Beim Saisonhöhepunkt der DTM auf dem Norisring (4. bis 6. Juli) erlebte das TGI Team Lamborghini by GRT supported by Automobili Lamborghini Squadra Corse ein Wechselbad der Gefühle. Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg in Rennen eins feierte Jordan Pepper im Lamborghini Huracán GT3 EVO2 #63 seinen ersten Erfolg in dieser hochklassigen Rennserie und liegt nach einem weiteren Top-Ten-Resultat am Sonntag auf Rang drei der Meisterschaftswertung. Teamkollege Luca Engstler hingegen musste nach unverschuldeten Zwischenfällen beide Rennen vorzeitig beenden und blieb an diesem Wochenende leider ohne Punkte.

Bereits im ersten Qualifying, das auf dem nur 2,261 km langen Stadtkurs in Nürnberg in zwei Gruppen ausgetragen wurde, legte Jordan Pepper den Grundstein für den späteren Erfolg. Mit einer Rundenzeit von 48,467 Sekunden holte sich der Südafrikaner die Pole-Position für das erste Rennen und stellte gleichzeitig einen neuen Rundenrekord auf. Mit Startplatz 13 sicherte sich sein Teamkollege Luca Engstler im Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 19 ebenfalls eine gute Ausgangsposition im Kampf um die Meisterschaftspunkte.
Beim Start in das erste Rennen des Wochenendes behauptete Pepper im Lamborghini Huracán GT3 EVO2 seine Führung und baute den Vorsprung auf seine Verfolger auf dem schnellen Straßenkurs sofort aus. Bis zum obligatorischen Boxenstopp hatte Pepper knapp fünf Sekunden auf den Zweitplatzierten herausgefahren. Auch nach dem Stopp wehrte sich der Lamborghini Huracán GT3 EVO2 #63 auf den kalten Reifen erfolgreiche gegen alle Angriffe seiner Mitbewerber. In der Schlussphase kontrollierte der 28-Jährige den Vorsprung. Nach 65 gefahrenen Runden überquerte er schließlich als Sieger die Ziellinie und feierte damit seinen Premierensieg in der DTM. Teamkollege Luca Engstler im Lamborghini Huracán GT3 EVO2 #19 ging von Startposition 13 ins Rennen, verlor allerdings in der traditionell engen und umkämpften Startphase am Norisring ein paar Positionen. Kurz nach Rennhalbzeit wurde Engstler im Kampf um die Punkteränge von einem Mitbewerber im Bereich der Dutzendteichkehre angeschoben und die Streckenbegrenzung gedrückt. Aufgrund der Beschädigungen musste der junge Allgäuer sein Fahrzeug vorzeitig abstellen.
In das Sonntagsrennen ging Jordan Pepper von der neunten Startposition und hatte damit wieder gute Aussichten auf eine Top-Platzierung. Das Rennen musste aufgrund eines Zwischenfalls im hinteren Teil des Starterfeldes zunächst unterbrochen werden. Nach dem Restart kämpfte Pepper über den gesamten Rennverlauf hinweg um die Positionen, konnte aber aufgrund des Erfolgsballasts durch den Sieg am Vortag keine signifikante Verbesserung erzielen. Mit Rang neun sammelte der frischgebackene DTM-Sieger als bestplatzierter Lamborghini erneut wichtige Meisterschaftspunkte und liegt nach diesem Wochenende in der Meisterschaftswertung mit nur sieben Punkten Rückstand auf den Führenden auf Rang drei – punktgleich mit dem Tabellenzweiten. Pechvogel des Rennes war erneut Luca Engstler.
Nachdem sich der Lamborghini Huracán GT3 EVO2 #19 mit Engstler am Steuer in diesem turbulenten Rennen bereits um neun Positionen nach vorne gearbeitet hatte, kam es zu einem unverschuldeten Kontakt mit einem anderen Fahrzeug. Die Folge war ein Reifenschaden, der erneut das vorzeitige Aus für die #19 bedeutete. In der Fahrerwertung liegt Luca Engstler damit zunächst auf der zwölften Position, während das TGI Team Lamborghini by GRT nun Platz fünf der Teamwertung belegt. In knapp einen Monat gastiert die DTM auf dem legendären Nürburgring (4. bis 6. August), wo mit den Rennen sieben und acht die erste Saisonhälfte abgeschlossen wird.

Jordan Pepper (RSA)
#63 TGI Team Lamborghini by GRT
Qualifying 1: P1 – Rennen 1: P1
Qualifying 2: P9 – Rennen 2: P9
Jordan Pepper: „Ich bin natürlich sehr glücklich über das gesamte Rennwochenende. Mit meinem ersten Sieg in der DTM ist ein Traum wahr geworden. Mit der Pole Position und Rennsieg konnte ich die volle Punktzahl von 28 Punkten mitnehmen. Es fühlt sich alles noch etwas surreal an. Erst der Sieg in Spa, jetzt mein erster Sieg in der DTM. Das Team hat einen wirklich tollen Job gemacht – vom ersten Training bis zum letzten Rennen. Wir konnten wichtige Punkte mit nach Hause nehmen und den Rückstand auf die Tabellenspitze von 25 Punkten auf sieben Punkte verkürzen. Im Sonntagsrennen hätten wir eventuell noch ein paar Punkte mehr holen können, da hatte ich mir ein wenig mehr erhofft. Aber mit dem Erfolgsballast war es nicht einfach. Trotzdem gehe ich äußerst zufrieden in die kleine Pause und hoffe, dass wir in der zweiten Saisonhälfte dann genauso stark sein werden.“

Luca Engstler (GER)#19 TGI Team Lamborghini by GRT
Qualifying 1: P13 – Rennen 1: DNF
Qualifying 2: P21 – Rennen 2: DNF
Luca Engstler: „Es war ein Wochenende, bei dem man mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Hause fährt. Zum einem freue ich mich riesig für Jordan und das Team über den ersten Saisonsieg. Auf der anderen Seite standen leider meine beiden unverschuldeten Ausfälle, die natürlich sehr weh tun. Das Team hat es nach der tollen Arbeit nicht verdient, dass wir ohne Zielankunft und Punkte wieder abreisen müssen. Das ist sehr frustrierend für alle Beteiligten. Jetzt heißt es nach vorne schauen und den Fokus auf die nächsten Rennen zu legen.“
Gottfried Grasser, Teamchef GRT: „Unter dem Strich war es ein sehr gutes Wochenende für das Team. Die Leistung von Jordan war wirklich sensationell. Mit der Pole Position, dem Rundenrekord und dem Sieg hat er das Maximum herausgeholt. Natürlich muss man dann für den Sonntag mit der BoP und dem Zusatzgewicht mit einem etwas schwierigeren Rennen rechnen. Aber wir haben wertvolle Punkte mitgenommen und sind jetzt zur Saisonmitte in Schlagdistanz zum Meisterschaftsführenden. Das ist natürlich eine Riesenmotivation für das Team. Mit Luca gelang es uns leider nicht, die richtige Balance zu finden. Wenn auf dieser Strecke dann ein paar Zehntel fehlen, ist man gleich etwas hinten dran. Im Rennen passieren dann leider solche Zwischenfälle. So ein Doppelausfall tut natürlich weh. Da kann man nur sagen: Kopf hoch und auf das nächste Rennen vorbereiten. Wir freuen uns riesig auf das nächste Event am Nürburgring.“
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