Schonende Fahrweise entlastet die Geldbörse 

Tipps und Trainingsangebot für ein effizientes Fahren

Mit einer angepassten Fahrweise lässt sich nicht nur der Spritverbrauch, sondern auch der Verschleiß von Reifen und Bremsen verringern. „Eine wirtschaftliche Fahrweise bedeutet nicht, dass man länger braucht, sondern vorausschauend und möglichst konstant und flüssig unterwegs ist“, erklärt Hermann Wirrer von der ÖAMTC Fahrtechnik. Er unterstützt als Chefinstruktor für Nutzfahrzeuge beispielsweise Betreiber:innen von Fuhrparks mit Trainings bei der Reduktion des Spritverbrauchs ihrer Flotten.

Die folgenden Profi-Tipps können auch bei privaten Fahrten umgesetzt werden:
* Rollphasen nutzen und flüssig fahren:
Genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten, um Geschwindigkeitsunterschiede auszugleichen. Sobald sich die Distanz verringert, sind Beschleunigen und dichtes Auffahren kontraproduktiv – stattdessen Rollphasen nach dem Motto „Gleiten statt Hetzen“ einbauen. Gleiches gilt für die Ampel: Ist diese beim Heranfahren schon länger Grün, wird sie demnächst auf Rot wechseln. Sobald also klar wird, dass die Grünphase nicht mehr rechtzeitig passiert werden kann, kann man hier bereits in die Rollphase übergehen: Fuß weg vom Gas, möglichst lange in einem höheren Gang bleiben, sodass der Motor keinen Sprit braucht und gleichzeitig bremst. Sinkt die Drehzahl Richtung Leerlauf, rechtzeitig zurückschalten. Im Idealfall kann man ein komplettes Anhalten und erneutes Anfahren verhindern und die Masse in Bewegung halten. Auch im Stop-and-Go-Verkehr wesentlich: Nach Möglichkeit besser langsam und konstant fahren statt alle paar Meter anhalten und beschleunigen zu müssen. Gleiches gilt für Automatik- und Elektro-Fahrzeuge.
„Wirtschaftliches Fahren bedeutet aber auch nicht, ausschließlich mit der Motorbremswirkung zu fahren und mit der Handschaltung jeden einzelnen Gang zurückzuschalten, denn eine verschlissene Kupplung kommt teurer als eine Bremse. Auch sollte man keinesfalls ein Anhalten vermeiden, wenn es die Vorrangsituation erfordert, beispielsweise im Kreisverkehr oder an einer Stopptafel. Ziel ist es, die in das Fahrzeug hineingesteckte Energie so lange wie möglich zu nutzen. Rollphasen und Gleiten sollen im Rahmen des Verkehrsflusses bleiben und keine Behinderung darstellen“, stellt Wirrer klar.
* Im höchstmöglichen Gang fahren:
Hohe Motordrehzahlen steigern den Verbrauch – daher die Drehzahl möglichst niedrig halten und unnötiges Beschleunigen oder Vollgas vermeiden. Vorbild sind moderne Automatikgetriebe – sie schalten so früh wie möglich hoch und so spät wie möglich runter. Die Bedienungsanleitung verrät, wo sich der optimale Bereich des jeweiligen Motors befindet.
* Reifen und Fahrzeugzustand beachten:
Ein regelmäßig gewartetes und technisch einwandfreies Fahrzeug ist die Basis für effizientes Fahren. Regelmäßig den Reifendruck prüfen – zu geringer Druck erhöht den Kraftstoffverbrauch und den Reifenverschleiß.
Fazit: Die drei wesentlichen Tipps für einen wirtschaftlichen Fahrstil:
– Gleichmäßig fahren (unnötiges Beschleunigen/Bremsen vermeiden)
– In Bewegung bleiben (unnötiges Anhalten vermeiden)
– Rollphasen nutzen (Motorbremse nur gering einsetzen) 

ÖAMTC Fahrtechnik bietet Eco Trainings für wirtschaftliches Fahren
„Ob für Flotten, Handwerker oder private Vielfahrer:innen – je mehr Kilometer gefahren werden, desto deutlicher macht sich eine effiziente Fahrweise beim Spritverbrauch und beim selteneren Ersatz von Verschleißteilen bemerkbar“, weiß Wirrer. Die ÖAMTC Fahrtechnik bietet daher eigene Eco Trainings an. Nähere Infos unter www.oeamtc.at/fahrtechnik.

Keine Motor Freizeit Trends News mehr verpassen!

Jetzt Newsletter kostenlos abonnieren.

Wir respektieren den Datenschutz! Eine Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich.

An welche Email-Adresse sollen wir die Motor Freizeit Trends News senden?

MFT Jahresabo
Anzeige

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*