Verzauberter „GP Historique“ in Monaco für Jean Alesi

Grand Prix Historique de Monaco – das war bisher kein erfolgreicher Abschnitt in der Karriere von Jean Alesi. In diesem Jahr wollte der ehemalige F1-Fahrer vieles wiedergutmachen – und wieder gelang es nicht…

Erinnern Sie sich an den „grippalen“ GP de Monaco Historique im Jahr 2021? Jean Alesi kämpfte dort um den Sieg mit Marco Werner, bis er sich beim Beschleunigen aus der Variante Noghes verschaltete und der unmittelbar folgende Le-Mans-Sieger ihn von hinten rammte. Den „bösen Deutschen“ disqualifizierte man dafür, obwohl Werner bis heute schwört, dass es ausschließlich ein Fehler des Franzosen war. Jean hatte vor 5 Jahren leider nicht das Format, zur Rennleitung zu gehen und alles richtigzustellen… Werner ist wegen dieser Angelegenheit bis heute außer sich: „Alesi war mein großes Idol und ich hatte seinen Overall zu Hause an der Wand hängen. Nach diesem Vorfall habe ich ihn jedoch abgenommen. Menschlich hat er mich tief enttäuscht…“.
Dieses Jahr wagte sich Alesi nach 5 Jahren wieder zur „Historique“ – zur Sicherheit in einer anderen Klasse, als der, in der er auf Werner gestoßen wäre. Der Restaurator Metuzalem Racing bereitete ihm ein Ferrari 312 vor, mit dem 1969 in Monaco Chris Amon startete. Aus Alesis Sicht begann das Wochenende mit dem freien Training am Freitag nicht gut: Nach dem Vorbild von Charles Leclerc (der hier vor 4 Jahren einen historischen Ferrari zerlegte) machte er sich zum „Deppen des Tages“, als er in seiner vierten gemessenen Runde vor der Hafen-Schikane einen Fehler machte. Er bremste zu aggressiv am rechten Bordstein, das brachte das Auto ins Schleudern und Jean demolierte seine Front an der Leitplanke links…
Metuzalem Racing brachte das Auto sofort in die Werkstatt und stellte es über Nacht wieder „auf die Räder“, damit sich Alesi am Samstag als Sechster qualifizieren konnte, 3,2 Sekunden hinter Surtees TS9 Polemann Lyons.
Am Sonntag sollte also das überwiegend italienisch-französische Publikum das zu sehen bekommen, wofür es gekommen war: Alesi im Cockpit des Ferrari 312. Aber es kam anders… Der Unglücksrabe kam aus dem Fahrerlager kommend „nur bis zu mir“ – und ich stand am Anfang der Boxengasse… Dort verstummte sein Motor und die Mechaniker Matuzalems konnten ihn bis zum Start nicht mehr zum Aufheulen bringen.
Also „Auf Wiedersehen im Jahr 2028 Monseigneur Alesi?“

Text und Foto: Roman Klemm

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