Nahwärme: illwerke vkw und Stadt Dornbirn bündeln Versorgung

Die Stadt Dornbirn überträgt ihr Biomasseheizwerk und das dazugehörige Wärmenetz an die vkw Nahwärme Dornbirn. Nach dem grünen Licht der Stadtvertretung Ende 2024 für entsprechende Vorbereitungen wurden nun die Vertragsunterlagen unterzeichnet.

 „Eine Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger ist ein großer und wichtiger Baustein für unsere nachhaltige Energiezukunft“, betont Dipl.-Ing. Dr. Quido Salzmann, Mitglied des Vorstands der illwerke vkw. „Als umfassender Energiedienstleister setzen wir einen Schwerpunkt in diesem Bereich und gehen den Weg zur Dekarbonisierung des Wärmesystems aktiv weiter. Durch die Einbindung der Anlagen der Stadt Dornbirn in das Wärmenetz der vkw Nahwärme Dornbirn können wir dieses Ziel künftig noch engagierter verfolgen.“ Bürgermeister Markus Fäßler ergänzt: „Dornbirn gehört zu den Pionieren der Nahwärme. Mit ihrer Infrastruktur hat die Stadt seit rund 16 Jahren verlässlich erneuerbare Wärme geliefert und einen Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Mit der Übertragung wollen wir die Nahwärmeversorgung in Dornbirn nun optimieren, um das Potenzial bestmöglich zu nutzen. Wichtig ist aus meiner Sicht auch, dass mit der vkw Nahwärme Dornbirn ein Tochterunternehmen des Landesenergieversorgers die Anlagen übernimmt. Es ist essenziell, dass eine verantwortungsvolle Wärmeversorgung im Sinne der Bevölkerung gesichert ist.“

Wärmenetz soll verdichtet werden
Das städtische Biomasseheizwerk und das zugehörige, zentral gelegene Nahwärmenetz wurden in den Jahren 2008/2009 errichtet. Im Jahr 2023 lag die Wärmeliefermenge bei rund 9 Gigawattstunden (9 Millionen Kilowattstunden). Nach dem Zusammenschluss mit dem bestehenden Netz der vkw Nahwärme Dornbirn könnte die Wärmeliefermenge laut aktuellen Schätzungen um rund 2 Gigawattstunden gesteigert werden, zudem erhöht sich durch Synergieeffekte auch die Versorgungssicherheit. Zur Wärmeerzeugung werden weiterhin Holz aus dem Forstbetrieb der Stadt Dornbirn sowie die Abwärme des Krankenhauses Dornbirn genutzt.
Neben der Nahwärmeinfrastruktur der Stadt Dornbirn werden auch die bestehenden Wärmelieferverträge übertragen. In diesem Rahmen hat bereits der Großteil der Kund:innen das Angebot genutzt, ihren Vertrag mit Bindung an den Vorarlberger Biomasseindex neu abzuschließen. Dieser wurde 2023 eingeführt, um für eine möglichst faire Preisgestaltung zu sorgen. Die Stadt Dornbirn versorgte zuletzt rund 50 Kund:innen mit Wärme, darunter zu einem großen Teil städtische Gebäude.

Wärme aus der Nachbarschaft für mehr als 600 Objekte
Die vkw Nahwärme Dornbirn leistet einen Beitrag zur Transformation der Wärmeversorgung und zu den Vorarlberger Energieautonomiezielen 2050 und versorgte vor Vertragsunterzeichnung mehr als 600 Objekte mit einer Wärmemenge von rund 45 Gigawattstunden pro Jahr. Das Joint Venture wurde von der illwerke vkw (76 Prozent) und der EnergieWerk Ilg GmbH (24 Prozent) gegründet, welche für die Erzeugung von erneuerbarer Wärme aus Biomasse verantwortlich zeichnet.

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