Dritte Lauf zur Slalom-ÖM in Steyr

Der dritte Lauf zur Slalom-ÖM in Steyr wurde auch 2024 seinem Ruf als Saison-Highlight wieder absolut gerecht. Das einzigartige Flair des „Monte-Carlo“ des Slalomsports zog wie in den Vorjahren ein großes Starterfeld und wahre Zuschauermassen in die oberösterreichische Eisenstadt. Die Fahrerinnen und Fahrer zeigten sich von der Atmosphäre beflügelt und boten Slalomsport auf höchstem Niveau, was auch Sprecher Adi Atcy Janacek wieder einmal zur Hochform auflaufen ließ, und die Fans nutzen in Massen die kurzen Pausen für einen „Pit-Walk“ durch das offene Fahrerlager.

Nicht wie im berühmten Fürstentum „um gesehen zu werden“, sonders aus echtem Interesse am Sport. Die legendäre Berg- und Talbahn auf dem Gelände der Firma Steyr Automotive zeigte sich allerdings auch bei besten äußeren Bedingungen von ihrer bissigen Seite, bestrafte Fahrfehler gnadenlos und forderte auch von der Technik ihren Tribut. Kurzum, Alfred Feldhofer, Gerhard Nell und das Arbö-Team Steyr haben wieder einmal eine Top-Veranstaltung abgeliefert, aber nicht nur hinter den Kulissen, auch sportlich zeigten sich die Hausherren von ihrer besten Seite!
In der der Gruppe „Street“ Klasse LG1 waren diesmal leider nur zwei Teilnehmer am Start. Thomas Hauska musste zwar im letzten Durchgang einen Hutfehler hinnehmen, konnte das Duell gegen Mario Zimmermann um den Sieg aber dennoch für sich entscheiden. In der Klasse LG2 zeigte Christian Ebner, dass er auch mit heckgetriebenen Fahrzeugen bestens zurechtkommt und holte sich den Sieg vor Fahrzeugbesitzer Martin Mayr. Mit Debütant Fabian Kaufmann ist ein weiterer schneller Kärntner in der ÖM mit dabei und schaffte auf Anhieb als Dritter den Sprung aufs Podest! Landsfrau Birgit Löschnig zeigte sich ebenfalls in starker Form und wurde nur 228 Tausendstel hinter Jochen Perhorfer fünfte. Wolfgang Luttenberger ließ sich in der Klasse LG3 auch in Steyr die Butter nicht vom Brot nehmen und siegte vor Reinhard Walkner. Dahinter sicherte sich Erich Hammerler mit einer ausgezeichneten Leistung Platz drei und damit seinen ersten Stockerlplatz in dieser Saison. Ursula Walkner tat es Ehemann Reinhard gleich und wuchtete den Honda Prelude gekonnt um den Kurs, was mit Platz vier vor Gerhard Steigenberger belohnt wurde. Wie schon am Ostermontag in Teesdorf war gegen Robert Schwarz in der Klasse LG4 kein Kraut gewachsen. Markus Praschnig schaffte diesmal als Zweiter den Sprung aufs Podest vor Karl Heinz Schauperl, der sich gegen Georg Rixinger im Kampf um Platz drei um 258 Tausendstel durchsetzen konnte. Platz fünf ging an Ines Sommer, die ihren schnellsten Lauf wegen Hutfehlern leider streichen musste. Mit unglaublich schnellen Zeiten verhinderte Klemens Ollmaier einen vollen Erfolg der Hausherrn in der Klasse LG5 und holte sich neben dem Klassen- auch den Gruppensieg. Zweiter wurde Markus Fallmann vor Teamkollegen Martin Eilmer, der sich mit einer sehr starken Leistung beim Heimrennen Rang drei sichern konnte. Platz vier und fünf gingen an die Teamkollegen Traian Moldovan und Cornelia Schicker im Toyota Yaris.


