Finale der Italienisches F4 in Mugello

Emma Felbermayr bestes Mädchen

Der 19-jährige Finne Luka Sammalisto ist nicht nur optisch die Reinkarnation seines Landsmanns Mika Salo, sondern verfügt wie der ehemalige Formel-1-Pilot auch über einiges an Talent. Er reiste bereits als Titelgewinner zum siebten Event der italienischen Formel-4-Meisterschaft nach Mugello und bestätigte diesen seinen Status mit einem sensationellen Sieg im letzten Saisonrennen. Die ebenfalls 19jährige Österreicherin Emma Felbermayr (PHM Racing) aus Wels hat das Jahr als bestes Mädchen abgeschlossen.
1. Lauf
49 Teilnehmer gingen beim 7. und letzten Wochenende der wohl stärksten Formel-4-Mesterschaft an den Start. Der amtierende Meister, Luka Sammalisto (US-Racing) aus Finnland, durfte am Samstag im ersten Lauf von der Pole-Position starten. Direkt neben ihm stand jedoch der frischgebackene CEZ-F4-Champion Elia Weiss (Jenzer)!
Sammalisto legte einen Traumstart hin, während Weiss neben ihm zu kämpfen hatte und eine Position an den spanischen McLaren-Junior Christian Costoya (Prema) verlor. Die Reihenfolge an der Spitze blieb bis zum Schluss unverändert, was nicht gerade für den Charakter der Strecke in der Toscana spricht. Sammalisto gewann mit drei Sekunden Vorsprung. Unter den Frauen setzte sich die Amerikanerin Payton Westcott (Platz 15) vor der Österreicherin Emma Felbermayr und der Deutschen Mathilda Paatz durch.
2. Lauf
Der zweite Lauf fand am Samstagnachmittag statt. Von der Pole-Position aus griff nun auch David Cosma-Cristofor (Prema) in die Punktevergabe  ein. Sammalisto lauerte direkt hinter dem Rumänen. Der hervorragend aufgelegte Finne wiederholte seinen perfekten Start vom Morgen und kam nach der ersten Runde als Erster vor dem Schwarzen Kenzo Craigie (R-ace), Ludovico Busso (US) und Cosma zurück. Nach zwei Dritteln des Rennens befand sich der Wagen des Kanadiers Burnett nach einer Kollision in der ersten Kurve im Kies. Es wurde neutralisiert, und Sammalisto hatte beim Neustart alle Hände voll zu tun, sich gegen seine Konkurrenten zu verteidigen. Er behielt jedoch erneut die Nerven und gewann knapp vor dem aggressiven Craigie. Felbermayr beendete das Rennen als einzige Frau im Feld auf Platz 17.
3. Rennen
Cosma-Cristofor startete am Sonntagmorgen erneut von Position eins. Weiss ging zum zweiten Mal vom zweiten Platz ins Rennen.
Obwohl Elia Weiss einen schlechten Start hatte, gelang es ihm mit einem brillanten Manöver in der ersten und zweiten Kurve, zwei Gegner gleichzeitig zu überholen und die Führung vor seinem Teamkollegen Levi Arn und Cosmo zu übernehmen! Er gewann souverän mit deutlichem Vorsprung vor Cosma-Cristofor und Andy Consani. Dies war der erste Erfolg des Jenzer-Teams in Italien seit fünf Jahren. Payton Westcott bewies, dass sie mehr kann, als sie dieses Jahr in der CEZ-F4 auf dem Salzburgring gezeigt hatte, und belegte einen starken elften Platz.
Finale
Während des Finallaufes am Nachmittag hat es geregnet. Die Rennleitung ließ deshalb das Safety-Car in der ersten Hälfte des Rennens (!) vor dem Feld kreisen. Nach einem fliegenden Start konnte Sammalisto umso leichter seine Führung vor Weiss verteidigen.

Seine beste Angriffschance bekam der Deutsche sieben Minuten vor Rennende nach einer weiteren Neutralisierung, verursacht durch den Unfall des Amerikaners Pedersen. Und Claudia Hürtgens Sohn bremste am Ende der Geraden Sammalisto tatsächlich aus! Meister Sammalist gelang jedoch ein spektakulärer Konter:  Auf der nassen Rutschbahn von Mugello überholte er Weiss in der letzten Kurve, 400 Meter vor dem Ziel! Ein Meisterstück aus Sicht des Finnen, ein eher peinliches Ende eines ansonsten guten Wochenendes für den Deutsche.
Emma Felbermayr beendete das Rennen als gute 13. und hat die Damen-Gesamtwertung der Meisterschaft gewonnen. Die attraktive 19jährige aus Wels blickt auf eine recht erfolgreiche Saison 2026 zurück (in der Formel F1-Academy ist sie eine der besten) und man kann gespannt verfolgen, wie sich ihre Karriere 2027 weiter entwickeln wird.

Ergebnis des Finallaufes:
1. Luka Sammalisto, US
2. Elia Weiss, Jenzer
3. David Cosma-Cristofor, Prema
4. Kenzo Craigie, R-ace
5. Andy Consani, R-ace
6. Augustus Toniolo, Trident
7. Alex Ruta, Van Amersfoort
8. Alp Aksoy, Prema
9. Iacopo Martinese, US
10. Nicolas Cortes, Jenzer

Endergebnis Italienische F4-Meisterschaft 2026:
1. Luka Sammalisto……………….386 P.
3. Ary Bansal………………………318 P.
4. David Cosma Cristofor………….294 P.
5. Edu Robinson……………………274 P.
6. Kenzo Craigie……………………268 P.
42. Emma Felbermayr………………5 P.

Text und Foto: Roman Klemm

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