„Hot town – summer in the city!“ Unter diesem Motto fand am Pfingstsonntag bei hochsommerlichen Temperaturen der dritte Lauf zur österreichischen Slalom-Staatsmeisterschaft in Steyr statt. Das als „Monte Carlo des Slalomsports“ in der Szene bekannte Rennen ist für viele das Saisonhighlight und Obmann Alfred Feldhofer, Gerhard Nell und das gesamte Arbö-Team lieferten „wie gewohnt“ vom Begin bis zur Siegerehrung eine perfekte Veranstaltung.

Fahrer und Autos steckten die heißen Bedingungen erstaunlich gut weg, wodurch es kaum Ausfälle aber dafür umso spannendere Positionskämpfe gab. Die Zuschauerränge waren trotz Badewetter wieder gut gefüllt und Sprecher Adi Atcy Janacek sorgte mit einer Mischung aus Live-Kommentar und Hintergrundstorys wieder für beste Unterhaltung. Kurz, ein echter Top-Event! Weniger glamourös als das Vorbild an der cote d’azur, dafür mit ehrlicher Begeisterung für den Sport auf und neben der Strecke!
In der Gruppe Histo setzte sich auch beim dritten Lauf zur ÖM-2026 der erfreuliche Trend steigender Starterzahlen fort und die historischen Prachtstücke wurden auch beherzt um den Kurs bewegt! Gerhard Schauppenlehner holte sich mit einer starken Leistung nicht nur den Sieg in der Klasse bis 1600ccm sondern auch den Gruppengesamtsieg und schob sich in die Top15 der Tageswertung! Um die Plätze zwei und drei kämpften die tiroler Landsleute Alois Kaufmann und Alfons Nothdurfter wobei Kaufmann um 495 Tausendstel das bessere Ende für sich hatte. Rang vier ging am Martin Kogler und fünfter wurde Thomas Strasser. Bei den Zweiliter-Fahrzeugen brachte Markus Mauracher seinen wunderschönen Ari-Vatanen-Escort nach Steyr und forderte damit Markenkollegen Fritz Kreiseder kräftig heraus. Kreiseder konnte letztlich mit 86 Hundertstel Vorsprung seinen dritten Sieg in Folge feiern und Mauracher sowie Gerhard Auer auf die Plätze zwei und drei verweisen. Peter Waldbauer stellte im Familienduell mit Sohn Alexander in der Klasse über 2000ccm auf 2:1 nach Siegen aber in der Sammelklasse klopft bereits der nächste starek Newcomer an die Tür. Tobias Probst, Filius von Franz Probst legte bei seinem Deut eine perfekte Talentprobe ab.
In der Klasse LG1 der Gruppe „Street“ setzte sich Thomas Hauska mit Bestzeit in allen Durchgängen erneut gegen Sebastian Veigl durch. Im Teaminternen Duell um Platz drei hatte aber diesmal Thomas gegen Raphael Fröhlich um 198 Tausendstel das Momentum auf seiner Seite. Thomas Kraxner wuchs förmlich über sich hinaus und holte sich 465 Tausendstel vor Reinhard Walkner seinen ersten Saisonsieg in der Klasse LG2. Mario Zimmermann gehörte im neu designten Suzuki der letzte Stockerlplatz vor Sebastian Haas und Thomas Zemann. Wie in Greinbach lautete das Podium der ersten drei in der Klasse LG3 Wolfgang Luttenberger vor Fabian Kaufmann und Gerhard Steigenberger. Michael Philipp Neubauer wurde wie in Teesdorf vierter. Ein neues Siegergesicht gab es hingegen mit Markus Praschnig in der Klasse LG4. Er konnte sich in einem spannenden Dreikampf um 455 bzw. 842 Tausendstel gegen Karl Heinz Schauperl und Robert Schwarz behaupten. Markus Fallmann holte hinter Dominator Markus Huber in der Klasse LG5 den ersten Stockerlplatz des Tages für die Hausherren. Mit konstant schnellen Zeiten klassierte sich Ex-Champion Robert Aichlseder auf Platz drei vor Daniel Temper und Martin Eilmer.
