Die Weltmeisterschaft der Langstreckenrennen WEC (World Endurance Championship) endete in Bahrain genau nach den Wünschen der FIA und der Veranstalter: Das Rennen gewann das Team Conway/Kobayashi/de Vries im Toyota, der Weltmeistertitel ging an Calado, Pier Guidi und Giovinazzi, die mit einem Wagen der berühmten Marke Ferrari aus Maranello starteten.

Die Japaner hatten in dieser Saison relativ wenig Erfolg, und bisher haben es ihre beiden Autos nicht einmal auf das Siegerpodest geschafft. In der Wüste von Bahrain waren sie jedoch wie von Zauberhand wettbewerbsfähig. In der modernen Zeit nennt man einen solchen Zauber BoP. Die Regel zur Vergabe oder zum Entzug von Zusatzgewichten soll den FIA-Delegierten helfen, die Ausgeglichenheit im Feld zu wahren – und manchmal hilft sie auch demjenigen zum Sieg, der sich aus Marketinggründen am meisten anbietet…
So oder so dominierten der Brite Mike Conway, der Japaner Kamui Kobayashi und der Niederländer Nick de Vries das letzte Rennen der WEC-Saison praktisch von Start bis Ziel. Selbst eine Neutralisierung eine halbe Stunde vor Schluss wegen eines Reifenschadens an einem der BMW konnte daran nichts ändern. Der Vorstand von Toyota durfte sich sogar über einen Doppelerfolg freuen: Auf dem zweiten Platz landeten Buemi, Hartley und Hirakawa, die am Ende erfolglos vom Ferrari der Champions unter Druck gesetzt wurden. Pier Guidi ließ jedoch kurz vor dem Ziel den Schwesterwagen von Fuoco, Molina und Nielsen auf den dritten Platz vor, damit dieses Trio auch im Gesamtklassement die gleiche Position erreichen konnte.

In der WEC-Hypercar-Klasse hat Ferrari damit alle Titel gewonnen: bei den Fahrern, Herstellern und auch in der Wertung der ‚Privatiers‘, die Kubica, Hanson und Ye fast ohne Konkurrenz bereits in Austin für sich entschieden. Außerdem ging der wichtigste Sieg des Jahres in Le Mans auch an die Italiener.
Die Marke Porsche verabschiedete sich von der WEC (man wird sich werksseitig zurückziehen) mit einer farblosen Vorstellung und den Positionen 13 und 14. Auch die anderen Hersteller waren nur Staffage einer gelungenen Show von Toyota und Ferrari.
Die Gesamtwertung der GT3-Fahrzeuge gewann das Manthey-Porsche-Team mit den Fahrern Hardwick, Pera und Lietz. Für den unauffälligen aber genau so auch zuverlässigen österreichischen Porsche-Werksfahrer Richard Lietz ist dies ein weiterer Titel in seiner prächtigen Sammlung.

Ergebnis des 8-Stunden-Rennens in Bahrain:
1. Conway/Kobayashi/de Vries, Toyota
2. Buemi/Hartley/Hirakawa, Toyota
3. Fuoco/Molin/Nielsen, Ferrari
4. Pier Guidi/Calada/Giovinazzi, Ferrari
5. Kubica/Ye/Hanson, Ferrari
6. Lynn/Nato/Stevens, Cadillac
Text und Foto: Roman Klemm
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