AK Konsumentenschutz warnt: Dubiose Gold- und Antiquitätenankäufe spitzen sich zu

Händler setzen zur Geschäftsanbahnung gezielt Inserate als Köder ein.

Die AK Vorarlberg warnt erneut vor dubiosen Gold- und Antiquitätenhändlern. Aktuell häufen sich die Fälle, in denen Betroffenen Goldgegenstände und Münzen im Wert von mehreren tausend Euro durch psychische Überrumpelung und eine „Anzahlungsfalle“ entlockt werden. Die Händler setzen zur Geschäftsanbahnung gezielt Inserate ein, die Höchstpreise für Pelze oder Hausrat versprechen, in Wirklichkeit aber nur als Köder für wertvolle Edelmetalle dienen. Das Vertrauen in diese Anzeigen dient als Türöffner für die späteren Verkaufsgespräche, die für die Betroffenen verlustreich enden können.

Die Konsumentenschützer:innen der AK Vorarlberg warnen vor einer neuen Welle unseriöser Geschäfte. Nachdem die Arbeiterkammer bereits im Februar vor dubiosen Gold- und Antiquitätenankäufern gewarnt hatte, hat sich die Situation mittlerweile noch verschärft. Im Konsumentenschutz häufen sich die Fälle, wobei die potenziellen Schadenssummen steigen.
Die Betroffenen laufen Gefahr, teils hohe Summen zu verlieren“, erklärt AK Präsident Bernhard Heinzle. Die Masche hat System: „Die Händler schalten Inserate und nutzen das Vertrauen der Leser:innen aus. Die meisten verlassen sich ganz einfach darauf, dass seriös ist, was in der Zeitung steht – die Händler nutzen das gezielt aus.“

Die Masche: Anzahlung als Lockmittel
Der AK Konsumentenschutz warnt vor dem immer gleichen Muster der Ankäufe: Die Händler werben mit Höchstpreisen für Alltagsgegenstände wie Pelze oder Schreibmaschinen, zielen aber tatsächlich auf Gold aller Art ab. Besonders gefährlich ist dabei die Taktik der Teilzahlung: Den Opfern wird suggeriert, die Barzahlung sei lediglich ein erster Betrag.
Die Arbeiterkammer verweist auf einen aktuellen Fall. Einem Mann wurde auf einem Ankaufsformular für diverse Gegenstände von Bildern über Schreibmaschinen bis zur Wanduhr eine Summe angeboten, die nach viel klingt. Er erhielt jedoch nur eine Anzahlung in bar mit dem Hinweis, den Rest bekomme er, sobald er im Gegenzug auch die wertvollen Goldmünzen zum Ankauf übergebe.

Die AK Vorarlberg rät dringend:
Keine Inanspruchnahme solcher Dienste: Derartige Angebote grundsätzlich ignorieren. Fremden Personen keinen Zutritt zur Wohnung gewähren für angebliche „Expertisen“ oder Wertermittlungen.
Kritische Prüfung von Inseraten: Besondere Skepsis bei Anzeigen, die Höchstpreise für Pelze oder Alltagsgegenstände versprechen, da diese oft nur als Vorwand für den Zugriff auf Goldbestände dienen.
Ablehnung von Kopplungsgeschäften: Niemals Bedingungen akzeptieren, bei denen der Ankauf von Hausrat an den gleichzeitigen Verkauf von Edelmetallen gebunden ist.
Verkauf nur über den Fachhandel: Schätzung und Verkauf von Goldgegenständen, Schmuck und Münzen ausschließlich bei ortsansässigen, etablierten Fachbetrieben.
Keine Übergabe gegen Anzahlungen: Niemals Ware gegen bloße Teilzahlungen oder das Versprechen auf spätere Restbeträge aushändigen.

Zitat zur aktuellen Warnung
Bernhard Heinzle, AK Präsident:
„Die Betroffenen laufen Gefahr, teils hohe Summen zu verlieren, die Masche hat System. Die Händler schalten Inserate und nutzen das Vertrauen der Leser:innen aus. Die meisten verlassen sich ganz einfach darauf, dass seriös ist, was in der Zeitung steht – die Händler nutzen das gezielt aus.“

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