Solist Wolfgang Krapfenbauer absolvierte drei Laufzeiten innerhalb von 257 Tausendstel die auch eine Klasse höher für die Top-Vier gereicht hätten und gewann damit auch die Klasse „Sport“ bis 1400ccm. In der Klasse bis 1600ccm ist aktuell Martin Gradwohl der Mann, den es zu schlagen gilt. Er gewann auch in Steyr vor Rainhard Walkner und Daniel Neuhold. David Pietschnig holte sich nach einigen technischen Problemen in der Vorbereitung einen feinen vierten Platz vor Herbert Kreuzer. Martin Walcher zeigte sich vor Heimpublikum bis in die Haarspitzen motiviert und feierte einen überlegenen Sieg in der Klasse bis 2000ccm. Um die restlichen Stockerlplätze wurde dafür umso verbissener gekämpft. Am Ende setzte sich Christian Ebner 691 Tausendstel vor Micheal Auer durch, der wiederum Rene Degenfellner um 296 Tausendstel auf Platz vier verdrängen konnte. Komplettiert wurden die schnellsten fünf von Klaus Riedler. Aus einem spannenden Dreikampf zwischen Reinhard Rettenbacher, Markus Huber und Markus Rötzer ging am Ende Lokalmatador Rötzer um 448 Tausendstel vor Huber und 852 Tausendstel vor Rettenbacher als Sieger der Klasse über 2000ccm 2WD hervor. Thomas Sprosec schnappte sich mit nur 27 Tausendstel Vorsprung Platz vier vor Andreas Ausserlechner, der sich wiederum 24 Hundertstel vor Herbert Sommer behaupten konnte. Zusammengezählt bedeutet das sechs Fahrer innerhalb von 1,87 Sekunden! Im Vergleich der schnellsten Laufzeiten kam Dietmar Schwab diesmal bis auf sechs Zehntel an Dieter Lapusch heran, konnte diesen aber nicht an einem weiteren Sieg in der Klasse über 2000ccm 4WD hindern. Den verbliebenen Stockerlplatz holte Markenkollege David Kraxner vor Manfred Stangl und Marcel Nagy. Eine richtig „enge Kiste“ war auch die Klasse der Super Cars, wo die ersten vier am Ende innerhalb von 1,89 Sekunden lagen! Der Sieger heiß einmal mehr Traian Moldovan. Thomas Krisch und Alexander Zweimüller tauschten gegenüber Teesdorf die Plätze auf dem Stockerl und Harry Zwerschina driftete auf Rang vier. Mit einer Traumzeit in Durchgang zwei legte Herbert Fröhlich den Grundstein für den Sieg in der Sammelklasse der Gruppe Sport. Nur 246 Tausendstel dahinter folgte Alexander Schwaiger auf Platz zwei und dritter wurde Christian Eisenmann im „gepimpten“ Suzuki Swift. Endwin Schilberz schrammte als vierter um 151 Tausendstel am Stockerl vorbei, und fünfter wurde Michael Steinberger.
Trotz Doppelbelastung mit Zeitnehmung und fahren hatte Gerhard Nell nach Lauf eins schon eine Hand am Siegerpokal in der Klasse „Race“ bis 1400ccm. Ein Ausfall in Durchgang zwei und ein daher nicht mit allerletztem Risiko gefahrener dritter Durchgang reichten letztlich für Platz zwei, 27 Hundertstel hinter Martin Dall. Um den letzten Podestplatz entstand ein harter Fight zwischen Daniel Schuster, Alfred Feldhofer und Franz Dall die nach Durchgang eins nur durch zwei Zehntel getrennt waren. Schuster musste nach einem Ausfall in Lauf drei einen Hut in die Wertung mitnehmen, und Dall konnte sich nochmals steigern, wodurch die Reihung am Ende Dall, vor Schuster und Feldhofer lautete. Auch bei Fabian Perwein blieb ein Hutfehler in der Wertung, was aber seinen Sieg in der Klasse bis 1600ccm nicht gefährden konnte. Mit Platz zwei sicherte sich Alfred Schopper seinen nächsten Stockerlplatz vor Gerald und Karl Lungkofler, die damit beide ihre bisher besten Saisonresultate erzielen konnten. Mit einer bärenstarken Leistung holte sich der Salzburger Severin Gschiel den Sieg in der Klasse bis 2000ccm obwohl auch er zwei Strafsekunden hinnehmen musste. Um die Plätze zwei und drei matchten