Hohe Erwartungen trotz großer Konkurrenz

Mit viel Selbstvertrauen gehen Roland Stengg mit einem Renault Clio Rally3 und Thomas Traußnig mit einem Peugeot 208 Rally4 unter der Flagge von Stengg Motorsport in die ET König Rallye am 12./13. Juni in Judenburg.

Da darf ein Aushängeschild der heimischen Rallye-Szene natürlich nicht fehlen. Denn dieses Prädikat hat Stengg Motorsport allemal. Nicht nur, dass Teamchef und Ex-Staatsmeister Willi Stengg auch als Organisator der nächstwöchigen ET König Rallye powered by (Mitorganisator) Peter Hopf Erdbau fungiert, stehen auch drei Autos aus dem Hause Stengg in Judenburg am Start.

In der ORM 2 geht Roland Stengg mit der Slowenin Rebeka Kobal am Copilot(innen)sitz seines Renault Clio Rally3 ins Rennen. Mit seinem sensationellen fünften Platz in der Gesamtwertung und dem Sieg in der internationalen Mitropacup-Wertung bei der Lavanttal-Rallye hat der ehemalige 2WD-Staatsmeister wieder einen großen Schritt auf dem Weg zum Umstieg in die Welt der vierrad-getriebenen Fahrzeuge getätigt. Kein Wunder also, dass die Erwartungshaltung von Mal zu Mal steigt. Wenngleich die Konkurrenz mit bekannten Namen wie Günther Knobloch, Christoph Zellhofer, Maximilian Lichtenegger oder Hermann Gassner wieder enorm stark ist.
Roland Stengg: „Ich komme tatsächlich mit großem Selbstvertrauen zur Rallye nach Judenburg. Unsere Leistung zuletzt im Lavanttal lässt mich auf Vieles hoffen. Sogar einen Sieg in der Klasse traue ich mir zu.“ Und dies, obwohl sich der im burgenländischen Neusiedl am See lebende Steirer letztes Jahr bei seiner Murtal-Premiere gar nicht so wohl gefühlt hat. „Da habe ich mich erst an die Prüfungen herantasten müssen. Die ET König Rallye besticht durch einige sehr breite Abschnitte mit vielen flat outs. Das ist eigentlich was, das mir normalerweise liegt, womit ich im Vorjahr aber irgendwie trotzdem nicht zusammengekommen bin. Aber heuer bin ich eben ein Jahr reifer.“ Freude kommt bei Stengg zudem auf, wenn er an den Stadtkurs in Judenburg denkt, der heuer ja statt zwei- gleich dreimal gefahren wird. „Das ist eine unglaublich geile Sache, direkt vor so vielen Fans durch die Stadt zu fahren. Die Atmosphäre ist beeindruckend, hat fast ein bissel was von der Barum-Rallye in Tschechien, die ja seit vielen Jahren als EM-Lauf gefahren wird. Diese Prüfung hab‘ ich im Vorjahr gewinnen können, das möchte ich heuer natürlich gerne wiederholen.“


In der ORM 3, wo sich die zweirad-getriebenen Autos tummeln, lenkt der Kärntner Thomas Traußnig mit der steirischen Fachfrau Bianca Marina Stampfl als Copilotin einen Peugeot 208 Rally4. Auch auf dieses Duo warten mit dem dreifachen Saisonsieger und regierenden ORM-3-Staatsmeister Marcel Neulinger sowie dessen Bruder Nico Neulinger bzw. dem Brüderpaar Raphael und Lukas Dirnberger oder Ex-2WD-Champion Simon Seiberl ebenso blitzschnelle und wie Traußnig sehr junge Konkurrenten. Der 23-jährige Wolfsberger brennt trotzdem oder gerade deswegen auf seinen Einsatz: „Ich freue mich schon irrsinnig auf die Rallye im Murtal. Dort habe ich 2024 meinen ersten 2WD-Sieg feiern können, voriges Jahr war ich Achter in der Gesamtwertung, also habe ich gute Erinnerungen daran. Wir werden nächste Woche kurz vor der Rallye noch einen kleinen Test absolvieren, und dann kann’s losgehen. Ich möchte mich natürlich auch diesmal wieder so weit als möglich nach vorne orientieren. Ein Podestplatz wie zuletzt im Lavanttal mit Platz drei in der Junioren-Staatsmeisterschaft wäre schon ein toller Erfolg.“
Nicht im Staatsmeisterschafts-Betrieb, sondern im show-mäßigen Rallye4You-Programm lenkt bei der ET König Rallye wie schon zuletzt in Wolfsberg der Burgenländer Anton Pickem mit Beifahrerin Claudia Czvitkovich einen Lancia Delta HF Integrale 8V aus dem Hause Stengg Motorsport.

 

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