Jan Mohr bei der Euro Moto in Most

Am vergangenen Wochenende fanden die 5. & 6. Läufe der Euro Moto Saison 2026 im tschechischen Most statt. Der Wetterbericht ließ bereits eine Hitzeschlacht vermuten, doch es kam noch schlimmer als geahnt.

Bereits zum ersten Training am Freitagvormittag waren es deutlich über 30° Crad. Jan Mohr fand jedoch gleich einen guten Rhythmus und konnte bereits nach wenigen Runden nahe an seine persönliche Bestzeit auf dieser Strecke herankommen. Man bemerkte jedoch schon in der ersten Session, dass es nach ein paar Runden sehr schwer wurde zu atmen, da die Hitze vom Motorrad sich in der Lederkombi staute und der Fahrtwind nicht mehr kühlt, sondern zusätzlich aufwärmt. Im zweiten Training bremste ein technischer Defekt aus und im Pre-Qualifying am Freitagnachmittag belegte Jan nur den 12. Rang. Er war nur 0.8 Sekunden hinter der Bestzeit, aber das Feld war so eng zusammen, dass das nicht für ein Top 10 Ergebnis reichte.
Am Samstag musste Mohr also in Qualifying Eins antreten. Er konnte scih zwar steigern, aber nicht genug. Es fehlten 0.3 Sekunden, um weiterzukommen. Somit sollte er am Sonntag vom 12. Startplatz aus ins Rennen gehen. Das war enttäuschend. Jan hatte das ganze Wochenende kein besonders gutes Gefühl auf dem Motorrad und konnte sich auch über die zwei Tage nur wenig steigern. Irgendwie stand er etwas an.
Am Sonntag stiegen die Temperaturen weiter an und so hatten waren bereits um 11:00 Uhr über 35°C Luft- und 60°C Asphalttemperatur vor dem ersten Rennen. Jahn versuchte sich die Renndistanz so gut wie möglich einzuteilen. 6 Runden vor Schluss zog er das Tempo nochmal an und konnte auf den 9. Rang vorfahren. Durch einen kleinen Fehler in der letzten Runde rutschte er leider noch auf Rang 10 ab. Es war sehr kräftezehrend. Die Hitze in der Lederkombi war kaum auszuhalten. Selbst in der Auslaufrunde konnte Jan noch kaum atmen, da der Fahrtwind einen kein Stück abkühlte.
Zum zweiten Lauf um 15:00 Uhr erreichten die Temperaturen ihren Höchstwert. Über 40°C Luft- und 70°C Asphalttemperatur. Es fühlte sich an, wie in einer Sauna. Nach dem Start hatte Mohr einen sehr heiklen Moment in der letzten Kurve der ersten Runde. Mitten in der Kurve bei voller Schräglage ging sein Motor plötzlich aus. Er konnte das Motorrad irgendwie hochdrücken und seine Verfolger konnten ihm Gott sei Dank noch ausweichen und touchierten ihn nur leicht. Er brachte das Motorrad zum Stehen, machte einen Re-Set und es startete wieder. Er hatte jedoch sicher schon 30 Sekunden auf die anderen Fahrer verloren. Jan beendete das Rennen trotzdem noch und konnte aufgrund von Ausfällen seiner Konkurrenten noch den 13. Rang und somit 3 Punkte einfahren. Selbst ohne harte Zweikämpfe und etwas langsamerer Pace war es ein harter Kampf, das Rennen zu beenden. Die Hitze vom Motor war unerträglich und sobald man beim Anbremsen aus der Windschutzscheibe auftauchte, kam ein Schwall heißer Luft hinzu.
Jan Mohr war froh, dass das Wochenende nun vorbei war. Der Sonntag war wirklich kein Spaß. Nach mehreren schweren Stürzen in anderen Klassen, 2 Helikoptereinsätzen und einem Hitzeschlag eines Streckenpostens, war er froh, heil davon zu kommen. Nun gilt es, die Potenziale zu identifizieren und beim nächsten Rennen umzusetzen.

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