sich Georg Schlader und Andreas Ortner, wobei sich am Ende Schlader durchsetzen konnte. Rang vier und fünf holten Thomas Kroupa und Alexander Nagy für den ASV-Bruck. Das Duell um den Klassensieg über 2000ccm 2WD zwischen Mario Mayr und Herbert Perwein stand bis zuletzt auf Messers Schneide. Perwein rollte leider in Lauf drei mit Elektrik-Defekt aus und musste tatenlos zusehen, wie Mayr nochmals alles in die Waagschale warf und mit Tagesbestzeit Klassen- und Gesamtsieg holen konnte. Vater Christian Mayr machte mit Rang drei den Tag endgültig zum Familien-Feiertag. Walter Bliem im wunderschönen BMW M3-E30 konnte das ÖM-Käfer-Quartett sprengen und verdrängte Peter Bindberger auf Platz fünf. Wolfgang Leitner hatte gleich im Training im Zielauslauf einen „Big Moment“ zu verdauen. Der Schaden am Auto war aber Gott sein Dank nur gering und so konnte er sich nach diesem Schreckmoment trotzdem noch den Sieg in der Klasse über 2000ccm 4WD und Rang drei in der Divisionswertung sichern. In der Sammelklasse der Gruppe Race legte Jürgen Wendolsky mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks drei Rennläufe mit einer Differenz von nur 42 Tausendstel! auf die Bahn und gewann so vor Patrick Stingl und Daniel Schausberger. Christian Sieghartner war heuer erstmals mit dabei und holte sich Platz vier vor Sonja Pflügler.
Stefan Reininger vertraute auch in Steyr auf seinen Fiat Uno und holte damit in der Klasse bis 1600ccm der Gruppe Histo Rang zwei hinter Gerhard Schauppenlehner. Der große Abwesende in der Klasse bis 2000ccm war Matthias Ebner, dessen Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung dadurch auf ein Minimum geschrumpft sind. Den Sieg holte sich Ex-Meister Markus Mauracher vor Gerhard Auer. Knapp hinter Mauracher holte sich der Klassensieger über 2000ccm Hubraum, Peter Waldbauer Platz drei in der Histo-Gesamtwertung. Alter schützt vor Siegen nicht könnte man im Fall von Alfons Nothdurfter sagen. Das tiroler Motorsport-Urgestein sicherte sich mit absoluten Top-Zeiten einmal mehr den Sieg in der historischen Sammelklasse.
In der mit acht Fahrerinnen wieder stark besetzten Damenklasse stand Carina Kröll zum zweiten Mal nach Spielberg auf dem obersten Treppchen. Birgit Löschnig gelang mit Platz zwei ihr erster Podestplatz 2024 und mit nur 264 Tausendstel Rückstand wurde Ursula Walkner beim Saisondebüt dritte. Cornelia Schicker und Marina Zimmermann, in Teesdorf noch erste und zweite mussten diesmal mit den Rängen vier und fünf zufrieden sein. Ein Indiz wie stark die Konkurrenz bei den Damen in der ÖM-Saison 2024 ist!
Bevor es in die Sommerpause geht, steht am 15.Juni noch der vierte Lauf im ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Kalwang bei Ex-PWRC-Weltmeister Andreas Aigner auf dem Programm. Roland Dicketmüller und Alfred Fischer legten mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom PSV-Linz dort im Vorjahr ein fulminantes Comeback als Veranstalter hin und werden heuer sicher noch einen draufsetzen. Mit dabei sind neben den Damen und Herren aus dem „Formel Ford 1600 Cup Austria“ auch wieder die Teilnehmer des internationalen oberösterreichischen Automobilslalom-Cups, was ein Garant für ein volles Starterfeld ist.
Weiter Infos unter: www.slalom-oem.at

Keine Motor Freizeit Trends News mehr verpassen!Jetzt Newsletter kostenlos abonnieren.

Wir respektieren den Datenschutz! Eine Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich.

An welche Email-Adresse sollen wir die Motor Freizeit Trends News senden?

MFT Jahresabo
Anzeige

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*