„Direkt vom Geburtstagsfest zum aufschlussreichen Rallye-Test!“ So oder so ähnlich würde Luca Waldherr seinen Einstieg ins kommende Wochenende beschreiben, wäre er ein Dichter. Der Grund: Am Donnerstag hat seine Ehefrau Julia Geburtstag, der bei einem gemeinsamen Frühstück gefeiert wird. Luca Waldherr ist jedoch kein Poet, sondern einer der besten Motorsportler des Landes, weswegen es für den 31-jährigen Zöberner gleich im Anschluss an die morgendliche Geselligkeit geradewegs in sein aktuelles Einsatzgebiet geht. Denn nicht nur Gattin Julia bekommt (hoffentlich) ein Geschenk, sondern auch Gatte Luca hat eines von ihr erhalten. „Ich habe von meiner Frau die Erlaubnis bekommen, bei der Rallye Weiz am 18./19. Juli zu starten“, sagt der Niederösterreicher augenzwinkernd.
Mit zwei Ausfällen (Jännerrallye und Rebenland) dem Podestplatz in Kärnten und dem Nichtstart in Judenburg verlief die bisherige Saison freundlich ausgedrückt durchwachsen und ist auch die Verteidigung des letztjährigen Vizestaatsmeistertitels illusorisch. „Das muss ich leider so zur Kenntnis nehmen“, ist Luca Waldherr naturgemäß nicht ganz glücklich, versucht jedoch, daraus auch etwas Positives für den vorletzten Lauf in der Oststeiermark und dann wohl auch für das Saisonfinale Ende August bei ihm daheim in Krumbach herauszufiltern. „Die Ausgangslage bedeutet auch, dass ich ohne taktische Überlegungen in die Rallye Weiz gehen und dort einfach nur einfach nur Gas geben und frei von der Leber weg Rallye fahren kann.“

Dass auf dem bekannt schnellen Asphalt in Weiz u. a. mit Simon Wager, Hermann Neubauer, Michael Lengauer, dem Deutschen Albert von Thurn und Taxis oder Rückkehrer Niki Mayr-Melnhof das Who is Who der heimischen Rallye-Szene am Start steht, macht die Aufgabe für Luca Waldherr nicht einfacher, ist aber sportlich gesehen umso reizvoller. Seine Reaktion darauf: „Das ist natürlich ein unglaublich starkes Teilnehmerfeld, und realistisch betrachtet bin ich davon sicher jener Rally2-Pilot, der die wenigsten Kilometer auf dem Buckel hat. Deshalb sehe ich das Ganze ohne Stress und ohne Druck, und man muss schauen, wo wir mit unserem Paket stehen.“ Nachsatz: „Aber natürlich hat man das Podium immer im Visier.“
Die Kraft dazu schöpft der Familienmensch und Papa Luca Waldherr aus seinem nächsten Umfeld. Da hilft es sicher, dass die Ehefrau mit den Kindern am Samstag nach Weiz kommt. Womit wir wieder beim eingangs erwähnten Thema wären.
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