Die neuesten Zahlen des Österreichischen PKW Marktes im Dezember 2021

Pkw-Markt in Österreich 2021: VW Konzernmarken performen besser als der Markt und steigern Marktanteil auf ein Rekordhoch von 37 Prozent

– Automarkt bleibt mit 239.803 Pkw-Neuzulassungen um 3,6 Prozent hinter dem Vorjahr zurück und beendet das Jahr auf dem niedrigsten Niveau seit 1984
Volkswagen Konzernmarken steigern trotz angespannter Liefersituation mit 88.640 Neuzulassungen ihren Marktanteil um 0,7 Prozentpunkte
Volkswagen bereits zum 65. Mal in Folge die meisterverkaufte Marke des Landes; Škoda komplettiert Doppelerfolg im Markenranking; Audi legt als einzige Premiummarke bei den Neuzulassungen zu; Cupra startet bei erstmaliger Gesamtjahres-Erfassung mit 0,8 Prozent Marktanteil
Volkswagen auch bei den Elektrofahrzeugen bereits Nummer 1 am Markt; vier Konzernmodelle in den Top Ten der Elektromodell-Hitparade platziert
„Das Autojahr 2021 ist abgehakt. Unsere volle Konzentration gilt jetzt 2022, welches uns alle wieder fordern wird. Eine schnelle Trendwende ist nicht in Sicht, aber wir gehen davon aus, dass der heimische Pkw-Markt ein Potenzial von bis zu 265.000 Fahrzeugen hat und damit eine Steigerung von rund 10 Prozent gegenüber Vorjahr realistisch ist“, sagt Dr. Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg.

Der österreichische Pkw-Markt kam mit insgesamt 239.803 Neuzulassungen um 3,6 Prozent hinter dem Ergebnis des Vorjahres zu stehen. Aufgrund des Fehlens von Halbleitern und den daraus resultierenden Lieferengpässen hat der heimische Automarkt ab Jahresmitte kontinuierlich an Fahrt verloren. Die Neuzulassungen im Monat Dezember sanken mit 17.648 Fahrzeugen sogar um mehr als ein Viertel (-25,8 Prozent) unter jene des Vorjahresmonats. Unterm Strich bedeuten knapp unter 240.000 Neuzulassungen im vergangenen Autojahr das niedrigste Niveau seit 1984.
Die Volkswagen Konzernmarken waren mit 88.640 neu zum Verkehr zugelassenen Fahrzeugen stabil auf hohem Marktanteilsniveau unterwegs. Mit 37 Prozent konnte der Marktanteil sogar um 0,7 Prozentpunkte gegenüber 2020 auf ein neues Rekordniveau gesteigert werden. Im zweiten Corona-Krisenjahr in Folge haben sich die Volkswagen Konzernmarken mit einem Minus von 1,8 Prozent ein weiteres Mal besser behaupten können als der Gesamtmarkt, der gegenüber dem bereits schwachen Autojahr 2020 bei den Neuzulassungen nochmals um 3,6 Prozent schrumpfte.
„2021 hat uns zum zweiten Mal in Folge einen historischen Neuzulassungs-Tiefstand am heimischen Pkw-Markt beschert. Das Potenzial für ein gutes Autojahr war, wenn man die Verkäufe betrachtet definitiv da, aber Corona und der Chipmangel haben zu extrem langen Lieferzeiten geführt, die sich 2021 mit voller Wucht in der Neuzulassungsstatistik negativ niedergeschlagen haben“, fasst Dr. Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg das abgelaufene Autojahr zusammen.
„Wir haben dank der Kraft unserer Marken, unserem jungen und breit aufgestellten Modellportfolios sowie einer starken Vertriebsleistung das schwierige Autojahr 2021 gut gemeistert. Leider bilden sich die guten Verkäufe aufgrund der bekannten Gründe nicht in den Neuzulassungen ab. Wir hoffen im kommenden Jahr auf eine schrittweise Stabilisierung, damit wir die im letzten halben Jahr aufgestauten Mobilitätsbedürfnisse unsere KundInnen bedienen können“, sagt Dr. Hans Peter Schützinger.
Im heimischen Markenranking belegen Volkswagen (bereits zum 65. Mal in Folge) und Škoda die ersten beiden Plätze. Seat blieb aufgrund mangelnder Belieferung im Jahresfinish „nur“ der vierte Platz, auch da die aufstrebende Marke Cupra in 2021 erstmals getrennt von Seat in der Neuzulassungsstatistik erfasst wird. Erfreulich auch die Performance der Marke Audi, die als einzige der drei führenden Premiummarken ihre Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr steigern und sich so deutlich vor anderen Volumenherstellern platzieren konnte. Geschlossen stark präsentierten sich die Konzernmodelle auch in der Hitparade der beliebtesten Fahrzeuge – in den Top Ten sind wieder sieben platziert, in den Top 20 sogar 13.

