilnehmeranzahl werden die Startintervalle auf bis zu 20 Sekunden verkürzt, um zwei Trainings- und drei Rennläufe absolvieren zu können – damit kommen auch die Zuschauer den ganzen Renntag über auf ihre Kosten. Von den Parkplätzen rund um Gasen werden die Besucher per Shuttledienst an die Strecke und wieder retour gebracht. Bestens versorgt werden die Besucher von den Wirtshäusern im Ort sowie von der Freiwilligen Feuerwehr entlang der Strecke. Wiedenhofer dazu: „Regionalität wird bei uns großgeschrieben.“ Wie bei vielen Bergrallyes ist auch in Gasen die Organisation Familiensache: „Die ganze Familie hält zusammen – meine Frau, meine Kinder und viele weitere Helfer machen die Veranstaltung erst möglich. Wir sind trotz der Veranstalterpause ein eingespieltes Team!“

In der Bergrallye-Super-Cup-Wertung über alle (modernen) Klassen hinweg führt Reinhold Taus (Subaru Impreza P4 Turbo) nach seinem Sieg in Übersbach mit neun Punkten Vorsprung vor Kitzeck-Sieger Rupert Schwaiger (Porsche 911 Biturbo). Mit Peter Probhardt (Mitsubishi WRC05) hat sich ein weiterer Steirer in die Top-3 nach vorne geschoben. Mit Patrick Mayer (VW Golf I, Niederösterreich) liegt der erste Nicht-Steirer auf Rang vier. Herbert Perwein (VW Golf I 4WD) liegt derzeit auf Rang fünf (mit 24 Punkten Rückstand auf Taus) und ist nach seinem Unfall in Übersbach wohl aus dem Titelrennen: „Es war nur ein minimaler Fehler – neben der Ideallinie war so wenig Grip, dass ich zwei Meter vor dem Ziel in den Siloballen gekracht bin.“
Während Perwein unverletzt blieb, wurde sein Auto ordentlich beschädigt: „Zuerst wollten wir noch am Rechbergrennen teilnehmen, aber das wäre nur eine halbe Sache geworden. Wenn ich fahre, dann auch hundertprozentig vorbereitet. Das Rechbergrennen gibt es auch im kommenden Jahr wieder …“ Aus der Bergrennszene gab es viel Zuspruch, was den Salzburger auch zur schnellen Rückkehr motivierte: „Viele haben ihre Hilfe oder Teile angeboten, das war echt ein Wahnsinn!“ Für Gasen plant er nun die Rückkehr und den Angriff auf den Tagessieg.

Tabellenführer nach 3 von 7 Veranstaltungen:
Reinhold Taus (Klasse 1), Peter Probhardt (2a), Stefan Wiedenhofer (2b), Didi Sternad (3a), Heiko Fiausch (3b), Patrick Mayer (4a), Sebastian Huber (4b), Patrick Flechl (5a), Florian Neuherz (5b), Stefan Franischen (6).

Historische: Daniel Artauf/Dominik Neumann (10), Manfred Zöchling (11), Jo Krammer (12), Harald Neuherz (13), Patrick Ulz (14), Nino Schanes (15).
Alle Punktestände finden Interessierte auf www.bergrallye.at

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