„Vorarlberg zum Vorreiter der Digitalisierung machen.“

100 Megawatt für die Digitalisierung: Rhomberg Gruppe entwickelt gemeinsam mit der Stadt Hohenems eine KI-Infrastruktur im Herzen des Rheintals

Die familiengeführte Rhomberg Gruppe plant auf dem Gelände ihres Ressourcen Centers in Hohenems-Unterklien ein Datencenter für KI-Anwendungen mit einer Leistung von bis zu 100 Megawatt. Dieses Volumen soll zukünftig Technologieunternehmen, Startups und Forschungseinrichtungen ebenso wie klassischen Industrieunternehmen zur Verfügung stehen, um sensible Daten sicher zu speichern, neue KI-Anwendungen zu kreieren, bestehende Tools zu trainieren oder ihre Prozesse durch generative KI und maschinelles Lernen zu optimieren. Das Vorhaben wird gemeinsam mit der Stadt Hohenems vorangetrieben. Das Land Vorarlberg unterstützt die Initiative im Hinblick auf ihre Entwicklungschancen für den Wirtschaftsstandort.
„Damit katapultieren wir Vorarlberg in eine Vorreiterrolle in der Bereitstellung von Rechen- und Cloudleistungen für digitale Anwendungen, lokal und international“, so Initiator Hubert Rhomberg. „Eine lokale, resiliente und vor allem souveräne digitale Infrastruktur ist für die Zukunft unseres Landes entscheidend. Wir wollen kritische Daten und Rechenkapazitäten in der Region und in Europa halten, Abhängigkeiten von ausländischen Einflüssen reduzieren und die Kontrolle über unsere digitale Wertschöpfung stärken.“
„Das Land unterstützt diese Initiative und die damit verbundenen Entwicklungschancen für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen und die Weiterentwicklung Vorarlbergs als Innovationsstandort. Dabei können wir auf unsere eigenen Stärken bauen: auf regional verfügbare Ressourcen, unsere Infrastruktur und das Know-how der lokalen Wirtschaft. Das schafft gute Voraussetzungen für neue Technologien, innovative Geschäftsmodelle und zusätzliche Wertschöpfung im Land“, betont Wirtschaftslandesrat Marco Tittler.
Die Pläne, obwohl noch in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung, sind bereits weit ausgereift: Je nach konkreter Situierung auf dem Areal kann auf bis zu 25 500 m² ein leistungsstarkes Datencenter entstehen, das direkt zum Betriebsstart 50 Megawatt Leistung zur Verfügung stellen und sukzessive auf die doppelte Kapazität von 100 Megawatt ausgebaut werden kann. Bevorzugt wird eine unterirdische Lösung im Steinbruch, die besonders gute Voraussetzungen für eine geschützte und resiliente Dateninfrastruktur bietet. Da das Gebiet des Steinbruchs in den kommenden Jahren renaturiert wird, gibt es eine sinnvolle Weiternutzung ohne zusätzliche Versiegelung. Die Kompetenzen für die qualitativ hochwertige Errichtung garantiert die Rhomberg Gruppe selbst durch ihre Bau-Unternehmungen wie Rhomberg Bau oder Goldbeck Rhomberg. Die für das Datencenter vorgesehenen Flächen befinden sich im Besitz der Stadt Hohenems und der Firmengruppe. Weiterer Vorteil: Die Anlage ist hinsichtlich relevanter Punkte wie technischer Infrastruktur und Skalierbarkeit vollständig flexibel und bietet so eine individuelle Planbarkeit.Perspektive für den Standort Hohenems
Das geplante Datencenter eröffnet Hohenems und dem gesamten Rheintal eine große Zukunftschance. Das bestehende Steinbruchareal bietet ideale Voraussetzungen, um leistungsfähige digitale Infrastruktur mit einer ressourcenschonenden Standortentwicklung zu verbinden. Die angedachte unterirdische Nutzung, die Renaturierung des Geländes und die Nutzung der Abwärme für das regionale Wärmenetz bieten die Chance, technologische Entwicklung und einen konkreten Nutzen für die Umwelt zusammenzuführen.
„Dieses Projekt ist eine große Chance für Hohenems und die gesamte Region. Das Vorhaben bietet die Möglichkeit, die Souveränität und Unabhängigkeit bei der Speicherung und Verarbeitung von Daten zu stärken und damit einen wichtigen Beitrag zur digitalen Eigenständigkeit unserer Region zu leisten. Hier können wir die Voraussetzungen schaffen, damit Unternehmen in neue Technologien investieren und die Arbeitsplätze der Zukunft in unserer Region entstehen. Mit der geplanten Renaturierung und der Nutzung der Abwärme bietet das Vorhaben auch einen Mehrwert für die Umwelt. Für mich ist das ein Meilenstein auf dem Weg zu einem innovativen und zukunftsstarken Rheintal“, erklärt Hohenems´ Bürgermeister Dieter Egger.  

Regionale Energie, internationaler Nutzen
Durch die zentrale Lage im Rheintal bietet der Standort attraktive Voraussetzungen für Unternehmen in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein. Gleichzeitig profitieren insbesondere die zahlreichen Vorarlberger Industrie-, Technologie- und Produktionsunternehmen von kurzen Wegen, regionaler Datenhaltung und einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur.
Eine wichtige Grundlage dafür bilden die Glasfaseranbindung und die Energieversorgung: Durch Vereinbarungen mit vorarlberg vetz und illwerke vkw sind eine störungsfreie Anbindung mittels Glasfaser sowie eine redundante Versorgung mit regional erzeugter, erneuerbarer Wasserkraft sichergestellt. Die entstehende Abwärme kommt wiederum dem regionalen Wärmenetz zugute. Hinzu kommen attraktive Netzentgelte, die deutlich unter denen vergleichbarer Standorte liegen.
„Als Anbieter leistungsstarker Infrastruktur können wir die benötigte Netzanbindung bereitstellen. Die Leistung von 50 Megawatt entspricht rund 10 Prozent der Höchstlast Vorarlbergs und erfordert die Errichtung eines eigenen Umspannwerkes“, so Thomas Hilbe, Geschäftsführer der Vorarlberger Energienetze GmbH.

Chance für Betreiber und Investoren
Aktuell stößt das Vorhaben bei potenziellen Betreiber:innen, Technologiepartner:innen und Investor:innen auf reges Interesse. Erste konkrete Interessensbekundungen liegen bereits vor. Nun werden die Gespräche vertieft, um die nächsten Entwicklungsschritte gemeinsam auszuarbeiten. „Der Bedarf an souveräner Rechenleistung, KI-Infrastruktur und sicheren Datenräumen wächst in ganz Europa deutlich. Vorarlberg verfügt über sehr gute Voraussetzungen, um in diesem Zukunftsfeld eine aktive Rolle einzunehmen“, betont Hubert Rhomberg. „Wir wollen gemeinsam mit starken Partnern eine langfristig tragfähige Infrastruktur entwickeln, von der Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die Region insgesamt profitieren können.“

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