Das Saisonfinale der DTM fand für das TGI Team by GRT am vergangenen Wochenende vom 9. bis 11. Oktober vor 112.000 Zuschauern auf dem Hockenheimring statt. Für die von Lamborghini Squadra Corse unterstützte Mannschaft aus St. Margarethen in der Steiermark galt es, die Debütsaison des Lamborghini Temerario GT3 in der prestigeträchtigen Meisterschaft mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Nach vielversprechenden Trainingsleistungen der beiden Lamborghini Factory Driver Mirko Bortolotti und Maximilian Paul gelang im ersten Rennen am Samstag ein starkes Teamresultat. Der Italiener kämpfte bis zum Schluss um den Sieg und feierte Platz zwei im 21 Fahrer starken DTM-Feld. Maximilian Paul zeigte nach einem verzockten Qualifying im Mittelfeld eine fehlerfreie Performance und fuhr von P20 auf P13.
Bei herbstlichen Bedingungen auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring belegten Mirko Bortolotti und Maximilian Paul im nassen zweiten Training am Freitag zunächst die Plätze vier und fünf. Am Samstagmorgen fand das erste Qualifying ebenfalls bei Mischbedingungen statt, wobei alle konkurrenzfähigen Rundenzeiten auf Regenreifen gesetzt wurden. Mit Platz sechs stellte Bortolotti eine gute Ausgangslage sicher, für Paul ging sein Poker auf Slicks hingegen nicht auf. Der Dresdner wechselte zum Schluss zwar noch auf den Regenreifen, doch die Zeit reichte nicht mehr, um ihn ins Arbeitsfenster zu bringen. Damit war für ihn nicht mehr als P20 möglich.
Das erste Rennen über eine Distanz von 55 Minuten plus eine Runde fand am Mittag bei trockenen Verhältnissen statt. In der turbulenten Startphase behielt Bortolotti den Überblick und gewann drei Positionen. Im Boxenstopp-Fenster setzte der 36-Jährige erneut den Overcut perfekt um und kam erst in Runde 19 zum Reifenwechsel. Er verkürzte den Rückstand zum Leader dadurch von über vier auf zwei Sekunden. Im Verlauf des zweiten Stints kam er bis auf eine Sekunde heran, jedoch nicht in Schlagdistanz. Mit Platz zwei holte er nach 36 Runden sein 19. Podium in der DTM sowie das 15. für GRT. Maximilian Paul setzte auf eine andere Strategie. Am Start gewann er ebenfalls drei Plätze und stieß in Runde sechs auf P15 in die Punkteränge vor. Um sich im Mittelfeld freizuschwimmen, nutzte er in Runde zwölf die erste Gelegenheit zum Pitstop. Nach einer kontrollierten zweiten Rennhälfte wurde er mit Platz 13 belohnt.
Der Sonntag gestaltete sich für das TGI Team by GRT mit dem Qualifying schwieriger. Mirko Bortolotti und Maximilian Paul kamen auf Slicks bei kühlen Bedingungen und einsetzendem Regen nicht über die Startplätze 17 und 19 hinaus. Im zweiten Rennen mit zwei Pflicht-Pitstops sollte erneut die Strategie den Unterschied machen. Bortolotti blieb im ersten Boxenstopp-Fenster länger draußen und stieß mit dem Reifenwechsel in der 14. Runde auf P12 vor. Die zweite Runde der Pitstops brachte ihm beim erneuten Overcut zwei weitere Positionen. Nach 34 Runden wurde er als Zehnter gewertet. Maximilian Paul stoppte jeweils früher, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Für den 26-Jährigen blieb es im Ziel bei P17.
Nach dem Finale in der DTM wartet auf das TGI Team by GRT im Motorsportjahr 2026 noch ein letzter Kraftakt. Bereits am kommenden Wochenende sind Mirko Bortolotti, Maximilian Paul und Franck Perera mit dem Lamborghini Temerario GT3 beim Saisonabschluss des GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup im Einsatz. Bei der fünften und letzten Saisonrunde steht in Portimão (Portugal) ein 3-Stunden-Rennen auf dem Programm.
#63 Mirko Bortolotti (ITA)
Qualifying 1: P6 – Rennen 1: P2
Qualifying 2: P17 – Rennen 2: P10
Mirko Bortolotti: „Es ist fantastisch, wieder auf dem Podium zu stehen und die Saison mit einem starken Ergebnis abzuschließen. Ein hervorragender zweiter Platz am Samstag und 26 Punkte über das gesamte Wochenende sind eine tolle Art und Weise, das Jahr abzurunden. Das ist ein weiteres wirklich positives Resultat und ein mehr als verdienter Lohn für die harte Arbeit über die gesamte Saison hinweg.“
#19 Maximilian Paul (GER)
Qualifying 1: P20 – Rennen 1: P13
Qualifying 2: P19 – Rennen 2: P17
Maximilian Paul: „In erster Linie bin ich happy, dass ich nach meinem Unfall wieder auf Pace bin. Mein linkes Bein hat die Renndistanzen problemlos durchgehalten und ich habe keinerlei Einschränkungen mehr. Mit dem verpatzten Qualifying am Samstag war es natürlich schwierig, aber ich habe im Rennen das Maximum herausgeholt und Punkte mitgenommen. In Anbetracht der Ausgangslage kann ich damit zufrieden sein. Am Sonntag war es dann schwierig, nach vorne zu kommen. Für mich war es trotz allem ein versöhnlicher Abschluss der DTM-Saison. Vielen Dank an das gesamte Team und an TGI. Es hat mega Spaß gemacht, auch wenn wir zwischenzeitlich einen größeren Ausfall hatten. Alle standen hinter mir und diese Unterstützung hat es mir ermöglicht, so schnell wieder zurückzukehren. Jetzt schauen wir gemeinsam nach vorne.“
Gottfried Grasser, Teamchef: „Es war ein schöner Saisonabschluss für uns mit dem zweiten Platz für Mirko. Wir hatten nach dem Qualifying eine gute Ausgangslage und Fahrer sowie Crew haben das Rennen strategisch einmal mehr perfekt ausgeführt. Am Sonntag war es mit unserem Paket wieder schwieriger, aber das war letztendlich unsere Story in dieser Saison. Das Positive ist, dass wir als Team immer alles gegeben und nie nachgelassen haben. Es ist uns deshalb auch das ein oder andere Mal gelungen, das Unmögliche möglich zu machen. Und die eigentliche Erfolgsgeschichte dieses Jahres war sicher das Comeback von Max. Sein Weg zurück ins Auto und dass er wieder an seine Leistungen hat anknüpfen können, war für uns alle ein Highlight. Aber nach dem Finale sind wir mit unseren Gedanken natürlich schon in 2027. Die Resultate waren dieses Jahr nicht zufriedenstellend und das Ziel ist, wieder um Siege und Titel zu fahren. Bevor wir uns in die Planungen stürzen, haben wir im Endurance Cup eine letzte Challenge für dieses Jahr zu meistern. Wir freuen uns auf Portimão und werden dort noch einmal alles reinwerfen.“
Keine Motor Freizeit Trends News mehr verpassen!
Jetzt Newsletter kostenlos abonnieren.
Wir respektieren den Datenschutz! Eine Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich.
An welche Email-Adresse sollen wir die Motor Freizeit Trends News senden?




Hinterlasse jetzt einen Kommentar