In Natschbach-Loipersbach landeten Matthias Rumpler in der Formel 2, Emanuel Haider in der Saloon-Klasse, Stefan Holzer in der Heck-Klasse und Jamie Holzer bei der Jugend Tagessiege. Die neu gegründete 80er-Kategorie gewann Christoph Ehn.

Einen Spitzenwert von 60 Startern umfasste der vierte Renntag zum Stockcar Racing Cup 2025, der heute bei besten äußeren Bedingungen in Natschbach-Loipersbach über die Bühne ging. Ergänzt wurde die Personal-Anzahl durch rund 800 begeisterte Zuschauer. Diese bekamen wieder Motorsport auf hohem Niveau und in all seinen zu erwartenden Facetten geboten, was wiederum dem bekannten Stockcar-Cheffotografen Walter Vogler dankbares Material bot, seine bildtechnische Kunst erfolgreich auszuleben.
Aufgesplittet war das erfreulich hohe Teilnehmerfeld in 18 Piloten in der Formel-2-Klasse, 19 Racer nahmen die Saloon-Klasse in Angriff, 11 Hoffnungsträger/innen gaben sich die Jugendklasse, 6 Fahrer trieben ihre Boliden in der Heck-Klasse im Kreis, und last but not least galt das allgemeine Interesse 6 Startern in der neu und versuchsweise installierten Saloon-80er-Klasse, in der nur Fahrzeuge bis 80 PS erlaubt sind. Gefahren wurden wie gehabt je drei Vorläufe sowie ein Finale. Zudem kamen in der F2, bei den Saloon Cars und in der Heckklasse die beliebten Grande Finalis zur Austragung.

Formel 2: Direkte Gigantenduelle in den Finalläufen
Die F2-Klasse wurde in zwei Vorlauf-Gruppen zu je neun Autos unterteilt. In der Gruppe 1 machte der regierende Meister Bernd Herndlhofer von Beginn an klar, wo er sich auch heuer sieht. Der Obmann des Stockcar F2 Racing Teams Austria aus Maiersdorf an der Hohen Wand gewann Vorlauf 1, Vorlauf 2 sowie auch Vorlauf 3. – In der Gruppe 2 holte Matthias Rumpler aus Neunkirchen aber auch drei Vorlaufsiege und wuchs daher zu Herndlhofers lästigstem Konkurrenten um den Tagessieg heran. – Zuvor jedoch stand das B-Finale auf dem Programm. Dieses wurde zur Beute von Michael Kusebauch aus Lanzenkirchen. – Im Giganten-Duell Teil 1, dem A-Finale, krönte sich Matthias Rumpler zum Sieger, profitierte aber von einem Ausfall Bernd Herndlhofers, der seinen Boliden mit einem gerissenen Gasseil zur Seite stellen musste. – Das Giganten-Duell, Teil 2, hieß Grande Finale. Und das verdiente diesen Titel allemal. Drei Mal musste es gestartet werden. Einmal sorgte eine Karambolage in der ersten Kurve für einen Abbruch, dann wieder verhakten sich die Boliden von Bernd Herndlhofer und dem Breitenauer Oliver Duskanich unglücklich ineinander. Dann aber sorgten Herndlhofer und Matthias Rumpler für die Two-man-Show des längst eingebrochenen Abends. Eine grandiose Verfolgungsjagd über 15 Runden gewann am Ende Rumpler um drei Zehntelsekunden vor Herndlhofer.

