Vier Jahrzehnte nach der Markteinführung des 2CV Cocorico schlägt Citroën die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Während die Marke die Rückkehr des legendären 2CV als vollelektrisches Modell vorbereitet, erinnert sie an eine ihrer außergewöhnlichsten Sondereditionen: den 1986 vorgestellten 2CV Cocorico. Mit der markanten Trikolore-Gestaltung entwickelte er sich vom zeitgenössischen Sondermodell zu einer der begehrtesten Sammlerversionen der „Ente“ und steht bis heute für den kreativen, mutigen und unverwechselbaren Geist von Citroën.
Eine Sonderedition im Zeichen ihrer Zeit
Die Idee zum 2CV Cocorico entstand 1986 im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko. Frankreich gehörte zu den führenden Fußballnationen und die Begeisterung für das Turnier war groß. Citroën griff diese Stimmung auf und entwickelte eine Sonderedition, die den nationalen Enthusiasmus widerspiegeln sollte. Entworfen wurde das Fahrzeug von Serge Gevin. Zwar erreichte die französische Nationalmannschaft nach Siegen unter anderem gegen Italien und Brasilien das Halbfinale, schied dort jedoch am 25. Juni 1986 gegen die Bundesrepublik Deutschland aus. Dennoch überzeugte das Design so sehr, dass Citroën entschied, den 2CV Cocorico Anfang Oktober 1986 in einer streng limitierten Auflage von 1.000 Fahrzeugen ausschließlich in Frankreich auf den Markt zu bringen. Dabei wurde das ursprüngliche Konzept bewusst weiterentwickelt: Offensichtliche Fußballbezüge verschwanden zugunsten eines zeitlosen Designs, das die französischen Nationalfarben und die Identität des Landes in den Mittelpunkt stellte.
Einer der markantesten 2CV aller Zeiten
Bis heute zählt der 2CV Cocorico zu den unverwechselbarsten Varianten der Baureihe. Basis war eine Karosserie in Blanc Meije, ergänzt durch einen großflächigen Farbverlauf in Blau, Weiß und Rot auf den Fahrzeugseiten. Für zusätzliche Akzente sorgten rote hintere Kotflügel in Rouge Vallelunga sowie seitliche Luftleitbleche an der Motorhaube in Bleu Cocorico. Weiße Stoffdachbespannung, passende Räder, Edelstahl-Radkappen der Dyane 6 sowie rote „2CV Cocorico“-Schriftzüge rundeten den charakteristischen Auftritt ab.
Im Innenraum setzte Citroën auf Sitzbezüge in Tep Jean Bleu Sodalite, die den eigenständigen Charakter der Sonderedition unterstrichen.
Mit dieser Gestaltung bewies Citroën bereits damals, wie sich ein erschwingliches Alltagsauto zu einem echten Designobjekt entwickeln konnte – kreativ, mutig und dennoch nah am Menschen.
Selten, begehrt und heute ein Sammlerstück
Technisch basierte der 2CV Cocorico auf dem 2CV 6 Spécial, dem damaligen Einstiegsmodell. Angetrieben wurde er von einem luftgekühlten Zweizylinder-Boxermotor mit 602 cm³ Hubraum und 29 DIN-PS. Weniger als 600 Kilogramm Leergewicht sowie der legendäre Federungskomfort machten den 2CV auch in dieser Sonderedition zu einem unverwechselbaren Automobil.
Die auf 1.000 Exemplare limitierte Serie wurde bis März 1987 zu einem Preis von 36.100 Französischen Franc (inkl. MwSt.) angeboten. Während der Verkaufserfolg seinerzeit eher verhalten ausfiel, entwickelte sich der 2CV Cocorico in den folgenden Jahrzehnten, gerade aufgrund der geringen Stückzahl und der außergewöhnlichen Gestaltung, zu einer der gesuchtesten Sondereditionen der „Ente“.
Eine Ikone mit Zukunft
Vier Jahrzehnte nach seiner Einführung verkörpert der 2CV Cocorico noch immer die Werte, für die Citroën seit jeher steht: Kreativität und zugängliche Mobilität. Während die Sonderedition heute als begehrtes Sammlerstück gilt, richtet sich der Blick bereits nach vorn. Mit der angekündigten Rückkehr des legendären 2CV als vollelektrisches Modell beginnt für eine der bekanntesten Automobilikonen Europas ein neues Kapitel. Das Jubiläum des 2CV Cocorico steht damit nicht nur für einen Blick zurück auf ein außergewöhnliches Fahrzeug, sondern auch für die Zukunft einer Legende.
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