Glück-Auf-Slalom in Fohnsdorf

Bei brütender Hitze fand am 21. Juni im Zuge des Slalom-Wochenendes im FAZ-Fohnsdorf by Peter Hopf der vierte Lauf zur Slalom-ÖM 2026 statt, was alle Beteiligten aber wesentlich lieber in Kauf nahmen als den orkanartigen Sturm welcher der lizenzfreien Veranstaltung am Vortag ein abruptes Ende setzte. Mensch und Maschine wurden bis aufs äußerste gefordert und die harten Bedingungen brachten auch die eine oder andere Überraschung in der Ergebnisliste. Keke Platzer und Kevin Kaltenegger duften sich jedenfalls über eine gelungene Veranstaltung freuen, was nicht zuletzt auch ihrem Team aus Streckenposten, Sprecher, Zeitnahme-Team und Helfern zu verdanken war, die an beiden Tagen hervorragende Arbeit geleistet haben! Natürlich gab es passend zum „Glück-Auf Autoslalom“ auch wieder den Wanderpokal für die Tagesbestzeit in Form eines Bergknappen-Helms, der zwar den Preisträger gewechselt hat, aber trotzdem am gleichen Ort verbleibt, doch dazu später mehr.

In der Klasse bis 1600ccm der historischen Fahrzeuge setzte Gerhard Schauppenlehner seine Siegesserie fort und verwies Alois Kaufmann und Martin Kogler auf die Plätze zwei und drei. Ihm gleich tat es Fritz Kreiseder, der sich in der Klasse bis zwei Liter Hubraum von Lauf zu Lauf steigern und einen ungefährdeten Sieg vor Gerhard Auer feiern konnte. Bei den Fahrzeugen über 2000ccm hingegen läuft die Saison wesentlich ausgeglichener, denn Peter Waldbauer stellte im familieninternen gegen Sohn Alexander nach Siegen auf 2:2.
Im Walter Penker Pokals für historische Formel Ford Fahrzeuge lieferten sich Josef Hörmann und Lorena Ferrari ein spannendes Duell um den Sieg, welches erst durch einen Hutfehler Hörmanns im letzten Durchgang um 626 Tausendstel zugunsten Ferraris entschieden wurde. Harald Dorfbauer sicherte sich bei der ersten Ausfahrt mit dem neuen Fahrzeug mit einer knappen Sekunde Vorsprung auf Michael Dolzer Platz drei und Gerold Keusch fuhr nach starkem Training und Torfehler im ersten Lauf noch auf Platz fünf.
Während die Plätze eins und zwei für Thomas Hauska und Robert Baumegger in der Klasse LG1 der Gruppe „Street“ keine Überraschung darstellten, war der Kampf um die Spitzenplätze in der Klasse LG2 dafür umso mitreißender. Sieger Thomas Kraxner konnte sich mit knapp 1,5 Sekunden Vorsprung noch ein relativ komfortables Polster verschaffen, zwischen Platz zwei und Platz sechs lagen dann aber nur 812 Tausendstel! Die Reihung lautete dabei Ralf Zehetner vor Sebastian Haas, Mario Zimmerman, Björn Gach und Thomas Zemann. Wolfgang Luttenberger musste sich in der Klasse LG3 nach drei Siegen in Folge erstmals mit dem Kronprinzenplatz begnügen.  Sieger Fabian Kaufmann präsentierte sich in Bestform und verwies Luttenberger und Gerhard Steigenberger auf die Plätze zwei und drei, wobei Steigenberger auch nur 133 Tausendstel auf Rang zwei fehlten. Vierter Philipp Michael Neubauer. In der Klasse LG4 war Markus Kienzl vom ersten Meter an eine Klasse für sich und gewann mit deutlichem Vorsprung vor Markus Praschnig und Karl Heinz Schauperl. Steve Kainz sicherte sich Platz vier vor Lokalmatador Ralph Hofer. Markus Huber blieb auch beim vierten Rennen erfolgreich in der Klasse LG5 und siegte vor „Teamchef“ Helmut Kienzl. Ein Hutfehler in Lauf zwei war ausschlaggebend, dass sich Robert Aichlseder um 787 Tausendstel hinter Daniel Temper mit Platz vier begnügen musste, und nur 319 Tausendstel dahinter komplettierte Markus Sorg die Top-Five.
Mit einer Traumzeit in Durchgang eins legte Martin Eilmer den Grundstein zum Sieg vor Norbert Dokulil und Sadat Zairi in der Klasse LG1, die mit einem Abstand von rund einer Sekunde die Plätze zwei und drei belegten. Simon Gugelsberger konnte sich im Kampf um Platz vier um 563 Tausendstel gegen Julian Gratzer durchsetzen. Auch die Siegesserie von Michael Auer in der Klasse LG2 fand in Fohnsdorf ein Ende. Nach drei Durchgängen konnte er aber noch mit 228 Tausendstel Differenz Platz zwei vor Lukas Haas retten. Den Sieg holte sich aber mit Klassenbestzeit in allen Durchgängen ein stark fahrender Niki Hawa. Franz Müller und Christian Ebner schenkten sich wie gewohnt nicht das Geringste im Kampf um den Platz an der Sonne in der Klasse LG3, wobei sich Müller am Ende um 72 Hundertstel behaupten konnte. Den verbliebenen Podestplatz krallte sich Daniel Buxbaum vor Petra Ebner und Matthias Resek. Manfred Stangl krönte seine starke Leistung in der Klasse LG4 mit seinem ersten Saisonsieg, 42 Hundertstel vor Markus Rötzer. Markus Gruber kommt mit seinem neuen Arbeitsgerät ebenfalls immer besser in Fahrt und holte sich Platz drei vor Ines Sommer. In der Klasse LG5 setzte Reinhard Rettenbacher nach Hutfehler in Durchgang zwei im dritten alles auf eine Karte, musste sich aber trotz Bestzeit in der Endabrechnung Sieger Philipp Preisinger um 172 Tausendstel geschlagen geben. Der Steirer Dietmar Schwab in der Klasse LG6 konnte seine weiße Weste behalten und baute mit seinem vierten Gesamtsieg die Tabellenführung weiter aus. Im Kampf um Platz zwei hatte Georg Rixinger gegen Thomas Krisch um knapp 37 Hundertstel die Nase vorne, und in der Sammelklasse der Gruppe Sport gab es sogar einen Doppelsieg für die Steiermark durch Michael und Mario Weingartmann.