Saloon: Ein einziger Punkt entschied den Tag
Auf Grund der hohen Beteiligung wurden auch die Saloon-Car-Piloten in zwei Vorlaufgruppen in den Renntag geschickt. Und zudem mit mahnenden Worten von Organisator Gerald Koloc versehen, ihren eventuellen Crash-Trieb, von dem sich der Stockcar-Sport explizit distanziert, unter Androhung rigoroser Strafen hintanzuhalten. Tatsächlich hielten sich die Protagonisten an die Vorgaben und zeigten dementsprechend disziplinierte Läufe. Bei diesen holten in der Gruppe 1 der Breitenauer Martin Heinrich, der Landschacher Emanuel Haider und Andreas Kampichler aus Diepolz die Vorläufe. – Die Gruppe 2 sah vorerst mit Philipp Hecher aus Pottschach ein neues, dann mit dem Landschacher Ex-Champion Andi Haider bzw. dessen Bruder Edi Haider zwei bekannte Siegergesichter. – Mit Georg Weissenböck aus Küb sicherte sich ebenfalls in Altmeister den Sieg im Saloon-B-Finale. – Im A-Finale fand sich wieder ein Haider als schnellster im Ziel: aber nicht Vater Andi, auch nicht Onkel Edi, sondern Sohn bzw. Neffe Emanuel. Für den einzigen Überschlag des Tages sorgte hier übrigens Marcel Zöchling aus Schwarzau
im Gebirge. – Die Entscheidung um den Tagessieg fiel also auch hier erst im Grande Finale. Auch hier musste zwei Mal gestartet werden, nachdem Edi Haider im ersten Run sieben Runden vor Schluss mitten auf der Stecke mit Defekt liegenblieb und ein weiterer Verlauf zu gefährlich gewesen wäre. Nach dem Restart fuhr Kevin Schermann aus Stinatz zum Sieg und holte sich Emanuel Haider als Zweiter den Tagessieg um einen einzigen(!) Punkt vor Schermann.

80er-Klasse: Premiere mit hohem Unterhaltungswert
Die Premiere der neuen 80er-Klasse, die den Stockcar-Sport noch günstiger machen soll, weil an den zugelassenen 80-PS-Boliden ein zusätzliches Tuning zum einen verboten ist, zum anderen sowieso nur wenig Sinn machen würde, sah in den Vorläufen einmal den Ternitzer Ford-Fiesta-Piloten Andreas Schmoll, sodann zwei Mal Karl Ritter aus Unterdanegg im Renault Clio. – Im einzigen Finallauf jedoch nutzte Christoph Ehn aus Saubersdorf mit seinem Peugeot 206 die Gunst der Stunde und driftete sich gekonnt zum Sieg. Der favorisierte Karl Ritter hingegen verspielte seine Chancen auf den Tagessieg, touchierte u. a. einen Reifenstapel, belegte im Finale nur Rang sechs und in der Tageswertung Platz drei hinter Ehn und dem TernItzer Rene Messner, der in der 80er-Klasse auch als Schirmherr fungiert.
Den Titel „Entertainer des Tages“ holte sich bei den 80ern übrigens Sven Fuchs aus Ternitz. Nach einem Dämpfergebrechen an seinem VW Lupo hüpfte er praktisch den ganzen Tag über durch die Rennen und sorgte so als „vierrädriges Känguruh“ für höchsten Unterhaltungswert.
Heck-Klasse: Ein Burgenländer im Siegesrausch
Die Kategorie H wie Heck könnte man inzwischen auch H wie Holzer nennen. Der Oberwarter Seriensieger Stefan Holzer ist hier einfach Renntag für Renntag eine Klasse für sich und unter normalen Umständen nahezu unschlagbar. Auch diesmal gewann Holzer mit seinem BMW E36 Compact alles, was es zu gewinnen gab – angefangen von den drei Vorläufen über das Finale und das abschließende Grande Finale.

Jugend: Entscheidung im Hundertstel-Bereich
Dass ein Holzer selten allein kommt, zeigte sich in der Jugend-Klasse. Wie Vater Stefan in der Heck-Partie ließ sich auch Sohnemann Jamie Holzer in der Nachwuchs-Kategorie nichts anbrennen. Der auch in der Gesamtwertung führende Burgenländer holte in der Gruppe 1 alle drei Vorlaufsiege. – Und was der 13-jährige Jamie Holzer hier, war Manuel Ungersböck da. Der 17-jährige Scheiblingkirchner erzielte in Gruppe 2 ebenfalls den Vorlauf-Hattrick und sorgte so für das direkte Duell um den Tagessieg im darauffolgenden Finale. – Das vorherige B-Finale ergab einen weiblichen Doppelsieg. Cora Kraßnigg aus Voitsberg gewann vor Yasmin Pospichal aus Bad Vöslau. – Im mit Spannung erwarteten A-Finale hatte dann Jamie Holzer die Nase um 16 Hundertstelsekunden vor Manuel Ungersböck, sicherte sich somit den Tagessieg und hievte sich in die beste Ausangsposition, um am letzten Renntag am 18. Oktober den Jugend-Titel 2025 zu holen.
Weitere Informationen findet man unter http://www.stockcar-racing.com
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