DTM-Test auf dem Red Bull Ring: Welchen Wert hat die McLaren-Bestzeit?

10 Tage vor dem ersten Rennen der Saison 2026 bereitete sich das Feld von 21 Fahrzeugen der prestigeträchtigen DTM bei einem intensiven Test in Spielberg vor. Der Einsatz neuer Fahrzeuge und vor allem völlig neuer spezieller Pirelli-DTM-Reifen macht jedoch eine objektive Analyse der Zeiten und den Vergleich zwischen den Teams unmöglich.

Auf dem österreichischen Circuit, der auch das erste Saisonrennen ausrichten wird, setzte die DTM-Organisation zwei 3,5-stündige Testsessions an, und das wechselhafte Wetter half, sowohl unter trockenen als auch unter nassen Bedingungen zu testen. Natürlich wurden auch Boxenstopps und Starts geübt.
Am Vormittag stärkte Jules Gounon sowohl seine eigene als auch die Team-Moral, als er im Mercedes-AMG des Winward-Teams die schnellste Runde fuhr. Nur um eine Zehntelsekunde langsamer als die „Gelbe Mamba“ des Franzosen war der ehemalige Champion Thomas Preining im „Grello-Porsche“ 911 des Manthey-Teams. Auch der zweite einheimische Fahrer, Lucas Auer, blieb nicht weit zurück: Sein „Blauer Schuhkarton“, der Langraf-Mercedes GT3, lag nur um eine weitere Zehntelsekunde zurück. Preining und Auer sorgten somit für gute Werbung vor dem österreichischen Publikum. Hinter dem zweiten Fahrzeug des Landgraf-Teams mit dem jungen Tom Kalender im Cockpit präsentierten sich beide bisher problematischen Doerr-McLaren 720S in guter Form. Der ehemalige F1-Pilot Timo Glock fuhr die vielversprechende fünftschnellste Zeit und sein Kollege Ben Doerr platzierte sich direkt dahinter. Auf Gounon verloren sie dabei nur  drei Zehntelsekunden.
Am anderen Ende der Zeitentabelle befand sich der Schubert-BMW von Kelvin van der Linde, der mit einem Problem im Bereich des Motors die meiste Zeit in der Box verbrachte. Ein schweres Jahr erwartet offensichtlich die „Wilden Bullen“ von Lamborghini. Der neue Temerario GT3 befindet sich am Anfang seiner Entwicklung, und die Fahrer der Teams Grasser und Abt waren deshalb nicht mit vorne dabei.
Der Sohn des Teambesitzers, der die McLaren GT3 einsetzt, Ben Doerr, ging es nachmittags voller Elan an, und verbesserte in seiner 7. gemessenen Runde Gounons Vormittagszeit um einige Hundertstelsekunden. Dann verlor er jedoch auf der Strecke ein Rad und musste das Auto abstellen. So verlor er einen großen Teil des geplanten Testprogramms. Gute Zeiten hinter dem Deutschen erzielten relativ unerfahrene Fahrer. Der Däne Bastian Buus im einzigen Fahrzeug des Teams von Wolfgang Land und Tom Kalender lagen jedoch 6 Zehntel hinter Doerr.
Das Wetter verschlechterte sich nach der Hälfte der Session und es setzte stärkerer Regen ein. Die Fahrer nutzten dies, um „nasse“ Reifen zu testen. Für die Qualität des Feldes spricht, dass niemand einen Unfall baute – 10 Tage vor Saisonbeginn hätte das die Mechaniker kaum erfreut…

Top 10 der Nachmittags-Session:
1. B. Doerr, Doerr-McLaren 720S-GT3                              1:28,199s
2. B. Buus, Land-Porsche 911 GT3                                     1:28,885s
3. T. Kalender, Landgraf-Mercedes-AMG-GT3                  1:29,007s
4. L. Auer, Landgraf-Mercedes-AMG-GT3                         1:29,082s
5. Arhun Maini, HRT-Ford Mustang GT3                          1:29,096s
6. L. Engstler, Abt-Lamborghini Temerario GT3               1:29,109s
7. M. Engel, Winward-Mercedes-AMG-GT3                     1:29,115s
8. M. Bortolotti, Grasser-Lamborghini Temerario GT3     1:29,256s
9. F. Wiebelhaus, HRT-Ford Mustang GT3                       1:29,289s
10. M. Cairoli, Frey-Ferrari 296 GT3                                 1:29,314s

Text und Foto: Roman Klemm

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