Während Gerhard Nell hat seine Getriebe-Probleme von Steyr in den Griff bekommen hat und zum Sieg in der Klasse „Race“ bis 1400ccm fahren konnte, hatten die Gebrüder Martin und Franz Dall diesmal mit der Technik zu kämpfen. Ein überhitzender Motor nach Lauf eins stellte sich zum Glück nur als defekte Sicherung heraus, und nach einer durchschraubten Mittagspause konnte man sich noch auf den Plätzen zwei und drei klassieren. Gerhard Kronsteiner kam in der Klasse bis 1600ccm am besten mit der Strecke zurecht und führte einen weiteren Arbö-Team Steyr Dreifachseig vor Philipp Raab und David Madlmayr an. Maria Perwein feierte eine viel beachtete Premiere im Golf von Sohn Fabian und holte sich Platz vier vor Thomas Moser. Bärenstark präsentierte sich auch Severin Gschiel in der Klasse bis 2000ccm und feierte einen vollen Erfolg vor Georg Schlader, der trotz Hutfehler in der Wertung Andreas Ortner um 581 Tausendstel auf Platz drei verweisen konnte. Michael Schellhorn verzeichnete ein DNF mit Technikproblemen in Durchgang zwei, konnte sich aber noch Platz vier vor Jürgen Antensteiner sichern. „Business as usual“ für Titelfavorit Mario Mayr, der mit einem weiteren Sieg in der Klasse über 2000ccm 2WD seine Ambitionen untermauerte. Platz zwei holte sich Peter Bindberger bei der Erstausfahrt im Staatsmeisterauto der letzten beiden Jahre vor Wolfgang Pichler. Völlig anders hingegen der Rennverlauf in der Klasse über 2000ccm 4WD, wo Mayrs Konkurrent Wolfgang Leitner einen rabenschwarzen Tag erwischte. Nach Defekten in Rennlauf ein und drei musste er punktelos die Heimreise antreten, was seinen Titelhoffnungen natürlich einen ordentlichen Dämpfer verpasste. Den Sieg holte sich sensationell Wolfgang Masin, der Sohn Alexander um 62 Hundertstel auf Platz zwei verweisen konnte. Schnellster Mann am Parcours war aber Ex-Meister Herbert Perwein der seinen Berg-Golf mit Turbo und Allrad in der Sammelklasse an die Startlinie rollte. Mit Tagesbestzeit holte er nicht nur den Sieg, sondern auch den begehrten Knappenhelm-Wanderpokal, wie im Vorjahr Sohn Fabian. Erwin Flicker war ohne Alfred Zierl nach Fohnsdorf gekommen, der ihn als großer Slalom-Fan lange Jahre zu vielen Rennen begleitete und kurz zuvor verstorben war. In seinem Sinne gab er richtig Gas und fuhr er auf Platz zwei vor Markus Mauracher und Alfons Nothdurfter.
Als Siegerin im Walter Penker Pokal gehörte Lorena Ferrari auch das oberste Podium in der Damenwertung Petra Ebner und Ines Sommer. Die Plätze vier und fünf gingen an Birgit Löschnig und Sabine Reinthaler.
In der Slalom ÖM geht es nun in die Sommerpause ehe es am 15.August mit dem Polizeimotorsport-Autoslalom im ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Teesdorf weitergeht, wo Christian Rosner und sein Team vom Polizei-Motorsport-Verein Wien die zweite Saisonhälfte eröffnen werden!
Weiter Infos unter: www.slalom-oem.at

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