Hof bei Salzburg erlangte in den 70er Jahren weltweiter Popularität, da der österreichische F1-Held Niki Lauda dort ein Haus kaufte. Im Rahmen einer Pressekonferenz zur Vorstellung des ersten historischen „Legends Grand Prix“ wurde die Büste des dreifachen Weltmeisters enthüllt.

Ein interessanter Tag im malerischen Salzkammergut begann mit einer Pressekonferenz des Veranstalters der ersten „Legends Grand Prix“, der vom 3. bis 5. Oktober auf dem berühmten, aber in den letzten Jahrzehnten etwas vergessenen Salzburgringes stattfinden wird. Im Schloss Rosewood Fuschl vertraten Hans-Joachim Stuck, Lukas Lauda, Joachim Althammer und Dr. Gerhard Kuntschik die Organisatoren. „Wir möchten mit dieser Veranstaltung Geschichte und Zukunft des Motorsports verbinden. Von Freitag bis Sonntag wird es ein Wochenende sein, das die gesamte Familie anspricht. Neben den Motoren erwarten die Fans im Fahrerlager Sportpersönlichkeiten, Live-Konzerte, viel Kultur und für die Jüngeren SimRacing“, erklärte Althammer, ein erfahrener Veranstalter des historischen Edelweiss Classic und Rossfeld Rennens. „Auf der Strecke werden rund 130 Rennfahrzeuge in 5 Klassen aufgeteilt. Jeder kann auf dieser sehr sicheren Strecke in einem Tempo fahren, das er für angemessen hält. Es wird kein Rennen gefahren, die Besitzer haben jedoch die Möglichkeit, ihre Schmuckstücke voll auszureizen. Hier sehe ich im Vergleich zu Monaco Historique oder Goodwood den Vorteil des freien Fahrens: Viele Besitzer haben Bedenken, ihre historische Fahrzeuge bei Rennen einzusetzen – aus Angst vor Unfällen. Bei uns können sie ihre Originale sicher ausprobieren.
Trotz der wirtschaftlich sehr angespannten Situation gelang es der Gruppe um Althammer, die Unterstützung und Teilnahme von Herstellern wie BMW, Mercedes, Audi, Alpine und Škoda zu gewinnen. Diese Werke haben bislang die Teilnahme folgender prominenter Fahrer zugesagt: Stuck, Danner, von Bayern, Schickentanz, Wendlinger, Oberndorfer, Lieb, Bachler, Kristensen, Demuth und Habsburg. Als besonderes Schmankerl kündigte Althammer an, dass auch Kurt Ahrens, der legendäre Fahrer, der am 23. September 1969 beim Eröffnungsrennen auf dem Salzburgring auf einem Porsche 908 gewann, kommen wird.

echnikfans können sich auf eine Ausstellung von Niki Laudas Fahrzeugen oder Elvis‘ BMW 507 freuen. Auf der Strecke werden unter anderen Porsche 962, BMW M1, Audi IMSA GTO, Audi Quattro und die „rote Sau“ Mercedes AMG zu sehen sein. „Unser Ziel ist es, 30.000 Fans zu begrüßen. Die erste Veranstaltung soll das Fundament für die jährliche Durchführung der ‚Legends Grand Prix‘ sein. Wir hoffen, dadurch in Zukunft auch Teilnehmer aus England, Italien, Frankreich oder den USA anzulocken“, fasste Althammer zusammen.
Die Veranstaltung setzte sich in Hof mit der feierlichen Enthüllung der Büste von Niki Lauda fort. Zu den Teilnehmern der Pressekonferenz gesellten sich dort die junge Künstlerin Selina Kolm, politische Prominenz, Laudas Bekannte und Zeitzeugen, wie der Vater von Roland Ratzenberger.

„Ich war schon lange nicht mehr hier und wenn ich das Schulgebäude im Hintergrund sehe, ist mir nicht wohl. Ich war kein guter Schüler. Aber ich denke gerne an meine Kindheit in Hof zurück. Wir sind mit meinem Vater und meinem Bruder mit Geländemotorrädern in der Umgebung herumgefahren und wenn die Motorrad-Weltmeisterschaft am Salzburgring stattfand, sind wir natürlich mit meinem Vater hingefahren. Dort haben wir Angelo Nieto und Kevin Schwantz kennengelernt…“, erinnerte sich Lukas Lauda, der nach vielen Jahren alte Bekannte aus seiner Kindheit traf. Gleichzeitig entschuldigte er die Abwesenheit seines Bruders Matthias: „Heute ist der erste Schultag auf Ibiza – deshalb musste er bei den Kindern bleiben.“ Bei der „Legends Grand Prix“ wird Laudas ältester Sohn sein Debüt im Cockpit geben, wie er verriet: „Es wird das erste Mal sein, dass ich mit einem Rennwagen fahre! Mit einem Helm von Gerhard Berger werde ich den Project 4-BMW M1 meines Vaters fahren. Ich freue mich schon darauf…“
Der Autor freut sich ebenfalls und kann einen Besuch des Salzburgrings am ersten Oktoberwochenende wärmstens empfehlen!

Text und Foto: Roman Klemm
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