Bergrennen in Glasbach

Das Glasbach-Bergrennen im deutschen Bundesland Thüringen wurde am letzten Wochenende als Lauf zur FIA-Berg-Europameisterschaft ausgetragen, zählte aber auch zur Österreichischen Automobil-Bergmeisterschaft. Hier kämpfte unser Aushängeschild Christoph Lampert (44) um wichtige Punkte und kehrte an die Stätte seines Triumphes von 2019 zurück. Freilich diesmal unter ganz anderen Voraussetzungen als damals, als er im Regen seine Konkurrenz hinter sich ließ.

 

Das Wetter zeigte sich diesmal wenig schmeichelhaft und kalt. Gerade im Training am Samstag war es schwierig, das passende Setup zu finden. Am Sonntag war es bei den beiden Rennläufen temperaturmäßig zwar besser, doch zeitweise nieselte es, und es kam auch zu sehr langen Unterbrechungen, weil die 5,3 Kilometer lange Strecke ihre Opfer forderte.
„Ich stand lange am Start, weil sich direkt vor mir ein Zwischenfall ereignet hatte. Es wurde immer später und die Strecke kühlte ab. Der Weg zurück ins Fahrerlager wäre zu lange gewesen, um noch die geeigneten Reifen für die veränderten Witterungsbedingungen aufzuziehen. Deshalb war die Reifenwahl nicht ganz optimal, als es für mich am späten Nachmittag zum zweiten Rennlauf ging“, so Lampert.

Mit seinem Sportprototypen Nova Proto NP01, der von einem 1750-cm³-Honda-Turbomotor mit rund 540 PS angetrieben wird, war Christoph Lampert erneut bester Österreicher und auch einziger Vorarlberger Teilnehmer im Feld und nahm Rang sechs im Gesamtklassement ein. In der österreichischen Bergwertung liegt er aktuell auf Platz fünf, auch weil einige Teilnehmer, die sich für die Europameisterschaft eingeschrieben haben, heuer ebenfalls um den österreichischen Titel kämpfen.
Nach zwei aufeinanderfolgenden Stationen gibt es bereits am Samstag (20. Juni) den nächsten Einsatz für den Feldkircher. Er startet vor heimischem Publikum beim Arlberg-Bergslalom in Stuben, der zum Vorarlberger Automobil-Cup zählt.

Ergebnis Glasbachrennen, 14. Juni 2026:
1. Christian Merli – 3:56,433 Joseba Iraola Lanzagorta 3:56,637
2. Kevin Petit 3:58,137
3. Petr Trnka 4:02,227
4. Alexander Hin 4:02,857
5. Christoph Lampert 4:03,580
6. Benjamin Noll 4:11,961
7. Michael Bodenmüller 4:19,688
8 .O“ Play 4:21,300
9. Bastian Voss 4:24,003

 

Text: Manfred Noger Foto: Sebbeyou

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