In Voitsberg-Lobming startet der steirische Bergrallye-Cup am Sonntag (23. August) in die entscheidende Meisterschaftsphase. Weit über 100 Nennungen versprechen ein Spektakel.

Der Herzog Motorsport Bergrallye-Cup und der AMF Bergrallye-Pokal sind zurück aus der Sommerpause. 13 Wochen nach dem letzten Lauf in Gasen sind Fahrer und Fans entsprechend heiß auf das nächste Rennen. Der Veranstalter Jud Motorsport verzeichnet eine Woche vor Nennschluss über 110 Nennungen für die Rennklassen: „Wir geben unser Bestes, damit es eine Top-Veranstaltung wird“, blickt Vereinsobmann Werner Jud auf den Renntag. „Der Zusammenhalt von Anrainern, Fahrern, Sponsoren und allen, die mithelfen, ist gewaltig – da trifft der Begriff ‚Bergrallye-Familie‘ wieder einmal zu 100 Prozent zu“, ist Werner Jud dankbar.
Seit 2001 wird in der Gemeinde Lobming eine Bergrallye ausgetragen, seit 2019 veranstaltet Jud Motorsport den Lauf am Rande der Bezirkshauptstadt Voitsberg. Die 1,6 Kilometer kurze Strecke zählt zu den schnelleren im Kalender, auch wenn vor allem vor dem Ziel eine enge Spitzkehre auf die Pilotinnen und Piloten wartet. Der Start befindet sich beim alten Gasthof Tonipeter und damit nicht allzu weit entfernt von der B70 Packer Straße – was auch Ausflügler einlädt, vorbeizuschauen.
Werner Jud ist nicht nur Veranstalter, sondern mit seinem dunkelgrünen VW Golf 16V auch ein Zugpferd im Starterfeld. Nach vier Podestplätzen in Serie geht er als Tabellenführer der Klasse 4b ins Rennen. Weitere Lokalmatadore sind Karl-Heinz Schauperl (VW Käfer), Angelo Griesser (Ford Escort RS2000) und August Gratzer mit seinem historischen Lancia Beta Coupé. Mit einer Überraschung will Franz Kogler an den Start gehen, nachdem er seinen Ford Escort Cosworth verkauft hat. Der Murauer lässt sich aber noch nicht in die Karten blicken: „Ich habe es geschafft, mein neues Auto geheim zu halten. Auch für mich wird es spannend, die ersten Meter damit in Voitsberg zu fahren.“ Was bislang bekannt ist: Kogler geht weiter in der Königsklasse Pf1 an den Start. Besonders gespannt sein darf man auch auf die Premiere von Andreas Miletichs VW Scirocco, umgebaut auf Allradantrieb.
Auch der Meisterschaftskampf spitzt sich drei Rennen vor Schluss zu. Eng her geht es u. a. zwischen Thomas Tkaletz und Manfred Zöchling (beide VW Golf) in der historischen Klasse bis 1600 ccm. Nur sechs Punkte trennen Patrick Flechl (Opel Astra) und Stephan Ogris (Alfa Romeo 147) in der Klasse 5a. Bis dato ungeschlagen in allen vier Saisonläufen ihrer Wertungsklassen blieben nur Heiko Fiausch (Opel Astra, Klasse 3b) und Peter Probhardt (Mitsubishi Lancer WRC, Klasse 2a). Probhardt führt auch den Bergrallye-Pokal der AMF an, wo alle modernen Klassen gemeinsam gewertet werden – der Mürztaler liegt nur drei Punkte vor Reinhold Taus (Subaru Impreza), Patrick Mayer (VW Golf) und Florian Neuherz (Fiat 128 3p). Für den Titel im Bergrallye Super-Cup gilt Taus als Favorit. Nach zwei Siegen zuletzt und dem Ausfall von Kontrahent Herbert Perwein (VW Golf) in Übersbach hat er sich abgesetzt, Altstar Rupert Schwaiger (Porsche 911) liegt als Zweiter bereits 18 Punkte zurück.
Neben dem sportlichen Geschehen erwartet die Besucher auch heuer ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Die große LED-Wall im Startbereich ermöglicht einen optimalen Überblick über das Renngeschehen und sorgt dafür, dass die Fans keine entscheidenden Momente verpassen. Bereits am Samstagabend wird das Festzelt im Fahrerlager mit DJ zum Partyzelt. Die Trainings starten dann Sonntag um 9 Uhr, die Wertungsläufe wie gewohnt um 13 Uhr.
Tabellenführer nach 4 von 7 Veranstaltungen:
Reinhold Taus (Klasse 1), Peter Probhardt (2a), Stefan Wiedenhofer (2b), Didi Sternad (3a), Heiko Fiausch (3b), Patrick Mayer (4a), Werner Jud (4b), Patrick Flechl (5a), Florian Neuherz (5b), Stefan Franischen (6)
Historische: Daniel Artauf/Dominik Neumann (10), Thomas Tkaletz (11), Jo Krammer (12), Sebastian Holzer (13), Patrick Ulz (14), Nino Schanes (15)
Alle Punktestände finden Interessierte auf www.bergrallye.at
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