Das Hochsommer-Highlight am Red Bull Ring naht. Eingeläutet wurde es am Dienstag mit einer hochkarätig besetzten Pressekonferenz im Schönberghof Spielberg. Bevor historische Boliden aus vielen Jahrzehnten in einem Monat beim Red Bull Ring Classics Racing-Nostalgie entfachen, kurbelten Österreichs Motorsport-Persönlichkeiten Dr. Helmut Marko, Karl Wendlinger und Christian Klien sowie Red Bull Ring General Manager Thomas Überall die Vorfreude mit zahlreichen Anekdoten und Details an. Alle Informationen zum Programm und Tickets gibt es unter www.redbullring.com.
Acht Rennserien, einzigartige Fahrzeuge, Motorsport für die ganze Familie
Beim Red Bull Ring Classics am 29. und 30. August laden acht Rennserien mit teils atemberaubenden Rennwagen auf eine Racing-Zeitreise ein: BMW 325 Challenge, BOSS GP, CLASS ONE Revival, Colmore Youngtimer Touring Car Challenge, Formel Vau, Golden Ära Classic Cup, Historic Formel Challenge und die Interwetten SportsCar Challenge, in der Christian Klien und Mathias Lauda höchstpersönlich in den Cockpits sitzen werden. Im Rahmenprogramm sind ein historisches Safety-Car von Mercedes, Movie Cars der Fast & Furious Collection, sowie unter anderem ikonische F1-, BMW-, und Audi-Prachtstücke der Motorsport-Geschichte bei Fahrzeugausstellungen oder auch bei Showruns zu bewundern. Ein besonderes Fahrzeug ist ebenfalls am Spielberg zu Gast: Die vollrestaurierte „Avis“ Type 3, dessen Original vor 100 Jahren bei der Rallye Monte-Carlo hätte antreten sollen. Vor Ort mit dabei sind Rennfahrer-Legenden wie der Red Bull Ring Botschafter Dr. Helmut Marko, Karl Wendlinger, Bernd Schneider, Arturo Merzario oder Dirk Adorf.
Red Bull Ring Classics 2026 l Stimmen von der Pressekonferenz l Schönberghof Spielberg l 28. Juli
Dr. Helmut MARKO: „Diese Autos haben Individualität, sind vom Design und vom Motorengeräusch klar erkennbar, die Beziehung zwischen Fahrer und Auto war eine ganz andere als heute. In der Formel Vau hat eine Saison inklusive Service 70.000 Schilling gekostet. Es bestand relative Chancengleichheit, man konnte wenig tricksen. Das allererste Rennen am Österreichring war 1969 mit dieser Serie. In der letzten Runde habe ich den hinter mir relativ brutal abgedrängt, weil ich dachte, hier kann ich mich nicht schlagen lassen. 1989 gab‘s eine lustige Situation in der Formel-3-Meisterschaft. Zwei deutsche Teams (Fahrer Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen, Anm.) haben diskutiert, wer von ihnen bei Punktegleichstand jetzt Meister ist, und ich ihnen sagen musste: Ihr könnt alle nicht Kopfrechnen, Meister sind wir (mit Karl Wendlinger, Anm.). Ein schönes Erlebnis und für Karl die Basis seiner weiteren Karriere. Mir tut das Herz weh, wenn schön restaurierte alte Autos jetzt noch in Rennen hart gegeneinander kämpfen, aber das Feeling für einen Technik-Fan oder Autoliebhaber ist optimal. Auch die junge Generation spricht darauf an. So entstehen echte Motorsport-Fans.“
Karl WENDLINGER: „Ich habe viele schöne Erinnerungen an die Zeit, als ich mit dem Team von Dr. Marko 1989 deutscher Formel-3-Meister wurde. Es war eine wichtige Zeit in meiner Karriere. Das Red Bull Ring Classics eignet sich gut dafür, die alten Zeiten gemeinsam aufleben zu lassen. Das tolle an den Autos von damals war: Obwohl sie schwer waren und wenig PS, wenig Grip und Downforce hatten, gab es dafür noch richtige Ausbremsmanöver, wenn du es irgendwie zusammengekriegt hast. Da hat es kein ABS gegeben, kein Paddle Shift, eigentlich nix, was den Fahrer dabei unterstützt hätte. Es hat sehr viele Überholmanöver gegeben und die Rennen waren sehr, sehr spannend.“
Christian KLIEN: „Jetzt bin ich in einer historischen Serie dabei. Da sieht man, wie die Zeit vergeht. Das Rennfahren macht immer noch Spaß. In der Interwetten SportsCar Challenge sind hauptsächlich Sportwagen-Prototypen am Start. Mein Auto ist ein offener Sportwagen mit einem Chassis von 2002, mit einem V8 Cosworth Motor, der richtig Spaß macht, mit wenig Elektronik, das ist noch richtiges Oldschool-Rennfahren. In der BOSS GP können sich die Fans auf richtig guten Formel 1 V10-Sound freuen. Für mich speziell: Beim Red Bull Ring Classics wird auch Mathias Lauda mitfahren. Bei seinem Gaststart in dieser Rennserie gibt es also ein ServusTV-Experten-Duell. Die Anlage hier ist wunderschön, der gesamte Formel-1-Tross liebt es, hierher zu kommen. Am Papier schaut die Strecke relativ simpel aus, ist sie aber nicht – für mich auch eine Heimstrecke, leider ging es sich in der Formel 1 nie aus.“
Thomas ÜBERALL: „Das Red Bull Ring Classics erfreut sich immer größerer Beliebtheit und wir sind dabei, dieses Event immer weiterzuentwickeln. Historischer Motorsport erfährt gerade einen Boom. Offensichtlich ist das Interesse an älteren Autos groß, die noch nicht so übertechnisiert sind – ein ehrlicherer und erdiger Motorsport. Hautnah ist das Stichwort, es ist vor allem ein Event, das von der ganzen Familie zu erleben ist. Wir haben ein offenes Fahrerlager, Pit Lane Walks, Service Road Touren, Paddock Touren und vieles mehr. In den Rennserien sind lauter handverlesene Autos am Start. Über Chrome Cars haben wir seit einigen Jahren legendäre Filmautos vor Ort, auch da kommen wieder einige, die ausgestellt sind und auch die eine oder andere Runde auf der Strecke drehen. Es ist sicher für jeden etwas dabei. Vor allem auf die Formel Vau freue ich mich, und möchte gerne sehen, womit Helmut da gefahren ist.“
Alle Infos zum Red Bull Ring Classics 2026 und Tickets gibt es unter www.redbullring.com.
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