Vespa feiert 80 Jahre italienisches Lebensgefühl

Am 23. April 1946, also vor genau 80 Jahren, meldete Piaggio in der italienischen Stadt Pontedera das Patent für eines der erfolgreichsten Produkte der Neuzeit an: die Vespa. Seitdem verkörpert kaum etwas das italienische Dolce Vita mit mehr Emotionen, Stil und Eleganz.

Ganze Generationen erlebten und erleben weltweit das einzigartige Freiheits undMobilit.tsgefühl auf einer Vespa. Die markanten Roller bauen Brücken zwischen den Kulturen, verbinden Alt und Jung in einer gemeinsamen Leidenschaft und beeinflussen Musik, Design, Mode, Kunst und Kultur. Die bewegte und bewegende Geschichte einer italienischen Ikone, die unsere Welt nach 80 Jahren mehr denn je zum sommerlichen Dauerlächeln bringt. In Österreich sind mehr als 150.000 Vespas offiziell zugelassen.
Eine Patentanmeldung am 23. April 1946 markierte die Geburtsstunde des weltbekannten Rollers. Seither wird Vespa immer in einem Atemzug mit Bella Italia und dem Dolce Vita genannt und ist von den Straßen in aller Welt nicht mehr wegzudenken. Mit knapp 20 Millionen verkauften Zweirädern hauchte Vespa als erste globale Mobilitätsmarke allen fünf Kontinenten eine gehörige Portion italienisches Lebensgefühl ein und vereinte Generationen und Kulturen in der Liebe zum Freiheitsgefühl auf zwei Rädern. Die zeitlose Ikone ist zu einem unverwechselbaren Symbol geworden und hat gerade in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs im wahrsten Sinne des Wortes das Tempo mitbestimmt. Die Kombination aus italienischem Design und innovativer Technologie macht Vespa zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte.

Vespa seit 1964 auch in Österreich
Ab 1964 hat Vespa auch die Straßen Österreichs erobert. Der österreichische Generalimporteur Faber GmbH gestaltete das Land seitdem zu einem der erfolgreichsten Märkte für die Vespa auf der ganzen Welt. Laut offizieller Zulassungsstatistik sind in Österreich mit Stichtag 31.12.2025 151.066 Vespas zugelassen. Davon entfallen 100.181 Zulassungen auf Männer und 47.629 auf Frauen – die fehlende Differenz entfällt auf Zulassungen im gewerblichen Bereich.
„80 Jahre nach ihrer Erfindung ist die Begeisterung für die Vespa auch in Österreich ungebrochen. Sie ist hierzulande mit großem Abstand das meistverkaufte Zweirad. Nun starten wir in diesem runden Jubiläumsjahr in die warme Jahreszeit und haben noch einige Überraschungen für alle Vespa Fans und die, die es werden wollen, parat“, so Josef Faber, CEO der Faber-Gruppe. Das stetige Wachstum der Marke schlägt sich auch in den globalen Produktionszahlen nieder, die vor allem in den letzten 15 Jahren rasant zugenommen haben. Mittlerweile wird an drei Produktionsstandorten gefertigt. Allem voran das Original-Werk in Pontedera, wo Vespas seit 1946 ohne Unterbrechung für Europa und den westlichen Markt gebaut werden. Von Vinh Phuc in Vietnam aus wird der asiatische Markt bedient und in Indien, im hochmodernen Werk Baramati werden Vespas für den indischen Markt hergestellt.

Die Zeit vor Vespa
Gegründet 1884 von Rinaldo Piaggio in Genua, konzentrierte sich das Unternehmen Piaggio anfangs auf die Ausstattung von Luxusschiffen. Noch vor dem 1. Weltkrieg ging Piaggio zur Herstellung von Eisenbahnwaggons, Lieferwagen, Luxusbussen, Motoren, Straßenbahnen und speziellen Lastwagenkarosserien über. Zu Beginn des 1. Weltkriegs begann das Unternehmen dann mit der Fertigung von Flugzeugen und Wasserflugzeugen. 1917 kaufte Piaggio ein neues Werk in Pisa und übernahm vier Jahre später eine kleine Fabrik in Pontedera, die anfangs das Zentrum für die luftfahrttechnische Produktion war. Vor und auch während des 2. Weltkrieges gehörte Piaggio zu den führenden Flugzeugherstellern Italiens. Als bedeutende militärische Angriffsziele der Alliierten wurden die Fabriken in Genua, Finale Ligure und Pontedera während dem Krieg zerstört.

Die Vespa-Erfindung im Jahr 1946
Nach dem Ende des 2. Weltkriegs nahmen die Söhne von Rinaldo Piaggio, Enrico und Armando, den Wiederaufbau der industriellen Produktion auf. Nunmehr verantwortlich für das zerstörte Werk in Pontedera, entschied sich Enrico Piaggio, den Fokus auf die individuelle Mobilität der Italienerinnen und Italiener in der Nachkriegszeit zu legen. Seiner Intuition nachgehend baute er – gemeinsam mit dem Luftfahrtingenieur und Erfinder Corradino D’Ascanio (1891-1981) – ein Fahrzeug, welches dank der außergewöhnlichen Designarbeit weltberühmt werden sollte.

Die Vespa erobert die Welt
Enrico Piaggio arbeitete stetig an der Verbreitung der Vespa im Ausland und schuf ein ausgedehntes Werkstättennetz, das bereits 1953 über zehntausend Piaggio-Servicestellen auf der ganzen Welt, auch in Amerika und Asien, umfasste.
Auch die Produktion im Ausland wurde bereits 1950 gestartet. Nur zwei Jahre nach ihrem Debüt wurde die Vespa vom ersten deutschen Lizenznehmer, den Hoffmann-Werken in Lintorf, hergestellt und die Stückzahl der Produktion stieg auf 60.000 Fahrzeuge an. Im darauffolgenden Jahr nahmen Lizenznehmer in Großbritannien (Douglas in Bristol) und Frankreich (ACMA in Paris) die Vespa-Produktion auf. 1953 begann die Fertigung bei Moto Vespa in Madrid in Spanien (heute Piaggio España), unmittelbar gefolgt von Belgien (Jette bei Brüssel). Auch in Indien und Brasilien schossen Fabriken aus dem Boden. Bald wurde die Vespa in 13 Ländern hergestellt und in 114 vertrieben – darunter auch Australien, Südafrika (wo man sie als „Bromponie” oder „Moorpony“ kannte), Iran und China. 1953 verließen bereits 171.200 Roller die Werke.
Schon früh begann Piaggio seine Produktpalette auf den Leichttransportsektor auszudehnen. 1948, kurz nach der Geburt der Vespa, lief die Produktion des dreirädrigen Kastenwagens „Ape“ (ital. für „Biene“) an. Abgeleitet vom Konzept des Rollers, war auch dieses Fahrzeug aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sofort ein Erfolg. Die Vespa „125“ aus dem Jahr 1953 zeigte dann eine bedeutende Abwandlung des Motors, die Höchstgeschwindigkeit stieg auf 75 km/h. Mit der „Utility“-Version der Vespa „125 U“ kam eine kostensparende Version der 125er auf den Markt. Im Laufe der Zeit erschienen zahlreiche fantasievolle Versionen der Vespa, von denen einige auch von Piaggio selbst stammten, die jedoch hauptsächlich von Liebhabern gekauft wurden. Die französische Armee ließ sich etwa einige Vespa-Spezialanfertigungen bauen, darunter auch Modelle, mit denen Fallschirmjäger aus einem Flugzeug abspringen konnten. Um das Interesse der Öffentlichkeit an Piaggio und der Marke Vespa nachhaltig zu sichern, etablierte Enrico Piaggio neben den weltweiten Serviceeinrichtungen auch einen eigenen Vespa-Club. Dessen Mitgliederzahl belief sich in den 1950ern bereits auf 50.000, 1951 kamen nicht weniger als 20.000 Vespa-Fans zum italienischen „Vespa-Day“.

Mit der Vespa um die Welt – Rekorde, Rennsport und Langstreckenfahrten
Auch im Rennsport konnte die Vespa einige Erfolge aufweisen. Bereits in den 1950er-Jahren nahm sie häufig sowohl bei normalen Motorradrennen als auch bei eher ungewöhnlichen sportlichen Veranstaltungen teil: So erreichte zum Beispiel der italienische Student Giancarlo Tironi auf seiner Vespa den Polarkreis und der Australier Geoff Dean unternahm mit der Vespa gleich eine vollständige Reise um die Welt. 1992 machte sich der Autor und Journalist Giorgio Bettinelli auf seiner Vespa auf den Weg von Rom nach Saigon. Tausende Kilometer sollten noch folgen: 1997 brach er von Chile aus auf und durchquerte mit seiner Vespa 90 Länder auf seiner Reise nach Tasmanien. Insgesamt hat Bettinelli 250.000 km auf einer Vespa zurückgelegt. Auch heute noch werden außergewöhnliche Abenteuer auf Vespas erlebt, wie etwa das in einem Kinofilm verarbeitete Projekt „Elephant to India“ (mit Vespas 20.000 km von Berlin nach Goa) in den Jahren 2018/2019 zeigt.

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