Die neuesten Zahlen des Österreichischen PKW Marktes im Juni 2022

Pkw-Markt in Österreich 1. Halbjahr 2022: VW Konzernmarken mit 37,9 Prozent Marktanteil stabilisierende Kraft in einem weiterhin rückläufigen Automarkt

– Heimischer Pkw-Markt mit 108.606 Neuzulassungen unverändert stark im Minus (-19,2 Prozent gegenüber Vorjahr); rasche Besserung nicht in Sicht
Volkswagen Konzernmarken bewegen sich mit 41.129 Neuzulassungen entlang der Gesamtmarktentwicklung (-22,9 Prozent gegenüber 1-6/2021)
Volkswagen und Škoda im Markenranking voran; sieben Konzernmodelle in den Top 10 der Modellhitparade; VW Bus an der Spitze der Charts
Der heimische Automarkt ist weiterhin im Rückwärtsgang unterwegs. Realistisch gesehen wird dieser erst in ein bis zwei Jahren wieder in einem gesunden Modus fahren – vorausgesetzt, dass neben der eingeschränkten Belieferung auch die Inflation samt drohendem Wirtschaftsabschwung in den Griff zu bekommen ist und die Konjunktur angekurbelt wird“, sagt Dr. Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg.

Auf dem österreichische Pkw-Markt wurden im ersten Halbjahr 2022 insgesamt 108.606 Pkw neu zum Verkehr zugelassen, womit dieser um 19,2 Prozent hinter dem Vorjahreszeitraum zurück liegt. Im Einzelmonat Juni wurden 22.760 Neuzulassungen registriert (-12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat); das war das fünfte Monat in Folge mit einem Minus. Die Volkswagen Konzernmarken sind trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen mit 41.129 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 37,9 Prozent stabil auf hohem Marktanteilsniveau unterwegs. Der Rückgang zum Vorjahr bewegt sich mit 22,9 Prozent entlang der Entwicklung des Gesamtmarktes.
„Der heimische Automarkt ist weiter im Rückwärtsgang unterwegs. Halbleitermangel, lange Lieferzeiten und die durch die Ukraine-Krise gepushte Inflation lasten schwer. Wir sind zur Jahreshälfte an einem historischen Tiefstand angekommen, den es letztmals in den 1970ern gegeben hat“, sagt Dr. Hans Peter Schützinger und fügt an: „Der weitere Jahresverlauf wird nicht für eine rasche Besserung sorgen. Was am Jahresende bei den Neuzulassungen unterm Strich herauskommt, können wir nicht vorhersagen.“
Vorsichtig optimistisch stimmt Dr. Hans Peter Schützinger jedoch, dass das Interesse am Kauf eines Neuwagens in Österreich immer noch vorhanden und der aktuelle Auftragsbestand auf Rekordniveau ist: „Wir hoffen, dass mit der prognostizierten besseren Verfügbarkeit der Neufahrzeuge die Neuzulassungen wieder zulegen können, die Basis wäre da. Realistisch gesehen wird der heimische Automarkt erst in ein bis zwei Jahren wieder in einem gesunden Modus fahren – vorausgesetzt, dass neben der eingeschränkten Belieferung auch die Inflation samt drohendem Wirtschaftsabschwung in den Griff zu bekommen ist und die Konjunktur angekurbelt wird.“

Mit Volkswagen und Škoda zwei Konzernmarken in der Zulassungsstatistik voran; sieben Konzernmodelle in den Top Ten der Modellhitparade vertreten
Im heimischen Markenranking platzierten sich wieder Volkswagen und Škoda auf den beiden ersten Plätzen. Geschlossen stark präsentierten sich die Konzernmodelle auch in der Hitparade der beliebtesten Fahrzeuge, in der sich der VW Bus an die Spitze der Charts setzte. Mit dem VW Bus (1.), Škoda Fabia (2.), VW Polo (4.), VW Golf (7.), Škoda Octavia (8.), VW T-Roc (9.) und SEAT Ibiza (10.) sind insgesamt wieder sieben Modelle in den Top Ten vertreten.

Klein- und Kompaktwagen dominieren die Käufergunst
Der Blick auf die Top 20 der Modellhitparade zeigt auch, dass sich bei den Neuzulassungen der Trend klar in das Klein- und Kompaktwagensegment verlagert, was einerseits dem verfügbaren Angebot, aber andererseits auch der anhaltenden Inflation geschuldet ist.

Elektro-Neuzulassungen in den ersten sechs Monaten jedoch unter Vorjahr; Interesse an der E-Mobilität ist weiterhin vorhanden
Die eingeschränkte Verfügbarkeit von Elektrofahrzeugen macht sich nach zwei Jahren des Wachstums auch in der Halbjahresbilanz bemerkbar. In den ersten sechs Monaten des Autojahres 2022 sind insgesamt 14.493 Elektrofahrzeuge und damit 5,6 Prozent weniger neu zum Verkehr zugelassen worden als im Vorjahr. Hoch im Kurs stehen trotz der angespannten Liefersituation die Modelle der Volkswagen Konzernmarken. Mindestens jedes vierte neu zugelassene Elektrofahrzeug ist ein Konzernmodell. Am besten unterwegs ist der Cupra Born, der nach den ersten sechs Monaten auf dem zweiten Platz unter den beliebtesten E-Fahrzeugen des Landes liegt. Ebenfalls in der Käufergunst weit oben sind der Škoda Enyaq iV (3.) und der Audi Q4 e-tron (5.). Im Markenranking des ersten Halbjahres belegen Cupra, Audi und VW die Plätze Drei, Vier und Fünf.
„Das Interesse an der E-Mobilität ist trotz rückläufiger Neuzulassungszahlen und langer Lieferzeiten auch bei den Privatkunden weiterhin vorhanden. Das haben auch die Wiener Elektrotage im Juni mit mehr als 110.000 BesucherInnen eindrucksvoll gezeigt. Es kommen immer mehr attraktive Modelle auf den Markt, zudem führen aktuell die hohen Spritpreise zu einem noch größeren Interesse an Elektroautos“, sagt Dr. Hans Peter Schützinger.

Die Volkswagen Konzernmarken im Überblick:
Volkswagen Pkw
schließt das 1. Halbjahr 2022 mit 15.167 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 14 Prozent ab. Als Volumenmarke bekommt Volkswagen besonders die aktuellen Marktumstände zu spüren und obwohl fast 30 Prozent weniger Fahrzeuge neu zugelassen wurden, sind die Wolfsburger Autobauer weiterhin die klare Nummer 1 im heimischen Markenranking. Gefragtestes Modell war der VW Bus, gefolgt von Polo, Golf und T-Roc

Die Marke Škoda verzeichnete in den ersten sechs Monaten insgesamt 9.498 neu zum Verkehr zugelassene Fahrzeuge (8,7 Prozent Marktanteil). Trotz anhaltender Lieferengpässe vor allem bei den Modellen Octavia und Enyaq iV belegt die Marke weiterhin souverän Platz zwei im Markenranking. Gefragtestes Modell im 1. Halbjahr war der FABIA, der mehr als jede fünfte Škoda Neuzulassung für sich verbucht.
Bei der spanischen Marke Seat spiegeln sich die Produktionsengpässe bei den Modellen Leon, Ateca und Taracco mit 5.845 Fahrzeugen in den Neuzulassungen wider. Dennoch konnten sich die Spanier mit einem Marktanteil von 5,4 Prozent respektabel schlagen – verantwortlich dafür die Modelle Ibiza und Arona, die fast die Hälfte der Seat-Neuzulassungen ausmachen.
Die junge Marke Cupra erzielte in den ersten sechs Monaten mit 2.786 neu zum Verkehr zugelassenen Fahrzeugen einen Marktanteil von 2,6 Prozent. Getragen wird der Erfolg der aufstrebenden Performance-Marke von Formentor sowie vom rein elektrischen Born, der sich heuer mit Platz zwei auf Anhieb unter den beliebtesten E-Fahrzeugen des Landes platzierte.
Die Marke Audi zeigte mit 7.096 Neuzulassungen und 6,5 Prozent Marktanteil von Jänner bis Juni 2022 weiterhin eine ausgezeichnete Performance und festigte den zweiten Platz unter den Premiummarken. Maßgeblichen Anteil daran haben die Volumenmodellreihen von Audi A3, Q3 sowie A4 und Q5.
Die Sportwagenmarke Porsche ist mit 737 Neuzulassungen in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres gut in den Markt gestartet. On top konnte das beste Verkaufsergebnis in der Geschichte im ersten Halbjahr eingefahren werden. Mit einem Marktanteil von 0,7 Prozent liegt die Marke deutlich über dem Marktanteilsdurchschnitt der letzten Jahre. Gefragtestes Porsche Modell ist der 911 gefolgt von Cayenne und Taycan.

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1 Kommentar

  1. Jetzt kommt der Hammer Honda 2015 über 55% Eigenzulassungen in Deutschland.
    Eine Schmach für den Handel.
    Es lebe die Dumping Vertriebs Politik.
    Also wer einen Honda kauft im jedem Fall drauf achten das es eine Tageszulassung ist sonst hat man was falsch gemacht und gehört zur Minderheit.

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