Gruppe Street-Vizemeister 2025 Martin Gradwohl nahm diesmal in seinem Citroen Saxo Platz und feierte damit einen deutlichen Sieg in der Klasse LG1 der Gruppe Sport. Lokalmatador Sadat Zairi konnte vor Heimpublikum ebenfalls glänzen und sicherte sich vier Zehntel vor Norbert Dokulil den zweiten Platz. 472 Tausendstel dahinter wurde Lukas Daross vierter und Doppelstarter Martin Eilmer machte auch hier die Top-Five komplett. Mit einer blitzsauberen Leistung gelang Michael Auer der Hattrick an Klassensiegen in der Klasse LG2. Niki Hawa und Lukas Haas standen als zweiter und dritter neben ihm auf dem Podest. Christian Ebner und Franz Müller lieferten sich in der Klasse LG3 vom Training an ein Duell auf Messers Schneide und nach drei Durchgängen entschieden nur winzige 28 Tausendstel zugunsten von Müller. Daniel Buxbaum blieb mit 87 Hundertstel Rückstand als dritter immer in Schlagdistanz und Petra Ebner steigerte sich von Lauf zu Lauf und wurde vierte vor Klaus Riedler. In der gleichen Tonart ging es auch in der Klasse LG4 weiter wo die ersten vier im Endklassement innerhalb von nur 1,2 Sekunden lagen. Martin Walcher holte seinen Peugeot wieder einmal aus der Garage und erkämpfte mit Markus Rötzer einen Doppelsieg für das Arbö Team Steyr. Herbert Sommer hatte schon einen Fuß auf dem Stockerl musste sich dann aber letztlich 12 Tausendstel hinter Manfred Stangl mit Rang vier begnügen. Tochter Ines sicherte sich 715 Tausendstel vor Markus Gruber Platz fünf. Philipp Preisinger war in der Klasse LG5 diesmal als Solist unterwegs während in der Klasse LG6 die üblichen Verdächtigen, Dietmar Schwab, Thomas Krisch und Georg Rixinger aufeinander trafen. Bis zur Zwischenzeit konnte Rixinger den Gewichtsnachteil des Elektroantriebs erstaunlich gut wettmachen, musste sich am Ende aber mit Platz drei hinter Schwab und Krisch begnügen. In der Sammelklasse der Gruppe Sport schenkten sich Markus und Michael Sorg nicht das Geringste, mit Klassenbestzeit in Durchgang zwei sicherte sich aber Markus um 113 Tausendstel den obersten Stockerlplatz. Alfons Nothdurfter fuhr in Wolfgang Benignis Alpine auf einen beachtlichen dritten Rang vor Reinhard Walkner und Benigni selbst.
Gerhard Nell, und die Gebrüder Dall pushten sich in der Klasse „Race“ bis 1400ccm gegenseitig zu Höchstleistungen was für alle drei einen Platz in den Top 6 der Tageswertung bedeutete! Nell haderte etwas mit der Technik, konnte sich aber am Ende trotz Doppelbelastung Klassenrang zwei zwischen Martin und Franz sichern. Wie beim zweiten ÖM-Lauf lautete die Reihung in der Klasse bis 1600ccm David Madlmayr vor Gerhard Kronsteiner und Philipp Raab womit sich die „Heimmannschaft“ Arbö Team Steyr erneut über einen Dreifachsieg freuen konnte. Bei den Fahrzeugen bis zwei Liter Hubraum ereilte Top-Favorit Christian Irlinger unmittelbar nach der Zieldurchfahrt von Lauf eins ein Defekt an der Kardanwelle. Georg Schlader ließ sich nicht zwei Mal bitten und holte sich den Sieg vor Andreas Ortner, Michael Schellhorn und Debutant Jürgen Antensteiner. Mario Mayr feierte auf seiner Lieblingsstrecke nicht nur den dritten Klassensieg im dritten Rennen sondern konnte sich den Tagessieg auf die Fahnen heften. Neben ihm auf dem Podium der Klasse über 2000ccm 2WD standen Helmut Pötzelsberger im wunderschönen Opel C-Coupe und Christian Sieghartner. Wolfgang Leitner lieferte Mayr wieder einen sehenswerten Kampf um die Divisionswertung, musste sich aber um 399 Tausendstel geschlagen geben. Am Klassensieg bei den Fahrzeugen über 2000ccm 4WD vor Robert Bauer gab es aber nichts zu rütteln. Der Sieger der Sammelklasse Gruppe Race hieß wie 2025 Erwin Flicker. Platz zwei sicherte sich Doppelstarter Markus Mauracher im Ford Fiesta Proto.
Ex-Gesamtsiegerin Petra Ebner lächelte vom obersten Podest der Damenwertung. Birgit Löschnig hat seit Jahren ein Dauerabonnement auf dem Podest in Steyr gebucht und holte sich Platz zwei vor Marina Zimmerman. Sabine Reinthaler steigerte sich nach Torfehler im Training noch auf Platz vier und Ines Sommer wurde fünfte.
Für die Aktiven gibt es nur eine kurze Pause, denn im FAZ-Fohnsdorf empfangen Hausherr Peter Hopf, Keke Platzer und Kevin Kaltenegger schon am 20/21.Juni die Fahrerinnen und Fahrer zu einer Zwei-Tagesveranstaltung. Der samstags ausgetragene lizenzfreie Lauf zählt zum oberösterreichischen Automobilslalom-Cup und zum Kärtner Slalom-Cup, sonntags wird dann um Staatsmeisterschaftspunkte gekämpft.
Weiter Infos unter: www.slalom-oem.at
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