Ivonn Simeonova wie hart wird der Weg nach oben?

Seit dem letzten Wochenende hat Österreich eine dritte hoffnungsvolle F4-Fahrerin. Neben Emma Felbermayr, die neben der F1-Academy auch in der italienischen F4 fährt, und Clara Stiebleichinger, die im französischen Championat aktiv ist, debütierte in Most die 15jährige Wienerin Ivonn Simeonova in der CEZ-F4.

Die Austro-Bulgarin Simeonova kam nach Most relativ gut vorbereitet. Sie kann auf einige Erfolge in der nationalen Kart-Szene zurückblicken und absolvierte F4-Testfahrten in Spanien und England. Außerdem ist sie Mitglied der Förderakademie „More Than Equal“, die der ehemalige F1-Fahrer David Coulthard gegründet hat. Das Projekt soll Mädchen im Motorsport unterstützen.
Ob Simeonova nach ihrem Monoposto-Debüt in Most immer noch von einer F1-Karriere träumt, dürfte ihr großes Geheimnis bleiben. Vieles lief wohl nicht so glatt, wie geplant. „In den freien Trainings habe ich nur 0,8-1,0 Sekunden auf die Spitze verloren. Damit bin ich sehr zufrieden,“ fasste die langhaarige Ivonn vor ihrer ersten scharfen Qualifikation am Samstag zusammen. Auch da schlug sich die Fahrerin des deutschem Mathilda-Teams relativ gut: In ihrer Gruppe von 20 (im Regelfalle viel erfahreneren) Fahrern schaffte sie die gute 11. Zeit – diesmal allerdings um 1,4 Sekunden hinter dem Pole-Setter Max Karhan. „Auch damit bin ich zufrieden. Hatte keine schwerwiegenden Probleme – und es ist noch einiges drin,“ erzählte Simeonova vor ihrem ersten Auto-Rennen am Samstag Nachmittag.
Ihr Start verlief tatsächlich vielversprechend und sie konnte sich kurzzeitig auf P18 nach vorn arbeiten. Das Rennen war allerdings von vielen kleinen Unfällen, Neutralisationen und zwei Rennabbrüchen gekennzeichnet – keine gute Gelegenheit um etwas zu lernen. Die Wienerin wurde in diesem Chaos, das man kaum als ein „Rennen“ bezeichnen kann, als 25. gewertet, mehr Hoffnung machte aber ihre 16. schnellste Rennrunde.
Besserung erhoffte man sich also am Sonntag vom nächsten Vorlauf. Simeonova zeigte einen guten Start, nach dem sie 15. war, sie konnte diese Position aber nicht halten und fiel auf Platz 21 zurück, bevor auch dieses Rennen abgebrochen wurde. Nach dem Re-Start und einem kleinen Fehler in der Schikane wurden bis zum definitiven Abbruch nur 2 weitere Runden gefahren und Ivonn wurde als 19. gewertet – was leider nicht zur Teilnahme am Finale reichte.
Der nächste Lauf zur CEZ-F4 findet Mitte September in Brünn statt – hoffentlich bekommt da Simeonova mehr scharfe Runden, um ihr Talent zu entwickeln.

Text und Foto: Roman Klemm

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