Am 24. April 2026 verwandelt sich Vorarlberg wieder in ein riesiges Labor. Unter einem der diesjährigen Schwerpunkte „Erforsche deine Sinne“ lädt die Lange Nacht der Forschung (LNF) dazu ein, die Grenzen der menschlichen Wahrnehmung auszuloten und modernste Wissenschaft hautnah zu erleben.
Wie riecht eigentlich der Mond? Können wir Schwingungen hören? Wie können Roboter fühlen? An 9 Standorten in Dornbirn und Lustenau öffnen Hochschulen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen ihre Türen, um Antworten auf diese und viele weitere Fragen zu geben.
Mehr als nur Sehen und Hören
Das Wunderwerk Mensch rückt in den Mittelpunkt. Die Besucher:innen erwartet ein interaktives Programm, das weit über die klassischen fünf Sinne hinausgeht. Die FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences zeigt, wie vielfältig Wissenschaft erlebbar wird. Insgesamt 30 Stationen laden dazu ein, Licht, Klang, Energie, Bewegung und vieles mehr auf neue Weise wahrzunehmen. Die ausgewählten Beispiele geben einen Einblick, wie Forschung Wahrnehmung formt und wie unsere Sinne dabei zu aktiven Mitspielern werden.
Wenn Licht zu Musik wird
Das Forschungszentrum Mikrotechnik zeigt, wie unsichtbare Schwingungen hörbar gemacht werden können. Ein Laserscanningvibrometer visualisiert die Vibration der Plattenspielernadel und verwandelt sie wieder in ein Musiksignal. So entsteht ein außergewöhnliches Zusammenspiel aus Licht und Klang.
Virtuelle Welten spüren
Wie beeinflussen visuelle Reize unser Wohlbefinden beim Radfahren? An dieser Mitmachstation können Groß und Klein den Unterschied zwischen einer neutralen Umgebung und verschiedenen virtuellen Landschaften selbst erleben. Anne Wunderlich, Hochschullehrerin im Fachbereich Soziales und Gesundheit, erklärt:
„Wir zeigen, wie stark unterschiedliche Umgebungen – selbst wenn sie nur virtuell sind – das Erleben beim Radfahren beeinflussen. Die Lange Nacht der Forschung bietet hier eine ideale Möglichkeit, solche Effekte direkt erfahrbar zu machen.“

Superkräfte bei der Montage
Bei der Mitmachstation der Julius Blum GmbH am FHV-Standort wird Technik zum Spiel: Mit einer VR‑Brille ausgestattet, erhältst du digitale „Superkräfte“, mit denen du räumliche Abläufe intuitiv begreifst und Montageaufgaben spielerisch meisterst. So zeigt die Station, wie virtuelle Realität komplexe Handgriffe sichtbar, verständlich und spielerisch leicht macht.
Spielend Energie verstehen
Stromkreise können richtig Spaß machen, das wird bei der Mitmachstation der illwerke vkw am Standort der FHV klar. Hast du Flappy Birds schon einmal mit einer Banane gespielt? Wer das Obst berührt und damit den Kreis schließt, lässt den Flappy‑Bird fliegen und sieht sofort, wie das eigene Signal im Spiel ankommt. Ein Erlebnis, das zeigt, wie spielerisch sich Energie verstehen lässt. Außerdem reist du mit einer VR-Brille ins Vermuntwerk, das gerade für die Zukunft umgebaut wird.
Geschmackstest
Wenn bei der Station von Collini plötzlich der Apfelsaft seine Farbe verliert, schmeckt er dann immer noch lecker? Was passiert mit dem Geschmack, wenn die Farbe geht? Das Hohenemser Unternehmen betreibt selbst eine Kläranlage, die das Betriebswasser wieder sauber macht. Entdecke Schritt für Schritt, wie dreckiges Wasser gereinigt wird, sodass es wieder sauber, klar und trinkbar wird.
Forschung, die schmeckt
Zu jeder vollen Stunde zeigt das molekularbiologische Labor VIVIT wie mit flüssigem Stickstoff Speiseeis in Sekundenschnelle gezaubert werden kann. Das Gas wird bei -196 °C flüssig und im Labor in diesem Zustand verwendet, um lebende Zellen auch lange Zeit unbeschadet aufzubewahren. Bei der LNF zaubert Laborleiter Axel Mündlein für die Besuchenden laktosefreies Eis – Probieren erlaubt!
Die Geschmacksknospen werden auch bei der Station von Andres Kaffeemanufaktur im Dornbirner Steinebach angeregt. Mit Riechen, Vergleichen und Probieren werden die Aromen und unterschiedlichen Geschmäcker von Kaffee erlebt. Warum schmeckt ein Kaffee fruchtig, ein anderer schokoladig oder bitter?
Scharf wird es am westlichsten Standort der Langen Nacht der Forschung in Österreich bei der Kultmarke Lustenauer Senf. Wie schmeckt ein Senfkorn und was macht den Senf eigentlich scharf? Bei einem Erlebnisrundgang durch den Betrieb wird mit allen Sinnen probiert, entdeckt und gestaunt.
Fokussiert bleiben
Um unsere Sehkraft geht es beim Olympiazentrum Vorarlberg. Peripheres Sehen ist die Fähigkeit unseres Auges, Objekte und Bewegungen außerhalb des direkten Fixationspunktes wahrzunehmen. Während das zentrale Sehen scharf und detailliert ist, dient das periphere Sehen vor allem der Orientierung im Raum und der Erkennung von Gefahren. Sobald unser seitliches Sehen eingeschränkt wird, beispielsweise durch eine Skibrille, beeinflusst das unsere Reaktionsgeschwindigkeit. Probiere bei der Station im Olympiazentrum selbst aus, wie stark du beeinflusst wirst.
Der Tastsinn der Technik
Das Unternehmen Eberle Automatische Systeme zeigt, wie Roboter mittels hochsensibler Sensorik „fühlen“ lernen und so eine sicherere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine ermöglichen. Nimm als Roboter-Trainer:in den Roboter an die Hand und zeige ihm, was er tun soll. Oder versuche einen schweren Industrieroboter ganz ohne Knöpfe zu steuern – nur mit der Kraft deiner Bewegungen. Eine Spezialkamera erkennt deine Gesten wie ein digitales Auge und gibt sie an den Metall-Riesen weiter. Hebst du den Arm, macht er es dir nach
Die Lange Nacht der Forschung findet am 24. April 2026 von 17 bis 23 Uhr statt. Sie bietet:
– Standorte in Dornbirn und Lustenau
-110 Stationen mit Wissenschaft, Forschung und Technik zum Mitmachen
– Vielfältige Themen zum Staunen für jedes Alter
– Eintritt, Shuttlebusse und ÖPNV-Anreise aus ganz Vorarlberg kostenfrei
Keine Motor Freizeit Trends News mehr verpassen!
Jetzt Newsletter kostenlos abonnieren.
Wir respektieren den Datenschutz! Eine Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich.
An welche Email-Adresse sollen wir die Motor Freizeit Trends News senden?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar