Entgegen mancher Wetterprognosen überraschte Sonnenschein die Teilnehmer im Gasteinertal. Mit dem Check-in, der technischen Abnahme der Fahrzeuge sowie den Briefings für Fahrer und Beifahrer startete der Oldtimerbewerb am Donnerstag erstmals im alpinen Kur- und Wintersportort Bad Gastein. Der erste Höhepunkt war die Trofeo Bad Gastein, die der 1000-Miglia-Legende Giuseppe Cherubini gewidmet ist.
Die 39 teilnehmenden Teams aus zehn Nationen konnten sich zunächst bei den Trainings auf die besonderen Messmethoden der 1000 Miglia einstellen. Anschließend standen 14 Zeitmessprüfungen auf dem Programm. Diese führten die Teilnehmer inklusiver jener der 1000 Miglia Warm Up Austria Afterlabel Challenge durch das wunderschöne Gasteinertal: Ausgehend von Sportgastein ging es hinunter bis Dorfgastein und schließlich zum Gasteiner Wasserfall. Genau zum Start der Trofeo Bad Gastein verschlechterte sich das Wetter, und es begann zu regnen.
Die wetterfesten Teilnehmer ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken. Dazu zählten auch die Polen Marian Stoch und Bartosz Balicki, die mit Startnummer 1 und damit im ältesten Fahrzeug des Starterfelds antraten: „Wir nehmen es, wie es kommt. Wir haben ein kleines Loch im Boden, damit kann das eindringende Wasser abfließen“, so die Crew in ihrem Chrysler 75 Sport Roadster aus dem Jahr 1928. Mit Startnummer 6 rollte der Bayer Friedrich Grill mit seinem Navigator Rico Kaczmarek an den Start. Der etablierte Teilnehmer am 1000 Miglia Warm Up Austria lag mit seiner exquisiten Fahrzeugwahl, einem Mercedes-Benz 220 aus dem Jahr 1952, goldrichtig: „Ich bin froh, dieses Auto genommen zu haben – damit bleiben wir trocken.“
Probleme hatten hingegen die Italiener Mirko Busi und Matteo Ortalda mit der Startnummer 9. Ihr beiger Jaguar XK 120 wurde mit lauten Geräuschen und eines ersten Reparaturversuchs zufolge vermutlich aufgrund eines defekten Generators aufgehalten. Das Team schaffte es ins Tagesziel nach Bad Gastein, nun wird weitergeschraubt. Ebenso wenig vom Regenwetter bremsen ließ sich das niederländische Duo Arnoud und Valentijn Litjens im wohl ungewöhnlichsten Auto der diesjährigen Ausgabe – einem niederländischen DAF 750. Mit einem Augenzwinkern sagen die beiden: „Wir rechnen uns große Chancen aus“, und betonen: „Es ist so schön, hier zu sein. Schau‘ dir einmal diese Landschaft an – das ist großartig.“
Erwartungsfrohe Gesichter sah man rundum am Start zur Prüfung auf dem Parkplatz in Sportgastein – darunter bei den Oberösterreichern Hans-Jörg und Gunhild Holleis in einem rechtsgelenkten Jaguar-Werksfahrzeug des Typs XK 140 aus den Jahren 1955/56. Hans und Eva Friedl ließen aus ihrem Porsche 356 Coupé ausrichten: „Ihr macht das super. Danke, dass ihr das für uns macht.“ Ihr Dank galt den vielen Helfern der 1000 Miglia Warm Up Austria-Crew, die dem Wetter trotzten.
Die Sieger des ersten Tages und damit die Gewinner des Giuseppe Cherubini Memorials: Sebastian Busi und Fabio Bicelli in einem Fiat 1500 (Baujahr 1936) vor Gianluigi und Federico Smussi in einem MG TF-Roadster.
Beschlossen wird der erste Tag mit einem Dinner im A-ROSA Straubinger Grand Hotel in Bad Gastein. Am Freitagmorgen geht es von dort aus mit dem Autozug in Richtung Mallnitz, wo die erste lange Etappe um 10:00 Uhr auf dem Campingplatz HOCHoben eröffnet wird. Von dort führt die Strecke in Richtung Weissensee. Der Mittagsstopp ist für 12:15 Uhr vor dem Hotel Lacus in Techendorf angesetzt. Anschließend wartet das „Dach Österreichs“: der Großglockner. Von Süden aus erklimmen die Starter die Edelweißspitze auf über 2.500 Metern Seehöhe. Nach der Fahrt über die weltbekannte Großglockner Hochalpenstraße geht es zurück ins SalzburgerLand. Die ersten Teilnehmer werden ab 17:00 Uhr zum Tagesfinale auf dem Stadtplatz in Mittersill erwartet.
Weiteres Programm:
Samstag, 12. September 2026
08:30 Uhr Start 2. Etappe, Hotel Schloss Mittersill
09:00 Uhr Stempelkontrolle, Kitzbühel
10:45 Uhr Schloss Hellbrunn, Salzburg
13:00 Uhr Mittagspause, Restaurant Landeplatz, Laakirchen
15:20 Uhr Stempelkontrolle, Strobl
15:50 Uhr Stempelkontrolle, Manro Classic Auto & Musik Museum, Koppl
16:10 Uhr Ziel 2. Etappe, Kajetanerplatz Salzburg
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