Volkswagen Konzernmarken auch bei den Elektrofahrzeugen führend
Gewinner des Autojahres 2021 in Österreich war die Elektromobilität, die gepusht durch staatliche Förderungen und Investitionsanreize sowie einer Vielzahl an neuen Modellen mit 33.366 Fahrzeugen ihren Marktanteil zum Vorjahr auf 13,9 Prozent steigern und damit mehr als verdoppeln konnte (2020: 6,4 Prozent). Auf den heimischen Straßen ist damit jede siebte Neuzulassung bereits vollelektrisch unterwegs.
Die herausragende Marktstellung der Volkswagen Konzernmarken zeigt sich auch bei den Elektrofahrzeugen – mit 11.772 neu zum Verkehr zugelassenen Fahrzeugen und einem Marktanteil von 35,3 Prozent ist jedes dritte vollelektrische Fahrzeug auf den heimischen Straßen mit einem Logo aus dem Volkswagen Konzern unterwegs.
Im Markenranking der E-Fahrzeuge liegt Volkswagen mit 5.881 Fahrzeugen an der Spitze, Škdoa folgt mit 2.329 Fahrzeugen auf Platz 4 und Audi mit 2.124 Fahrzeugen auf Platz 5. Die Beliebtheit der Volkswagen Konzernmarken bei Elektrofahrzeugen unterstreicht auch ein Blick auf die E-Modellhitparade: Mit dem ID.3 (2.), ID.4 (3.), ENYAQ iV (4.) und dem Audi e-tron (7.) sind gleich vier Modelle in den Top Ten zu finden.

Ausblick auf das Autojahr 2022
Für das kommende Jahr ist davon auszugehen, dass die Marktbedingungen weiterhin volatil und herausfordernd bleiben. Mit der erwarteten Eindämmung der Pandemie und einer prognostizierten schrittweisen Entspannung der Halbleiterthematik und stabileren Belieferung sollte der spürbare Trend zum Autokauf weiter anhalten. Die E-Mobilität wird nicht zuletzt durch die Verlängerung der Förderungsmaßnahmen sowie neuen Modellen für Unternehmer und Private attraktiv bleiben, damit weiter Fahrt aufnehmen und deutliches Marktwachstum erfahren.
„Das Autojahr 2021 ist abgehakt. Unsere volle Konzentration gilt jetzt 2022, welches uns alle wieder fordern wird. Eine schnelle Trendwende ist nicht in Sicht, aber wir gehen davon aus, dass der heimische Pkw-Markt ein Potenzial von bis zu 265.000 Fahrzeugen hat und eine Steigerung von rund 10 Prozent gegenüber Vorjahr realistisch ist. Das wäre ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Erholung; das wahre Marktpotenzial liegt aus unserer Sicht jedoch ungleich höher“, sagt Dr. Hans Peter Schützinger.
„Was die Volkswagen Konzernmarken betrifft, wollen wir 2022 unsere ausgezeichnete Marktposition nachhaltig festigen und uns bei den Neuzulassungen wieder sukzessive Richtung Vorkrisenniveau bewegen, sofern eine ausreichende Belieferung möglich ist“, sagt Dr. Hans Peter Schützinger. Betreffend E-Mobilität fügt er abschließend noch hinzu: „Unser Angebotsportfolio hat in den letzten Monaten rasant zugelegt und es sind noch zahlreiche attraktive Neuerscheinungen in der Pipeline. Wir erwarten uns für das kommende Autojahr, dass der Absatz vollelektrischer Fahrzeuge bei den Volkswagen Konzernmarken in Österreich die 20 Prozent-Hürde überspringen wird.“

