Was für ein Rennwochenende für Patrick Schober in Misano! Auch wenn der verdiente Pokal am Ende nicht mit nach Hause genommen werden konnte, bleibt vor allem eine Erkenntnis: Der junge Österreicher hat sich innerhalb kürzester Zeit in der Spitzengruppe der McLaren Trophy Europe etabliert.
Bereits beim vorherigen Rennwochenende in Spa-Francorchamps am 26. und 27. Juni 2026 hatte Patrick eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Im #9 AUTO ZÜRICH McLaren lag er an der Spitze des Feldes auf Platz eins und kämpfte aus eigener Kraft um den Sieg.
Erst eine unverschuldete Berührung beendete die starke Fahrt: Ein Konkurrent traf mit seinem rechten Hinterrad das linke Vorderrad von Patricks #9 AUTO ZÜRICH McLaren. Die Lenkung wurde dabei so stark beschädigt, dass eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war.
Der Ausfall änderte jedoch nichts an der entscheidenden Botschaft aus Spa: Patrick Schober besitzt den Speed, das Rennverständnis und das außergewöhnliche Talent, um in dieser hochklassigen Serie um Podiumsplätze und Siege zu kämpfen.
Traumhafter Einstand in Misano
Vom 17. bis 19. Juli 2026 stand für Patrick das nächste Rennwochenende auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli auf dem Programm. Und erneut benötigte er keine lange Eingewöhnungszeit.
Schon im ersten Freien Training fuhr der #9 AUTO ZÜRICH McLaren auf den hervorragenden zweiten Platz. Ein eindrucksvoller Auftakt auf einer Rennstrecke, die für Patrick zuvor weitgehend unbekannt war.
Auch Patricks Fahrerkollege Alessandro Fabi ist ein Neueinsteiger in der McLaren Trophy Europe. Erfahrung bringt der Italiener jedoch aus der italienischen GT-Meisterschaft sowie aus der Lamborghini Trophy 2023 mit.
Patrick wiederum ist ebenfalls neu im McLaren und in dieser Rennserie. Umso bemerkenswerter ist, wie schnell sich beide Fahrer auf das hohe Leistungsniveau der McLaren Trophy eingestellt haben.
Bereits bei seinen ersten McLaren-Testfahrten Anfang 2026 in Navarra und Monza waren die Verantwortlichen von Patricks Können beeindruckt. Patrick überzeugte nicht nur durch schnelle Rundenzeiten, sondern ebenso durch seine technische Arbeitsweise.
Bei der Datenanalyse, der Beurteilung des Fahrverhaltens und der gemeinsamen Abstimmungsarbeit mit seinem Ingenieur konnte er klare und präzise Aussagen machen. Genau diese Fähigkeiten zeichnen einen modernen Rennfahrer aus: nicht nur schnell fahren, sondern verstehen, warum das Fahrzeug schnell ist – und wie es noch schneller werden kann.
Patrick kämpft im Rennen unter den ersten Drei
Im 55-minütigen Sonntagsrennen bestätigte Patrick erneut seine starke Form. Von Beginn an kämpfte er in der Spitzengruppe und hielt den #9 AUTO ZÜRICH McLaren konstant unter den ersten drei Fahrzeugen.
Dabei überzeugte er mit Geschwindigkeit, Übersicht und einer konzentrierten Fahrweise. Nach rund 30 Minuten übergab Patrick das Fahrzeug beim vorgeschriebenen Fahrerwechsel auf dem starken dritten Platz an Alessandro Fabi.
Fabi setzte die erfolgreiche Fahrt fort und arbeitete sich zwischenzeitlich sogar bis auf Platz zwei nach vorne. Der Vorsprung auf den Drittplatzierten betrug rund zehn Sekunden – das Podium schien drei Runden vor dem Ende praktisch gesichert. Dann musste der #9 McLaren überraschend die Box ansteuern.
Nicht ein technischer Defekt beendete die Podiumsfahrt. Bei Außentemperaturen von deutlich über 30 Grad und geschätzten Temperaturen von rund 60 Grad im Cockpit konnte Alessandro Fabi das Rennen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fortsetzen. Damit ging das sicher geglaubte Podium nur wenige Minuten vor dem Ziel verloren.
So bitter dieser Moment für die Fahrer und das gesamte Team war, so deutlich unterstrich das Rennwochenende dennoch die sportliche Stärke des Duos: Der #9 AUTO ZÜRICH McLaren gehörte in Misano zu den schnellsten Fahrzeugen im Feld und war aus eigener Kraft auf Podiumskurs.
Patrick Schober: „Natürlich ist die Enttäuschung groß“
Patrick Schober erklärte nach dem Rennen: „Natürlich ist die Enttäuschung groß, wenn man ein sicher geglaubtes Podium nur drei Runden vor dem Ende verliert. Es lag nicht an einem technischen Problem. Alessandro konnte das Rennen aus gesundheitlichen Gründen bei der extremen Hitze leider nicht mehr zu Ende fahren.
Trotzdem nehmen wir sehr viele positive Erkenntnisse aus Misano mit. Wir waren im Training sofort auf Platz zwei, konnten im Rennen in der Spitzengruppe kämpfen und haben gezeigt, dass wir das Tempo für das Podium besitzen.
Ich habe den McLaren auf Platz drei liegend übergeben, und zwischenzeitlich lag unser Fahrzeug sogar auf Platz zwei. Das zeigt, was möglich gewesen wäre. Jetzt geht es in die Sommerpause, und anschließend richten wir den Blick auf das nächste Rennwochenende im Oktober in Barcelona.“
AUTO ZÜRICH weithin sichtbar an der Spitze
Auch für AUTO ZÜRICH war das Rennwochenende in Misano ein starker Auftritt. Das markante weiß-blaue Design des #9 McLaren war im Training und im Rennen dauerhaft in der Spitzengruppe zu sehen.
Der Schriftzug der AUTO ZÜRICH wurde damit auf internationaler Motorsportbühne prominent präsentiert – nicht irgendwo im Feld, sondern mitten im Kampf um das Podium.
Die Zusammenarbeit verbindet Nachwuchsförderung, Motorsportbegeisterung und starke öffentliche Sichtbarkeit. Patrick Schober liefert dafür mit seinen Leistungen die überzeugendsten Argumente.
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