Mit einem Ford Sierra RS Cosworth 4×4 nahm die Rallye-Karriere von Kris Rosenberger ihren Anfang, über die weiteren Jahre und Jahrzehnte folgten viele verschiedene Marken, denen er einmal mehr und einmal weniger „treu“ war. Das Herz des gebürtigen Niederösterreichers schlug aber schon immer für die legendäre italienische Marke Lancia, die praktisch von Beginn an untrennbar mit dem Rallyesport verbunden war und diesen maßgeblich mitgeprägt hat.
Ob Lancia Fulvia, Stratos, 037, Delta S4 oder Delta Integrale: jedes einzelne Rallye-Fahrzeug aus Turin gilt zu Recht als wahre Ikone seiner Zeit. In den Jahren 2002 und 2003 bereicherte Kris Rosenberger dann gemeinsam mit Sigi Schwarz die österreichische Rallye-Szene mit einem Ex-Werks Lancia Delta Integrale, und erfüllte sich so den lange gehegten Traum, einmal in einem Lancia Gas zu geben. Einem dritten Gesamtrang bei der Pyhrn-Eisenwurzen Rallye und einem zweiten Klassenplatz bei der Waldviertel Rallye standen zahlreiche technische Ausfälle gegenüber – Liebe bedeutet oft auch Leid.
Als Lancia, mittlerweile in den Stellantis-Konzern eingegliedert, die Rückkehr in den internationalen Rallyesport verkündete, war Kris Rosenberger dennoch Feuer und Flamme. Und als klar war, dass es ein Rally2-Fahrzeug geben wird, hatte „Lancisti“ Rosenberger ohne Umschweife das Telefon in der Hand und Stellantis-Intimus Manfred Stohl am Ohr. So kommt es, dass der Wahl-Steirer nun bei seiner Heimrallye, genauer gesagt bei der „ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau 2026“, eine spektakuläre Österreich-Premiere abliefert und mit einem nagelneuen Lancia Ypsilon Rally2 HF Integrale an den Start geht. „Wir haben lange überlegt, welches Design wir unserem neuen Integrale gönnen. Die Martini-Farben wären naheliegend gewesen, aber mich hat in meiner Jugend das Design der Autos von Fabrizio Tabaton total fasziniert. Der Italiener hatte seinen Lancia 037, später den Delta S4 und dann seinen Delta Integrale immer in Schwarz und Gold lackiert, das war großartig. Und ich finde, dass auch unser Ypsilon in diesem Retro-Design wirklich sensationell schön geworden ist“, so Kris Rosenberger vor dem Start in Judenburg, an den er sportlich keine allzu großen Erwartungen setzt: „Wir fahren zwar einen kurzen Test, aber aufgrund der fehlenden Erfahrung mit dem Auto und der Rallye werden Sigi und ich in erster Linie zum ‚Spaß an der Freude‘ fahren – und natürlich versuchen, den Fans ein bissl ein Spektakel zu liefern.“ Zuvor treffen Kris Rosenberger und sein Steyrlinger Co-Pilot Sigi Schwarz aber noch auf den Sohn eines äußerst bekannten Lancia-Siegers, nämlich auf Franz Wittmann Junior, dessen Vater auf Lancia zwei Mal Staatsmeister wurde. Wittmann Junior, Präsident des Golfclubs Schladming, bittet Rosenberger und Schwarz zum Proam-Golfturnier der Interwetten Open, aber wer weiß, vielleicht ist ja auch der Senior anwesend, dann gibt’s bestimmt den einen oder anderen Tipp!
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