Die Volkswagen Konzernmarken im Überblick:
Volkswagen Pkw
schließt mit 35.966 Neuzulassungen das Jahr 2021 ab und führt damit zum 65. Mal in ununterbrochener Reihenfolge (seit 1957) die Markenhitparade des Landes an – auch im Markenranking der E-Fahrzeuge ist Volkswagen die klare Nummer 1. Mit 15 Prozent Marktanteil trägt beinahe jedes sechste in Österreich neu zum Verkehr zugelassene Fahrzeug das VW-Logo am Kühlergrill. Mit dem Golf, T-Roc, VW Bus und Polo sind auch wieder vier Volkswagen in den Top Ten der Modellhitparade platziert; der ID.3 und ID.4 belegen bei den beliebtesten E-Modelle die Plätze 2 und 3.

Die Marke Škoda belegt mit 21.808 neu zum Verkehr zugelassenen Fahrzeugen im Markenranking wieder souverän Platz zwei (9,1 Prozent Marktanteil). Mit dem Octavia (2.) und Fabia (6.), der erst kürzlich in seiner neuesten Generation in den Markt gestartet ist, sind wiederum zwei Modelle in den Top Ten vertreten; mit dem Enyaq iV (4.) ist auch im Ranking der gefragtesten E-Fahrzeuge ein rein elektrisches Fahrzeug aus Mlada Boleslav vorne platziert.
Mit 15.138 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 6,3 Prozent schließt Seat (ohne Cupra) auf dem 4. Platz der Markenwertung ab – den Platz auf dem Podium haben die Spanier nur aufgrund der Lieferengpässe im Jahresfinish 2021 abgeben müssen. Getragen wird der Seat Erfolg hierzulande von Ibiza (8.), Arona (13.) und Leon (14.). Österreich ist für die Spanier auch 2021 wieder das Exportland mit dem höchsten Marktanteil.
Cupra verzeichnet im vergangenen Autojahr 1.983 Neuzulassungen und erzielt 0,8 Prozent Marktanteil. Erfolgreichstes CUPRA-Modell ist mit 1.404 neu zum Verkehr zugelassenen Fahrzeugen der Formentor, der damit mehr als zwei Drittel des Cupra-Volumens auf sich vereint. Ohne Traktionsverlust in den Markt gestartet ist auch der rein elektrisch angetriebene CUPRA Born, der seit Mitte November 248 Neuzulassungen erzielte.
Die Marke Audi zeigt mit 12.424 Neuzulassungen und 5,2 Prozent Marktanteil in 2021 eine konstante Performance und belegt unter den Premiumherstellern den dritten Platz. Herausragend dabei ist, dass Audi als einzige Premiummarke im vergangenen Autojahr bei den Neuzulassungen zulegen konnte. Die Marke mit den Vier Ringen treibt auch die Transformation ins Elektrozeitalter mit Hochdruck voran: Audi konnte in den vergangenen zwölf Monaten hierzulande mit 2.124 Neuzulassungen die Zahl der rein elektrischen Fahrzeugen fast verdreifachen – damit war mindestens jeder sechste neue Audi auf Österreichs Straßen entweder ein e-tron, Q4 e-tron oder e-tron GT.
Die Sportwagenmarke Porsche bewegt sich hierzulande in einem durch Chipmangel geprägten Autojahr mit 1.321 Neuzulassungen konstant auf Top-Niveau und schaffte mit dem viertbesten Jahr in der Geschichte ein weiteres Spitzenergebnis. Mit 0,6 Prozent Rekordmarktanteil (gleich wie 2020) gehört Österreich damit zu den Märkten mit dem höchsten Marktanteil in der Porsche-Welt. Die gefragtesten Modelle der Zuffenhausener sind der 911, der Cayenne und der vollelektrische Taycan.

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1 Kommentar

  1. Jetzt kommt der Hammer Honda 2015 über 55% Eigenzulassungen in Deutschland.
    Eine Schmach für den Handel.
    Es lebe die Dumping Vertriebs Politik.
    Also wer einen Honda kauft im jedem Fall drauf achten das es eine Tageszulassung ist sonst hat man was falsch gemacht und gehört zur Minderheit.

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