Im Alter von 88 Jahren ist am 19. Dezember 2025 Sepp Manhalter für immer von uns gegangen. Der österreichische Rennfahrer war lange Jahrzehnte – vor allem am Steuer diverser BMW-Rennboliden – ein fester Bestandteil der europäischen und österreichischen Rennsportszene.

Mannhalter wurde am 23. November 1937 in Baden bei Wien geboren. Der ausgebildete Kfz-Mechaniker, später Kfz-Meister, heiratete 1960 seine Jugendliebe Erika, die seine Liebe zu Motoren und Rennen teilte. Gemeinsam bauten sie in Amstetten ihr Kfz-Unternehmen auf und stürzten sich ab den 60er Jahren auf Autorennen jeder Art. Rallyes, Bergrennen und Rundstrecken fuhr Sepperl zunächst mit NSU- und Volvo-Fahrzeugen, bevor er für sich die Marke BMW entdeckte. Damit begann auch seine enge Zusammenarbeit mit den renommierten Tunern Schnitzer aus dem bayerischen Freilassing.

Manhalter wurde viermal österreichischer Rundstreckenmeister. In den 60ern und 70ern gehörte er zur Spitze der stark besetzten europäischen Tourenwagenmeisterschaft und startete auch in der legendären Ur-DRM-Meisterschaft. In den Jahren 1979 und 1980 wagte er es sogar, mit einem BMW M1 gegen F1-Stars in der legendären ProCar-Meisterschaft anzutreten. Das verschaffte ihm auch einen hohen internationalen Bekanntheitsgrad. Zum Beispiel gehören seine Auftritte mit seinem M1 in der damaligen CSSR zu den lebhaftesten Erinnerungen der dortigen Fans. Er brachte westliche Spitzentechnologie bis hinter den eisernen Vorhang (Runstreckenrennen in Havirov) – für viele bis heute ein unvergessener Rennsport-Höhepunkt.

Motorsport war sein leben und so rannter er bis tief in die neunziger Jahre.
Einer der letzten grossen öffentlichen Auftritte von Sepperl und Erika fand im Rahmen des GP von Österreich 2016 statt. Bei den Legenden-Demo-Fahrten der BMW M1 auf dem Red Bull Ring. Sein Fahrzeug präsentierte er dort zusammen mit ehemaligen Gegnern aus der ProCar-Serie wie Jochen Mass, Dieter Quester, Marc Surer, Hans-Joachim Stuck, Jan Lammers und Niki Lauda.

Foto: Manfred Noger
Text: Roman Klemm
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