Atemberaubende Überholmanöver, permanentes Verkehrschaos, unberechenbare Nachtstunden, dramatische Wendungen und Fahrer an ihrem absoluten Limit: Die ADAC Ravenol 24h Nürburgring auf einer mythenumwobenen Schleife stellen eines der anspruchsvollsten Motorsportspektakel der Welt dar, bei dem diesmal auch der größte Star der Szene Vollgas gibt. ServusTV On zeigt das legendäre Langstreckenrennen aus der Eifel live.

Herausforderung Grüne Hölle
Selten erhielt ein 24-Stundenrennen derart viel Aufmerksamkeit wie jenes in diesem Jahr am Nürburgring. Der Grund heißt freilich Max Verstappen, der mit Winward-Mercedes in der GT3-Kategorie an den Start geht. Dabei ist die Veranstaltung schon für sich einzigartig. Insgesamt 161 Fahrzeuge mit Piloten unterschiedlichster Niveaus drehen auf dem unfassbare 25,378 Kilometer langen Kurs, einer Kombination aus Grand-Prix-Strecke und Nordschleife, ihre Runden.
Erfahrung bei diesem Klassiker im pfälzischen Mittelgebirge durfte im Vorjahr auch ServusTV-Experte Christian Klien sammeln. „Da steckt alles drinnen, was ein Autorennen ausmacht“, schwärmt der Hohenemser. „Natürlich gibt es Spa, Daytona oder Le Mans. Aber die Grüne Hölle ist wahnsinnig lang, wahnsinnig unübersichtlich und einfach die Nonplusultra-Herausforderung.“
So müssen sich Profis und Amateure in verschiedenen Klassen die berüchtigte Nordschleife, auf der Niki Lauda vor 50 Jahren seinen furchtbaren Feuerunfall hatte, teilen. „Da sehr viele und mitunter sehr langsame Autos auf der Strecke sind, bist du ständig am Überholen“, erklärt Klien. „Die Schwierigkeit besteht nicht nur darin, schnell zu fahren, sondern auch den Verkehr zu lesen und für den anderen mitzudenken. Denn wenn der Amateur, der vielleicht schon an seine Grenzen stößt, die Tür zumacht, ist dein Rennen beendet. Du musst also zuerst einmal durchkommen.“
Verstappens leuchtende Augen
Eine für viele Teilnehmer neue Erfahrung – auch für Verstappen – sei die Fahrt in der Dunkelheit. „In der Nacht besteht in jeder Runde eine 50:50-Chance, einen Crash zu haben“, so der ServusTV-Experte. „Klar kannst du dich ein, zwei Kurven anstellen und warten, bis es sicher ist zu überholen. Dann hast du aber vier, fünf Sekunden verloren.“ Letztlich gehe es um Risikomanagement. „Willst du um den Sieg mitfahren, bist du immer auf der letzten Rille. Wenn du in die Kurve innen hineinstichst, der Langsamere aber nicht aufpasst, ist es schon geschehen.“
Selbstverständlich sind diesmal alle Augen auf den vierfachen Formel-1-Weltmeister gerichtet. „Sobald man mit Max über GT3 redet, gehen seine Augen auf“, berichtet Klien. Der Grund liege allerdings nicht allein in der Ablenkung von der Königsklasse, deren Reglementrevolution der Niederländer scharf kritisiert. „Max hatte schon letztes Jahr seinen Spaß an der GT3, auch neben der Strecke. Junge Talente in seinem eigenen Team aufzubauen, gibt ihm sehr viel.“ Am Steuer des Winward-Mercedes wird sich Verstappen mit dem Kufsteiner Lucas Auer und dem Franzosen Jules Gounon abwechseln. „Bis auf das mediale Rampenlicht ändert sich für die beiden nicht viel. Druck und Ansprüche werden vielleicht höher, ihre Herangehensweise bleibt aber dieselbe.“
Breites Feld an Sieganwärtern
Zum Serienauftakt im März hatte die Equipe um Verstappen dominiert, wurde wegen zu vieler verwendeter Reifensätze aber disqualifiziert. Bei einem weiteren Lauf einen Monat später fiel sein deutlich in Führung gelegener Bolide nach technischem Defekt auf Platz 39 zurück. „Dass er gleich auf diesem Niveau fährt, ist verblüffend und zeigt, welch unglaubliches Talent Max hat“, staunt der ServusTV-Experte. „Immerhin gibt es absolute Spezialisten, die jedes Wochenende GT3-Rennen fahren.“
Auf einen Selbstläufer dürfe sich Verstappen jedoch nicht einstellen, schließlich fehlten bei seinen bisherigen Starts die meisten Werksteams. „Das 24-Stundenrennen wird eine ganz andere Nummer. Es gibt sicher zehn bis 15 Autos, die megastark sind.“ Nichtsdestotrotz bereitet sich der 28-Jährige, der über tausend Runden im Simulator abgespult haben will, akribisch vor. „Und Winward hat auf der Strecke sehr viel Erfahrung. Aber nichts ist in Stein gemeißelt. Der Nürburgring hat seine eigenen Gesetze.“
Rund um die Rennaction melden sich ServusTV-Moderation Andrea Schlager und Experte Christian Klien mit regelmäßigen Live-Einstiegen und liefern aktuelle Informationen und Updates direkt von der Strecke. Am Montag, um 21:15 Uhr, werden die 24h Nürburgring bei „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ ebenfalls thematisiert, am folgenden Wochenende gibt es dann den großen Rückblick im Rahmen der Formel-1-Berichterstattung aus Kanada. Und selbstverständlich begleitet ServusTV das Spektakel mit diversen Randgeschichten auf seinen Social-Media-Kanälen.
ADAC Ravenol 24h Nürburgring
Samstag, 16. Mai, ab 15:00 Uhr, live bei ServusTV On
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