Das Wochenende in Spielberg hatte einen klaren Dominator: Der bulgarische Red Bull-Junior Nikola Tsolov machte Dr. Marko mit seinem Sieg in der Qualifikation und im Rennen richtig Freude. Nach der technischen Abnahme und der anschließenden Disqualifikation seines Fahrzeugs kam allerdings das böse Erwachen. Auch für Charlie Wurz gab es am Sonntagabend wenig zu feiern.

Training und Qualifikation
Nach Österreich kam der Brasilianer Rafael Camara als Führender der FIA-F3-Meisterschaft – aber der Qualifikationsfreitag hatte einen anderen Helden: den Bulgaren Nikola Tsolov. Bei bewölktem Himmel konnten die dreißig F3-Talente im freien Vormittagstraining nicht viel fahren. Die 45-minütige Sitzung wurde nämlich dreimal unterbrochen. Davon zweimal wegen Fehlern von Brando Badoer und Brad Benavides. Tsolov setzte sich dabei gegen Rafael Camara, Noah Stromstedt, Tuukka Taponen und Mari Boyo durch. Der einzige Österreicher im Starterfeld, Charlie Wurz erzielte nur die 10. Zeit, was auf ein schwieriges Wochenende hinwies…
Als beim strahlenden Sonnenschein am Nachmittag um die Startaufstellung für Sonntag gefahren wurde, war Tsolov zunächst erneut der Schnellste. Entscheidend sollte aber das Ende der 30-minütigen Qualifikation sein, in der der hervorragend aufgelegte Campos-Fahrer erneut den Takt angab. Die Sensation des Tages war jedoch Brad Benavides, der seinen AIX-Dallara auf eine bisher nie dagewesene zweite Position katapultierte. Hinter dem Amerikaner qualifizierten sich Stromsted, Bruno del Pina und Tasanapol Inthraphavusak – ein wirklich überraschendes Ergebnis, das für den Favoriten Camara nur den siebten Platz vorsah. Charlie Wurz verlor auf den Polesetter 0,3 sekunden, was erneut Rang 10 bedeutete.
Sprint – Samstag
Am Samstag durfte James Wharton vor Alexander Giusti und Charlie Wurz von der Pole-Position aus starten, was beim heimischen Publikum die Hoffnung weckte, dass „ihr“ Anglo-Österreicher endlich auf das Siegerpodest fahren würde.
Vor einer gut gefüllten Wiese (günstiger Eintritt) und spärlich besetzten Tribünen zeigte Poleman Wharton beim Start eine gute Reaktion und während der ersten Runde konnte er den aggressiven Giusti erfolgreich blockieren. Hinter ihnen reihten sich Wurz, Badoer, Ugochukwu, Camara und Voisin ein.
In einem interessanten Rennen hielten sich die ersten zwei Dutzend Fahrer lange im gegenseitigen Windschatten auf. Rund zur Halbzeit wurde jedoch neutralisiert: Wurz kollidierte mit Badoer! Die oben genannten Hoffnungen der Österreicher zerstreuten sich erneut.
In den letzten vier scharfen Runden nach dem Re-Start fuhr Wharton allen anderen davon und gewann überlegen. Hinter Giusti verteidigte der Schwarze Ugochukwu seinen dritten Platz vor dem gefährlichen Tsolov. Die restlichen Punkte gingen an Inthraphuvasak, Boya, Tramnitz und Stenshorne.
Rennen-Sonntag
Der Sonntag lässt sich aus Sicht der F3 mit einem einzigen Satz zusammenfassen: Nur die technischen Kommissare waren in der Lage, den herausragenden Tsolov zu „besiegen“. Der Bulgare ist in ausgezeichneter Form. Er ließ das restliche Feld von den ersten Metern an seinen „Staub schlucken“ – nach der ersten Runde lag er bereits 2 Sekunden vor Benavides! Dann fuhr er fehlerfrei zum Sieg…
Der Amerikaner Brad Benavides hielt seinen zweiten Platz nicht lange und begann zurückzufallen. Stromsted, Ugochukwu und Camara überholten ihn bald. Besonders Camara war in der ersten Rennhälfte sehr schnell und schob sich auf den 2. Platz.
Während Tsolov unerreichbar an der Spitze glänzte, änderte sich hinter ihm das Kräfteverhältnis gegen Ende des Rennens. Camara wurde langsamer, während sich Martinius Stenshorne nach einem schlechten Qualifying erfolgreich nach vorne kämpfte. Gemeinsam mit Tramnitz und Boya arbeitete sich der norwegische Junior von McLaren auf den zweiten Platz vor – den die Rennkommissare am Nachmittag vergoldet haben: Die Holzplanke an Tsolovs Auto war zu stark abgeschliffen und der Bulgare verlor seinen Sieg.
Die drei Trident-Autos kamen in der Reihenfolge Camara-Wurz-Stromsted nur hinter Ugochukwu ins Ziel. Für Charlie Wurz bedeutete dies zwar sein bestes Saisonergebnis, aber erneut nur kleine Punkte und acht Rennen vor Schluss der Meisterschaft Platz 14 in der Gesamtwertung.
Ergebnis:
1. Martinius Stenshorne, Hitech
2. Tim Tramnitz, MP
3. Mari Boya, Campos
4. Ugo Ugochukwu, Prema
5. Rafael Camara, Trident
6. Charlie Wurz, Trident
7. Noah Stromsted, Trident
8. Callum Voisin, Rodin
9. Brad Benavides.AIX
10. Theophile Nael, Van Amersfoort
Text: Roman Klemm
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